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Killerhaus (1986)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 09.05.2014, seitdem 156 Mal gelesen



"So be it".

 "Killerhaus", der Titel ist natürlich mal wieder spitze: platt, reißerisch und dem Film nicht entsprechend. Der Originaltitel beschreibt das Geschehen schon eher: "Crawlspace", die Kriechgänge, welche durch die von Karl Gunther (Klaus Kinski) betriebene Pension führen (ich habe zumindest ohne zusätzliche Lektüre nicht ersehen können, daß es sich um den Hausmeister eines Mietshauses handelt), und von denen aus er seine ausschließlich weiblichen Mieter beobachtet und ein wenig terrorisiert und ab und zu auch umbringt. Das passiert allerdings eher selten, insgesamt wird schon ziemlich viel gekrochen, beobachtet, geklackt und mit Ratten gespielt. Das hört sich nicht aufregend oder gruselig an, ist es auch überhaupt nicht, und dennoch hat es mich eine ganze Weile lang gefesselt. Ich weiß nicht, woran das liegt: Kinski spielt seine Psychopathen-Rolle gekonnt, aber nicht sehr ergreifend runter, Spannung kommt, auch mangels irgendwelcher Sympathien für die beteiligten Personen, nicht auf, und die relativ wenigen Tode, deren Zeuge man wird, sind weitestgehend unblutig gehalten.

 Nichtsdestoweniger wird erst der Showdown - ich weiß, ich wiederhole mich, aber es ist auch verflixt  - wie in den meisten (älteren) Horrorstreifen, die unbedingt die 80-Minuten-Marke knacken müssen, zäh und langatmig, und letztlich auch sinnlos, da Gunther zunächst aufwendige Tricks anwendet, ihm schließlich aber sein Schicksal völlig egal zu sein scheint. Indem ein grande finale ausbleibt, bekommen auch die vorangegangenen 60 Minuten nachträglich einen Grauschleier verpaßt.

 So richtig ist mir nicht klar, was dieser Film sein, wen er ansprechen möchte: Für einen waschechten Horrorfilm ist er aus der Sicht eines geübten Zuschauers zu wenig gruselig, Jüngere werden mit dem eher bizarr-künstlerischen Anstrich nichts anfangen können. Wirklich gekitzelt werden ästhetische oder intellektuelle Reize jedoch auch nicht, und zieht man den Kinski-Bonus ab, bleibt ein ziemlich sinnloser, staubiger 80er-Streifen.

 Immerhin: Seit ich den Film vor ein paar Jahren das erste Mal gesehen habe, hat dieser Satz meinen Sprachschatz als geflügeltes Wort erweitert: "So be it".


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