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Killerhaus (1986)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 10.05.2013, seitdem 457 Mal gelesen



Story :


Karl Gunther ist der Hausmeister eines Mietshaus in New York und vermietet ausschließlich an junge, hübsche Frauen.
Keine der Mieterinnen hat auch nur den kleinsten Schimmer welches dunkle Geheimnis der leicht unheimliche, aber stets hilfsbereite und freundliche Hausverwalter vor ihnen verbirgt.
Gunther ist nämlich der Sohn eines KZ-Arztes, der im Dachgeschoss die unmenschlichen Experimente seines Vaters aus Ehrfurcht und Liebe zu ihm fortführt.
Durch ein schier endloses Lüftungsschacht-Labyrinth beobachtet Gunther die jungen Frauen bei ihrem täglichen Leben und einige der früheren Mieterinnen hat er schon erfolgreich nach dem Leben getrachtet.
Nach jedem Mord spielt Gunther russisches Roulette und wenn er erneut überlebt ist dies seine Bestättigung sein mörderisches Werk fortzuführen.
Als die Studentin Lori neu in das Haus einzieht ist sie zunächst erfreut eine große Wohnung in dieser niedrigen Preisklasse gefunden zu haben.
Doch schon bald hört sich seltsame Geräusche aus den Lüftungsschächten und füllt sich nicht mehr wirklich wohl oder sicher.
Schon kurze Zeit später steht ein Mann namens Josef Steiner vor ihrer Tür um Informationen über Karl Gunther von ihr zu erhalten.
Steiner ist sich sicher das Gunther vor Jahren für den Tod seines Bruders verantwortlich war, da er sich selbst als Todesengel sieht der unwillkürliche Euthanasie betreibt.
Karl Gunther scheint allen anderen aber immer einen Schritt voraus zu sein und neben John Steiner befindet sich nun auch Lori in tödlicher Gefahr.

Bewertung :



Regisseur David Schmoeller(TOURIST TRAP, PUPPETMASTER, NETHERWORLD) hat mit CRAWLSPACE einen recht gelungenen Horror-Thriller gedreht, der durch seine urban-klaustrophobische Atmosph├Ąre zu ├╝berzeugen wei├č.
Wenn man wei├č das Charles Band hier - wie schon bei einigen anderen Filmen von Schmoeller - als Produzent t├Ątig war, ist man teils sogar ├╝berrascht das kein hahneb├╝chener Trash-Unfug dabei rausgekommen ist.
Das es sich bei CRAWLSPACE um eine US-italienische Co-Produktion handelt schl├Ągt sich sichtlich im Look des Films nieder, da er von der artifiziellen Ausleuchtung und den Farbenkompositionen sehr an die Sp├Ąt-Gialli der End-80ger erinnert.
Dies wirkt sich durchaus positiv auf das Gesamtbild des Films aus und der Film gewinnt durch genau diesen Look an Eigenst├Ąndigkeit.

Durch die langsamen, ausgedehnten Kameraahrten in CRAWLSPACE wird die Ästhetik der Gialli-Filme kinematographisch erneut aufgegriffen.
Dies verwundert wenig, denn hier war kein geringerer als Sergio Salvati am Werk, der vorallem durch seine Arbeiten als Kameramann bei ├ťBER DEM JENSEITS, WOODOO - DIE SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, DAS SYNDIKAT DES GRAUENS, EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL, DAS HAUS AN DER FRIEDHOFSMAUER oder THE RIFFS ├╝berzeugen konnte.
Um die italienische Crew zu komplettieren hat man sich f├╝r die musikalische Untermalung keinen geringeren als Pino Donaggio an Land gezogen, der dem Genre-Fan aufgrund seiner Scores zu WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN, DAS TIER, CARRIE, DRESSED TO KILL, TOURIST TRAP oder PIRANHA (1978) definitic bekannt sein wird!
Donnagio hat auch bei CRAWLSPACE wieder exzellente Arbeit geleistet und eine dichten, atmosph├Ąrischen Soundtrack beigesteuert, der die gegenw├Ąrtige Spannung nochmal unterstreicht und den Bildkompositionen schmeichelt.
Ein St├╝ck der Filmmusik, das den Namen "Hebrew Lament" tr├Ągt und immer zum Einsatz kommt wenn Gunther in sein Tagebuch schreibt, wurde sp├Ąter sogar von der Post-Hardcore Band "Neurosis" gesampelt bzw. neuinterpretiert.
Sicherlich hat man in den 70ger und 80ger Jahren schon wesentlich h├Ąrtere, blutigere Effekte als in CRAWLSPACE gesehen, doch die FX die zum Einsatz kommen sind alle grundsolide und realistisch inszeniert - die Konsistenz und intensive, rote Farbe des Blut kann ├╝berzeugen und erinnert auch wieder stark an die Gialli.
Die Spezialeffekte wurden hier nicht von einem Italienern umgesetzt, sonder von dem Amerikaner John Carl Buechler.
Buechler sollte den Horror-Fans ein Name sein, da er mit seinen Effektarbeiten schon Nominierungen und Preise f├╝r Filme wie FROM BEYOND, RE-ANIMATOR, HATCHET und auch die FX f├╝r Filme wie HARD ROCK ZOMBIES, TROLL, DOLLS, PRISON oder NIGHTMARE ON ELM STREET 4.
Als Regisseur war Buechler ├╝brigens auch t├Ątig und hat bei u.a TROLL, CELLAR DWELLER, GHOULIES 3 oder FREITAG DER 13. VII auf dem Stuhl platzt genommen.

