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Immortal (2004)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 10.06.2006, seitdem 441 Mal gelesen



Ein paar Götter machen in ihrer schwebenden Pyramide Halt über dem New York der Zukunft, welches sich normale Menschen und Mutanten teilen. Dem Falkengott Horus blüht eine Verurteilung (weswegen, erfahren wir nicht), kriegt aber ein paar Tage geschenkt, um seine Schöpfung (die Erde nämlich) noch einmal zu betrachten. Er sucht sich einen Wirtskörper, den er in Nikopol findet, ein Rebell, der durch einen Unfall frühzeitig aus einem (als Strafmassnahme gedachten) dreissigjährigen Kälteschlaf erwacht ist. Solchermassen „getarnt“ spürt Horus Jill auf, die unter Amnesie leidet und die Aufmerksamkeit einer Wissenschaftlerin des stadtbeherrschenden „Eugenic“-Konzerns auf sich lenkt. Die soll dem Gott einen Nachkommen schenken (wozu das? Werden wir auch nicht erfahren), was ein paar kleine Vergewaltigungen vonnöten macht. Widerstrebt unter anderem auch dem Körperleiher Nikopol, aber was will der schon machen. Zudem ihm ja auch noch Senator Allgood an den Kragen will (weiss Nikopol doch über so manches heikle Detail aus dessen Vergangenheit Bescheid – aber genaueres erfahren wir auch da nicht) und ihm gleich zwei genmanipulierte Killerviecher auf den Hals hetzt. Und zu guter Letzt gibt es da noch einen gewissen John, ein Bekannter von Jill, der zu wissen scheint, was es mit der tödlichen, verbotenen Zone mitten in New York auf sich hat…
Wie die Inhaltangabe vermuten lässt: Dank der vielen Subplots haben wir es hier mit einer recht komplexen Story zu tun; kommt der Hintergrund der zukünftigen Gesellschaft hinzu, in welcher die Geschehnisse stattfinden. Leider reicht die Laufzeit des Filmes nicht, um dieser komplizierten Plotte gerecht zu werden, stattdessen wird vieles nur angedeutet, kurz angesprochen und wieder fallengelassen, nicht erklärt oder einfach im Dunklen gelassen. Am klarsten wird noch die Dreiecksbeziehung Horus/Nikopol/Jill ausgearbeitet, aber besonders aufregend ist die nicht. Ausserdem leidet der Film unter seiner völligen Humorlosigkeit und nervt mit seinem erdrückenden pathetischen Arthouse-Gehabe (inklusive Gedichte rezitieren und ähnlichem Pipifax, ohne dass die Sache dabei irgendwie besonders tiefsinnig würde). Folge: Irgendwann hab ich das Interesse an dem Quatsch völlig verloren und mich herzlich gelangweilt. Nicht zuletzt auch, weil es wenig Action, dafür einige Längen gibt.
Da hilft wenig, dass die Schauspieler alle recht „zurückgenommen“ spielen (so was Ähnliches wie „Gefühle zeigen“ zelebriert eigentlich nur Kretschmann als Nikopol). Das sind nicht wirklich grossartige Identifikationsfiguren. Dumm dann auch, dass die meisten Protagonisten nicht von richtigen Menschen, sondern von CGI-Geschöpfen gespielt werden – und die sind leider allesamt absolut miserabel animiert und sehen keine Sekunde auch nur ein bisschen nach Fleisch und Blut aus, sondern stets nach lieblos gerenderten Computergame-Figuren. Keine Ahnung, was das bringen soll…
Wenigstens macht der Film optisch einigermassen was her: Die pompösen CGI-Kulissen (echte sind im Film kaum anzutreffen) sind ganz beeindruckend – obwohl sie jederzeit halt nach CGI aussehen (wirkt mir persönlich etwas zu künstlich) und etwas sehr an andere Filme erinnern wie METROPOLIS, BLADE RUNNER, MATRIX oder DAS FÜNFTE ELEMENT (ohne wirklich deren optische Brillanz zu erreichen). Aber zumindest das Hammerhaimonster ist wirklich cool.
Fazit: Optisch interessanter Film, der an inhaltlicher Schwindsucht und langweiligen Charakteren leidet. Kann sein, dass das Ganze mehr Eindruck macht, wenn man die Comics kennt (tja, da hab ich wohl Pech gehabt) und alles in einen sinnvollen Kontext setzen kann, für sich allein genommen ist IMMORTAL aber ein eher enttäuschendes Erlebnis.


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