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Rache der Kannibalen, Die (1981)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 1 / 10)
eingetragen am 01.03.2007, seitdem 943 Mal gelesen



Kauft Euch lieber Cannibal Holocaust!!!

Jaja, der Kannibalenfilm... es ist doch immer wieder erstaunlich zu beobachten, dass aufgrund nur EINER EINZIGEN wirklich gelungenen Idee (Die Rede ist in diesem Fall jedoch von Ruggero Deodatos "Cannibal Holocaust") dank zahlreicher Epigonen und Nachahmer ein ganzes Subgenre heranwächst: Ähnlich dem Zombiefilme der Siebziger kam auch der Kannibalenfilm Ende der Siebziger groß in Mode, war jedoch, im Gegensatz zu den untoten Hirnfressern, so ziemlich genauso schnell auch wieder out, da sich alle Regisseure auf dieselbe Grundidee stürzten: Jungdynamische Weiße treffen im tiefsten Dschungel auf friedliebende Eingeborene, die von den Milchhäuten solange zur Weißglut getrieben werden, bis es zum blutigen Showdown kommt.
Verpackte Deodatos "Cannibal Holocaust" (aka "Nackt und zerfleischt") diese nicht gerade revolutionäre Idee zumindest in ein filmisch packendes Semi-Doku-Gewand, glänzte mit durchdachten Charakteren, einem schlüssigen Plot und sogar einer deutlich erkennbaren sozialkritischen Message, zog es Lenzi hingegen vor, es bei "Cannibal Ferox" aka "Die Rache der Kannibalen" aka "Make them die slowly" bei einem schlecht zusammengeschusterten Plagiat zu belassen.
OK, der Goregehalt ist z.T. recht krass, trotzdem gibts hier gravierende Ungereimtheiten, die noch nicht mal in den restlos überforderten Schauspielern, der gerade mal halbwegs geglückten Synchro oder der zu sehr in die Langeweile gezogenen Handlung gipfeln: Da wäre zum Beispiel der nahezu komplett sinnfreie und unlogische Plot und die Plakativität, mit der hier zu Werke gegangen wurde, das absolute Fehlen jeglicher Spannung sowie letztendlich auch der Fakt, das man 95% des gesamten Filmgores schon auf jeder zweiten Laser Paradise Red Edition im Trailer bestaunen kann.
Die Protagonisten passen einfach von Anfang an nicht zusammen, der Grund ihrer Dschungelexpedition ist völlig irrational und was sie dort erleben. bzw. wie erbärmlich das Aufeinandertreffen mit den weiteren weißen Protagonisten dort konstruiert wurde, ist einfach nur noch lächerlich. Zudem gibt es wahrscheinlich wesentlich zwingendere Motivationen, Eingeborene auf teufelkommraus foltern, quälen und töten zu wollen, als simplen Kokaingenuss...
Wie gesagt: Deodato hat es mit "Cannibal Holocaust" geschafft, aus einem ähnlich dünnen Handlungsgerüst ein packendes Meisterwerk geschaffen, das man sogar als filmische Parabel auf die europäische Kolonialgeschichte betrachten kann, wenn man denn will.
Verdiente "CH" deshalb eindeutig die Höchstpunktzahl, gibts für Lenzis miesen, zusamengeklauten Abklatsch ohne Spannung und Logik nur die Arschkarte.

Mal ehrlich Leute: Es reicht vollkommen aus, wenn man einen einzigen Kannibalenfilm aus dieser Ära gesehen hat. Ich hoffe, ich konnte Euch die Entscheidung erleichtern, welcher es denn lieber nicht sein soll...


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