Auch wenn der Zuschauer kurz vor dem Finale nochmal ins Boxhorn gejagt wird, sollte Von der Story nicht zuviel erwartet werden, da es hier keine unvorhergesehenen Twist oder gro├če ├ťberraschungen zu sehen gibt.
Fans von Thrillern mit Slasher-Versatzst├╝cken kommen hier aber trotz einer recht d├╝nne Story und einem gem├Ąchlichem Inszenierungstempo allemale auf ihre Kosten.
Die relativ kurze Laufzeit von 77 Minuten ist dem Film sehr dienlich, so das pauschal gesehen beim Zuschauer keine Langeweile aufkommt und der Spannungsbogen konstant bleibt.
Was sich auf den Filmgenuss positiv auswirkt ist die klaustophobisch-unterk├╝hlte Grundstimmung die durch die engen L├╝ftungssch├Ąchte perfekt verst├Ąrkt wird.
Wenn bei CRAWLSPACE ein Blick in die Liste der Aktuere geworfen wird, f├Ąllt nat├╝rlich als erstes auf das die Hauptrolle von Klaus Kinski,dem Enfant terrible unter den deutschen Schauspielern bekleidet wird.
Auch wenn Schmoeller einige erhebliche Probleme mit Kinski beim Dreh hatte und unser Klaus hier nicht in gewohnter H├Âchstform ist, wird CRAWLSPACE als Gesamtprodukt zweifelsohne von seinem Schauspiel getragen.
Durch seine exzentrisch-verr├╝ckte Art mit seinem leicht wirren Haar bringt Kinski in CRAWLSPACE die intensivste Pr├Ąsenz auf den Bildschirm!
Der weibliche Gegenpart zu Kinski wird souver├Ąn von Talia Balsa verk├Ârpert, welche vorwiegend in TV Filmen und Serien mitspielte.
Die anderen Darsteller im Film - die vorwiegend weiblich sind - k├Ânnen mit ihren Schauspielk├╝nsten zwar keinen vom Hocker hauen, aber f├╝r einen Horror-Thriller der in der B-Liga spielt sind ihre Leistungen befriedigend bis ausreichend.
David Schmoeller hat es sich nicht nehmen lassen als abgewiesener Mietinteressent selbst vor die Kamera zu tretten - ich selbst vermute er tat dies nur weil er so Kinski als Arschloch titulieren konnte ohne das es weiteren Ärger nach sich zog.
Auch wenn die Charakterzeichnung leicht stereotypisch daherkommt stellt dies kein zu gro├čes Manko dar das den Filmgenuss beeintr├Ąchtigt oder gar in die Ungenie├čbarkeit abdriften l├Ąsst.
Da der Film aus dem Jahr 1986 stammt sollte man sich bei den Frisuren und der Mode auf einige Fauxpas einstellen, die aber die Retro-Fans wiederum voll begeistern d├╝rften.

Unterm Strich bleibt ein Horror-Thriller der zu unterhalten wei├č und den man sich ruhigen Gewissens ansehen kann !

6,5 von 10 neuen Mieterinnen


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