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Rache der Kannibalen, Die (1981)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 16.06.2008, seitdem 2368 Mal gelesen



Ein Film, an dem sich wieder mal die Geister scheiden, wie anhand der unterschiedlichsten Kritiken deutlich wird. Um diesen Streifen aber besser einschätzen zu können, sollte man aber doch auch alle anderen namhaften Werke gesehen haben, denn wer den Film nur mit einem Mindestpunkt bewertet, hat noch nicht viele Beiträge dieses Genres gesehen. Denn es gibt in der Tat weitaus schlimmere Streifen. CANNIBALS-Welcome to the jungle beispielsweise ist solch ein Werk, das allenfalls ein billiger Abklatsch von CANNIBAL HOLOCAUST ist. Der Gipfel der Frechheit ist – in Anbetracht der großmauligen Versprechungen - AMERICAN CANNIBAL aka BIG SNUFF. Doch die oft kritisierten Punkte nun mal der Reihe nach. Handlung: Bestimmt nicht überragend, aber durchaus erkennbar, falls man nicht nur im Suchlauf sich die Goreszenen anwählt. Bleibt eigentlich– wie in einer der Kritiken angesprochen - die berechtigte Frage, warum die Blondine schlussendlich derart hart bestraft wird, die nun wirklich niemandem ein Haar gekrümmt hat?!Schauspieler/innen: Am überzeugendsten sicher Bösewicht MIKE (Giovanni Lombardo Radice alias John Morghen), sein Begleiter hinkt da schon etwas hinterher. LORRAINE DE SELLE (alias DINA bzw.GLORIA) gibt sich hier stets etwas „knittergesichtig“, wie es ein Kritiker bezeichnete, zudem vermisse ich bei ihr etwas an Emotionen und Glaubwürdigkeit. Als Expeditionsleiterin fehlt es ihr vor allem an Aggressivität. Da könnte sie sich beispielsweise von US-Rocklady JOAN JETT noch eine Scheibe abschneiden, die Sängerin/Gitarristin hat in LIGHT OF DAY und in einer HIGHLANDER - Folge ihre Rollen stets mit Bravour gemeistert. In dem Streifen DER SCHLITZER hingegen gibt sich DE SELLE dann doch wesentlich „ausgelassener“ und überzeugender, zudem zeigt sie sich von ihrer erotischsten Seite und lässt auch mal die Hüllen fallen, was sie in CF vermeidet. So bleibt der Schlampenpart wieder mal an der blond gelockten ZORA KEROVA hängen, wobei Regisseur LENZI vor allem den sichtlich Silikonfreien, aber dennoch hübschen Busen der sexy Blondine ins rechte Licht rückt. Die kühle Blonde agiert da doch schon um einiges emotionaler als ihre dunkelhaarige Kollegin, was ihr - nebenbei bemerkt - auch ein paar Ohrfeigen einbringt, und wirkt schlussendlich in ihrer Opferrolle recht überzeugend. Übrigens, Geschmäcker sind verschieden, aber als unsympathisch – wie in einer Kritik geäußert- kann man die blonde Tschechin wirklich nicht bezeichnen. Auch finde ich ehrlich gesagt nicht, dass „ihre Front etwas unterentwickelt sei“, wie ein anderer Filmkritiker meinte, denn ihre Rundungen sind durchaus wohlgeformt, auch wenn sie rücklings liegend, flach wie ein Bügelbrett wirkt.Tiersnuff: Ein leidiges Thema. Freilich werden Tiere von richtigen Naturvölkern nicht mit Samthandschuhen angefasst. Sie bewusst vor der Kamera brutal abschlachten zu lassen, ist natürlich wirklich das Letzte. Bin auch kein Vegetarier,aber es gibt doch auch humane Methoden, ein Tier rasch zu töten. Hier aber wurde deutlich nachgeholfen, der an der Leine angebundene Nasenbär (=Coati, = KEIN Gürteltier) ist ein Beispiel dafür. Er gehört aber in der Tat zum natürlichen Beutespektrum von großen Anakondas, frisst umgekehrt –als Allesfresser – aber auch kleinere Schlangen, selbst kleine Anakondas. Und Krokodilen wird oft aber auch heute noch bei lebendigem Leib die Haut abgezogen, mit der Begründung, das Leder sei dann von besserer Qualität. Auch die Kampfszene Boa constrictor gegen Grüner Leguan ist mit Sicherheit fingiert gewesen, durch die Kameralinse wirken die Tiere oft viel größer. Denn die Boa hier ist eigentlich noch ein Jungtier und würde den Leguan (der übrigens großteils Vegetarier ist) nicht angreifen. Wegen der Tiertötungsszenen bekamen DEODATO und Co auch tatsächlich Ärger mit der Justiz.Splatter/Gore: Vor allem ZORA KEROVA’s Hinrichtung übertrifft meiner Meinung nach an Härte und Perversität jede andere Szene in CANNIBAL HOLOCAUST und EATEN ALIVE, die mit zu den Klassikern des Genres gehören. Halbnackt, gefesselt und an ihren Brüsten aufgehängt, wird sie wahrlich Publikumswirksam zur Schau gestellt. Die blutigen Effekte werden in diesen Werken oft so realistisch dargestellt, dass man DEODATO und LENZI damals vorwarf, Menschen wirklich getötet zu haben. Zudem sahen sich die Herrschaften mit dem Vorwurf von Frauenfeindlichkeit konfrontiert.


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