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Killerhaus (1986)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 29.04.2005, seitdem 2012 Mal gelesen



Was für einen Film darf man erwarten, treffen Charles Band (Produktion), David Schmoeller (Regie) und Klaus Kinski (Darsteller) zusammen? Der reißerische deutsche Titel "Killerhaus - Horror der grausamsten Art" gibt ausnahmsweise - zumindest teilweise - das wieder was drin steckt: ein mieser, aber lahmer Sicko mit geschmacklosen Bezügen zur Nazi-Vergangenheit.

Kinski mimt hier den psychopathischen Dr. Karl Gunther, Hausbesitzer und Arzt mit einer dunklen Vergangenheit als KZ-Arzt. In seinem Haus läßt er nur weibliche Mieter zu, eine davon haust unfreiwillig in einem Käfig in seinem Labor, Opfer seiner Forschungen und Liebe zu Organen im Einmachglas - ihr wurde die Zunge abgeschnitten. So wehen ihre Schreie nur stumm durch die Lüftungsschächte in denen Gunther herum krabbelt und seine Mieterinnen beobachtet, deren Liebhaber er kaltblütig ermordet. Als ein Bruder eines der Opfer seiner früheren Experimente auftaucht wird er unsicher, die neue Mieterin skeptisch...

Zwar keine "Full Moon" Produktion, wo sie aber locker reinpassen würde. Die Geschichte ist zwar gewohnt krude, aber ausbaufähig. Denn obwohl teilweise die Atmosphäre stimmt schleppt sich der Film größtenteils. Nach dem guten Anfang in der gleich die ersten Grausamkeiten gegeben werden - eine Frau entdeckt die Gefangene im Käfig und wird vom fiesen Kinski gleich mit einer selbstgebauten Falle ermordet - dauert es eine Weile bis man wieder etwas einigermaßen handfestes zu sehen gibt. Insgesamt wird jedoch kaum etwas geboten, spektakuläres sowieso nicht. Die kleineren F/X wie ein ins Glas fallendes Auge oder andere amputierte Körperteile wurden von Carl Buechler gewohnt nicht besonders sonderlich gut gemacht. Auch ist es hier mehr die Atmosphäre die den Film kalt wirken läßt.

Denn Kinski spielt wieder einmal gut den Psychopathen, "lächelt viel", in voyouristischen Bildern geifert er und dann sinniert er ruhig; über Rassenkunde, seine Erfolge, seine Arbeit und was man noch so schönes machen könnte. Das wirkt ein wenig platt und unnötig. Vor allem die Bilder aus dem dritten Reich, bei denen Kinski armschwenkend Vaterlandsliebe propagiert. Hier wäre es viel interessanter gewesen hätte man mehr der ideenreichen Fallen und Werkzeuge ins Spiel gebracht, denn vor allem die Szenen in den Luftschächten haben schon was. Aber die meiste Zeit passiert nicht viel. Selbst der Schluß ist lahm und man ist froh das die 80 Minuten vorbei sind.

2,5


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