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Slayer, The (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 27.09.2004, seitdem 1755 Mal gelesen



Die Malerin Kay hat seit ihrer Jugend Albträume von einem Monster, das sie verfolgt und umbringt. Zusammen mit ihrem Mann, einem Arzt, und einem befreundeten Pärchen fliegt sie auf eine einsame Insel, um dort Ferien zu verbringen. Kaum auf der idyllischen, menschenleeren Insel angekommen, entdeckt sie ein einsames Haus, das sie aus ihren Träumen kennt und bereits gemalt hat. Ihr Mann hält ihre Visionen für Hirngespinste und will davon ebenso wenig hören, wie die beiden anderen, schließlich will man ja einen unbeschwerten Urlaub verbringen. Die Warnungen des Piloten, der offensichtlich mehr darüber weiß, warum das ehemalige Touristendomizil nun verlassen daliegt, ignorieren sie ebenfalls, denn sie haben auch so schon genug Streitereien untereinander. Sowohl die Charaktere als auch die Schauspieler wissen zu überzeugen, wenn es darum geht, die Konflikte der Reisegesellschaft zu vermitteln. Dabei steht gerade die vermeintliche Macke von Kay im Mittelpunkt, auf die die gestressten Städter immer wieder etwas angestrengt Rücksicht zu nehmen versuchen. Der Zuschauer bekommt indes schon zu sehen, dass ein Killer auf der Insel sein Unwesen treibt und nicht gerade zimperlich dabei ist. So erzeugt dieser unterbewertete Film schon recht früh Spannung, die potentiellen Opfer werden noch ein Weilchen im Ungewissen gelassen, bis deren Dezimierung auch diese in Panik versetzt. Trotzdem ist auch der Zuschauer aufgrund der albtraumhaften Einschübe verunsichert, was hinter den Blutbädern steckt, gut gemacht. Die zweite Hälfte spielt gekonnt in einer stürmischen Nacht, die die Slasherstory eskalieren lässt und sowohl düstere Atmosphäre, Spannung als auch gekonnt blutige und teils harsche Killings mit sich bringt. Das ganze mausert sich tatsächlich noch zu einem Terrorstreifen in tollen Sets, welche die Abgeschiedenheit sehr schön verbildlichen. Die weiblichen Rollen sind nicht allein auf Kreischen und Opfern beschränkt, besonders die empathische, aber doch toughe Kay (Sarah Kendall) gefällt und erinnert sogar etwas an Sigourney Weaver als "Alien"-Jägerin. Schade ist eigentlich in diesem unterbewerteten B-Movie, dass das Drehbuch die visionären Monsterattacken aus Kays Träumen nun irgendwie noch auflösen muss. Der Versuch, alles am Ende auf den Kopf zu stellen ist gut gemeint, entspricht allerdings dem Standard der vorigen Handlung nicht. Warum dieser kleine aber feine Streifen bei uns bislang nur eine DVD-Auswertung als B-Seite des albernen und dazu noch völlig bescheuerten "Shock 'Em Dead" fand, bleibt schleierhaft. Der berühmte "5er für 'ne Red Edition" lohnt sich allemal aufgrund dieses sehenswerten Schlitzerfilms.

Fazit: Unterbewerteter Slasher, der dem geneigten Fan auf jeden Fall empfohlen werden kann. 7/10 Punkten


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