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Killerhaus (1986)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 27.08.2013, seitdem 421 Mal gelesen



Mit dem Enfant terrible Klaus Kinski wollte am Ende kaum mehr ein Regisseur arbeiten, denn der Knabe war für seine regelmäßigen Wutausfälle und Beschimpfungen bekannt, weshalb einem Regisseur David Schmoeller auch im Nachhinein noch leid tun kann.
Doch immerhin wertet Kinski den Trash mit seiner Präsenz noch ein wenig auf, da die dünne Story zu keiner Zeit überzeugen kann.

Dr. Karl Gunther (Kinski) ist Hausmeister und Vermieter in einem Apartmentkomplex, in dem er die Wohnungen ausschließlich an junge hübsche Frauen vermietet. Noch ahnt niemand, dass er die Damen heimlich beobachtet und im Hinterzimmer einen Folterraum eingerichtet hat. Zudem spielt er regelmäßig Russisch Roulette und fährt jedesmal nach Betätigen des Abzuges fort, einen weiteren Mord zu begehen...

Eigentlich sollte Kinski nach drei Tagen vom Set verschwinden, doch die Produktionsfirma beharrte auf die Besetzung, was letztlich dazu führt, dass der Streifen nicht gänzlich in der Versenkung verschwunden ist.
Als schlichte Kulisse dienen lediglich Flure, Apartments und einige Luftschächte, sämtliche Mimen außer Kinski performen nahezu grottenschlecht und auch einige Dialoge lassen zuweilen ein ungläubiges Kopfschütteln entstehen.

Kinski mimt zwar mal wieder den Psychopathen, doch allzu viel Tiefe schwingt seiner Figur nicht mit, wobei er auch deutlich auf Sparflamme agiert und erst im letzten Drittel ein wenig mehr abliefert. Die dünne Story tritt hingegen oft auf der Stelle und wird von zahlreichen unnötigen Einlagen begleitet, wie dem Rollenspiel einer Mieterin oder dem Besuch eines älteren Snobs bei einer jungen Dame. Der Part des Bruders eines Getöteten durch Gunther liefert in Ansätzen ein wenig Suspense, doch das Kapitel wird rasch und oberflächlich abgehandelt wie der Rest der einfallslosen Geschichte.

Zwar gibt es noch ein paar Todesfallen, die ein wenig an die späteren Mordwerkzeuge der "Saw" - Reihe erinnern, doch allzu viel Blut fließt insgesamt nicht, auch wenn es eine Durchbohrung und die kurze Sicht auf einige in Stellung gebrachte Leichen gibt. Das Make-up ist indes okay, nur eine abgetrennte Zunge und zwei Augäpfel im Reagenzglas sehen extrem künstlich aus.

Ab und an gerät die Chose ein wenig unfreiwillig komisch, spätestens als Kinski auf dem Bauch liegend auf einer Art Skateboard durch den Luftschacht schliddert, nachdem er sich bereits auf skurrile Art und Weise schminkte. Über die typischen 80er Frisuren muss eigentlich nichts mehr gesagt werden, nur dass der Score von Pino Donaggio mal wieder grandios durchkomponiert ist.

Aber das rettet den Gesamteindruck nur geringfügig und selbst die solide Kamera kann nicht mehr viel bewirken, da der sichtlich günstig produzierte Streifen kaum Kreativität ins Spiel bringt, innerhalb der Story keine Abwechslung bietet und auch auf atmosphärischer Ebene eher schwach bleibt. Dank Kinski noch einigermaßen unterhaltsam, ansonsten eher ein Schnarcher.
Knapp
5 von 10


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