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Election (1999)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 20.04.2005, seitdem 586 Mal gelesen



Der erst jüngst mit „Sideways“ zu höchsten gelangende Regisseur Alexander Payne zeigt auch schon in seiner relativ frühen Komödie „Election“, wie man Komik und Intelligenz verbindet. Das Niveau seines Folgewerks „About Schmidt“ erreicht er hier zwar bei weitem nicht, das Potential ist aber auszumachen.

Abgesehen hat er es hier vorwiegend auf die amerikanischen Wahlkämpfen mit ihren Lügen, falschen Versprechungen und naiven Botschaften. Um nicht gleich dem halben Land auf die Füße zu kriegen, bleibt „Election“ jedoch in einer kleineren Dimension: der Schule. Hier hat die Schülerin Tracy Enid Flick (Reese Witherspoon, „Pleasantville”, „Legally Blonde”) als Ziel gesetzt unbedingt zur Schulsprecherin gewählt zu werden und setzt dafür eine riesige Werbekampagne in Gang, die zum Schrecken von Lehrer Jim McAllister (Matthew Broderick, „Glory“, „The Cable Guy“) auch erfolgversprechend verläuft. Also muss ein Gegenkandidat her.

„Election“ übertreibt wo es nur geht, wirklich witzig oder gar tiefgründig, wird es hier aber leider nicht. Sehr amüsant, wie die Streberin obsessiv und weil ohne Freude ganz auf sich allein gestellt, diese Wahlmaschine in Gang hält und mit übeifrigem Einsatz die Stimmen für sich gewinnt. Die personifizierte Vernunft McAllister, die Entwicklung mit Schrecken ansehend, greift er in seiner Verzweiflung nicht nur zu Sportskanone Paul Metzler (Chris Klein, „American Pie“, „We were soldiers“) , als Gegenkandidat sondern als letzte Möglichkeit auch zum Wahlbetrug. Obwohl er als der dem gesunden Menschenverstand folgender im Recht ist, reitet er sich immer tiefer in die Exkremente. Am Ende wartet dann die Arbeitslosigkeit und für Flick eine verheißungsvolle Zukunft. That’s life.

Als Parodie auf typische Wahlkampfabläufe mit Plakaten, inhaltslosen, mit Parolen vollgestopften, inbrünstigen Wahlreden und einem Overkill an Wahlwerbegeschenken ist „Election“ meist brauchbar. Überraschend mischt eine dritte Partei mit und die Kandidaten versuchen sich auszustechen, bisweilen reicht es auch zu sehr exzentrischen Reaktionen.

Mit seinem bitteren Ende und einer herrlich überdrehten Reese Witherspoon kann Paynes Frühwerk passabel unterhalten, ohne die Tiefsinnigkeit von „About Schmidt“ zu erreichen. Die Klasse fehlt dazu doch leider sehr deutlich. Matthew Broderick, nach Superflops wie „Godzilla“ oder „Inspector Gadget“ gerade auf dem absteigenden Ast, empfiehlt sich auch hier nicht gerade für weitere Komödiantenrollen.


Fazit:
Bleibt ein unkonventionell fies und ehrlich endendes Stück Komödie, das sich einfach zu oberflächlich der trügerischen Wahlkampfmaschinerie widmet und letztlich nur wenig zum Lachen und Mitdenken anregt. Dafür wird die Kritik einfach an zu offensichtlichen Szenen festgemacht. Im Ansatz gut, Ausführung leider enttäuschend.


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