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Killerhaus (1986)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 06.07.2013, seitdem 297 Mal gelesen



Charles Band ist Gründer der Produktionsfirma Empire International Pictures, die auch "Crawlspace" zu verantworten hat. 1989 ging die Firma pleite, kurze Zeit später entstand Full Moon Features. Auch David Schmoeller ist keine unbekannte Komponente, mit dem frühen Slasher "Tourist Trap" und ganz besonders mit "Puppetmaster" machte er sich einen Namen. "Crawlspace" hingegen wurde besonders durch Klaus Kinski populär, der hier als ehemaliger Arzt Karl Gunther eine schön schräge Show liefert.
Er besitzt ein großes Haus, die Appartments darin vermietet er ausschließlich an hübsche junge Frauen. So kommt auch die Studentin Lori Bancroft (Talia Balsam) zu ihrer Wohnung und ahnt nicht im geringsten, dass Gunther seine Mieterinnen gerne durch die zahlreichen Luftschächte beobachtet und schließlich bestialisch ermordet.

Im Endeffekt bietet "Crawlspace" nur viele bekannte Versatzstücke eines Slashers, wäre da nicht Kinski und eine hervorragende Kameraarbeit. Besonders die Kamerafahrten durch die Luftschächte verleihen dem B-Werk Klasse, denn im Mittelteil kriselt er gewaltig und das trotz einer Laufzeit von knapp achtzig Minuten. Das alte Haus von Gunther ist dabei eine gute Kulisse, doch um richtig Spannung zu erzeugen fehlt es an Raffinesse, Schmoeller kann das besser, wie er in "Tourist Trap" bewies.
So bleibt der unheimliche Dr. Gunther, der gerne Folterwerkzeuge bastelt und sich auf dem Dachboden in einem Käfig eine Frau ohne Zunge hält. Das Töten ist eine Passion für Gunther, ausserdem spielt er öfter russisches Roulette und entscheidet so über sein Leben und anderer Tod.

Doch gemordet wird hier herzlich wenig, der Zuschauer wird immer mehr in die Rolle des Voyeurs gedrängt, weil Gunther den Großteil des Films in den Luftschächten herum krabbelt. Ein wenig Abwechslung bringt Josef Steiner (Kenneth Robert Shippy) in die Chose, denn er will Gunther zahlreiche Morde nachweisen, als dieser noch als Arzt praktzierte. Was mit Steiner passiert, dürfte wohl allen klar sein, er fällt einer zugegeben sehr kreativen Mordwaffe zum Opfer, die Gunther so gerne selbst kreiert.
Doch richtig punkten kann hier nur der atmosphärische Auftakt, sowie das Finale, wo Lori hinter Gunthers Treiben kommt. Die Hetzjagd durch die Luftschächte dürfte wohl den Höhepunkt bezüglich Spannung darstellen, während im Mittelteil kaum etwas geboten wird. Fast jegliche Morde werden nur angedeutet, den Klischees entsprechend dürfen dann gegen Ende die ganzen Leichen auftauchen, für Gore ist somit in keinster Weise gesorgt. Auch die Nazi-Vergangenheit von Gunther wirkt viel zu aufgesetzt und soll wohl als eine Art Motiv herhalten.

Kinski und der Kameramann machen einen guten Job, der Rest siedelt im Durchschnittsbereich an. Spannung kommt zu selten auf, besonders da "Crawlspace" im mittleren Sektor zu wenig bietet. So bleiben ein guter Auftakt, nebst gelungenem Finale, wobei der Film hier zu abrupt abbricht. So bleibt altmodischer Horror mit angezogener Handbremse, sehr blutarm und leider ohne Biss.


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