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Ausflug in das Grauen (1981)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 15.10.2009, seitdem 500 Mal gelesen



Dieser 80er Jahre Slasher dürfte höchstens wegen der Beschlagnahmung auf sich aufmerksam machen, welche für heutige Zeiten komplett überholt erscheint. James Bryans "Ausflug in das Grauen" siedelt schon sehr nah am Amateurfilm, die Darsteller sind grauenhaft und die Dialoge lächerlich. "Gehe niemals alleine in den Wald" und andere Weiheiten proleten die vier Camper daher, um sie später alle zu brechen. Wer Bryans Filmographie kennt, zum Beispiel "Höllenengel, The Executioner", der weiss schon was ihn hier erwartet. Selbst für den eingefleischten Genrefan, werden die 78 Minuten zur Zerreissprobe.

In den Wäldern sind schon viele Menschen verschwunden, der Sheriff (Ken Carter) steht vor einem Rätsel. Genau dorthin verirren sich nun die vier Camper Peter (Jack McClelland), Joanie (Angie Brown), Ingrid (Mary Gail Artz) und Craig (James P. Hayden). Sie wollen die Wildnis erforschen und treffen dort auf einen wahnsinnigen Jäger (Tom Drury), der einen nach dem anderen abschlachtet. Derweil stellt der Sherriff eine Truppe zusammen, um die Bestie endlich auszuschalten.

Da verschwinden andauernd Menschen in den Wäldern, doch trotzdem treiben sich dort viele Wanderer und Forscher herum, witzigerweise immer allein. Vor allem, was ein Rollstuhlfahrer allein in den Wäldern zu suchen hat, bleibt ein ewiges Rätsel, wie das Motiv des Killers. Den hält uns Bryan so lange wie möglich vor, entweder weil er somit versucht Spannung zu erzeugen, oder weil der Waldkauz dermaßen lächerlich aussieht. Auf jeden Fall serviert uns Bryan alle fünf Minuten einen Mord. Das Blut darf zwar suppen, Atmosphäre lässt sich jedoch vermissen. Die Waldkulisse wirkt nicht mal bei Nacht bedrohlich. Auch sind im Dunkeln einige Szenen dermaßen schlecht ausgeleuchtet, dass man gar nichts erkennt, man nehme nur mal den Mord an dem Pärchen im Zelt.

Für die damalige Zeit kommt "Ausflug in das Grauen" recht blutig daher, obwohl einige Morde nur im Off geschehen, oder recht schnell abbrechen. Meist sieht man den Schlitzer nur mit der Machete oder dem Messer ausholen und das Blut spritzt gleich literweise. Desweiteren wirft der Waldschrat mit angespitzten Stöcken, was hier aussieht, als könnte es jedes Kind. Ein Arm und ein Kopf werden auch in Nahaufnahme abgetrennt, der Bodycount geht für dieses kurze Filmchen in Ordnung.

Mit rasanten Kamerafahrten durch die Wälder, oder aus Sicht des Killers versucht Bryan ein wenig Abwechslung in die dröge Optik zu bringen, leider auch vergebens. Der Score, wenn er sich so schimpfen darf, setzt dem Ganzen die Krone auf. Da scheint irgendwer eine Gitarre furchtbar zu quälen, mit Stöcken auf Glas oder Blech zu schlagen und das geht einem schnell auf den Senkel. Desweiteren dudeln immer die selben Melodien, den Ton würde man als am liebsten ausschalten.

Hinzu kommen die dämlichen Charaktere, die sich immer trennen und natürlich immer in die Arme des Killers laufen. Der scheint schneller rennen zu können, als ein Gepard und taucht an vielen Orten gleichzeitig auf. Er hat auch einige selbstgebastelte Fallen ausgelegt, die für ein paar abwechslungsreiche Morde sorgen. Doch dem armen Tom Drury hat man ein paar Lumpen angezogen, das Gesicht geschwärzt und ihm eine Perücke verpasst. Sein doofes Geschrei macht die Sache nicht besser. Wie das der restlichen Darsteller ist auch sein Auftreten einfach nur peinlich.
Nebenbei stolpert noch ein dicker Sheriff durch den Wald, der auch versucht den Sclitzer endlich dingfest zu machen. Warum er das nicht schon viel früher getan hat, bleibt auch der Vorstellungskraft des Zuschauer überlassen.

Eine absolute Katastrophe in jeder Hinsicht. Die Darsteller sind weit unter dem üblichen Slasher-Niveau, Spannung und Atmosphäre Fehlanzeige, der Killer hat nicht mal ein Motiv. Es wird zwar recht viel gemordet, die Goreszenen sind handmade, aber das macht den Bock auch nicht mehr fett. Ein Slasher zum Abgewöhnen.


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