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Election (1999)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 11.08.2002, seitdem 516 Mal gelesen



Die Musterschülerin Tracy Flick (Reese Witherspoon) will Schülerpräsidentin werden, um jeden Preis. Obwohl sie die einzige Kandidatin ist, startet sie eine große Werbekampagne. Vertrauenslehrer Jim McAllister (Matthew Broderick) will das verhindern und überredet den beliebten Paul Metzler (Chris Klein), als Gegenkandidat anzutreten. Als dritte im Bunde stößt bald Pauls lesbische Schwester Tammy (Jessica Campbell) hinzu, die jedoch nur aus Rache antritt, weil Paul Tammys Angebetete Lisa (Frankie Ingrassia) zur Freundin hat. Der Wahlkampf verläuft chaotisch und wirbelt vor allem Jims Privatleben gehörig durcheinander.

"Election" zieht nicht nur viele Teeniekomödien durch den Kakao, sondern ist auch als Politsatire auf den Wahlkampf zu sehen, wo mit allen Mitteln vorgegangen wird. Die Figuren wurden dabei stellenweise übertrieben dargestellt, besonders auffällig an der Streberin Tracy Flick, die als beleidigte Leberwurst Sachen anstellt, die in der Realität kaum vorstellbar sind.

Der Film hält nur wenige richtige Lacher bereit, die aber zünden. Am komischsten ist für mich die Szene in der vollbesetzten Turnhalle, als jeder der Kandidaten sich und seine Ziele vorstellt und Tammy am meisten bejubelt wird, obwohl ihre Vorstellungen einer Schülervertreterin sehr "eigenwillig" sind. Außerdem beweist Jungstar Chris Klein in dieser Sequenz sein komisches Talent, als er total hilflos und beschämt seine Rede Wort für Wort von einem Zettel abliest. Lobenswert, dass der Film keine richtig miesen Kalauer besitzt.

Unterhaltsam bleibt die Sache fast zu jeder Zeit. Auch dadurch, dass nicht nur auf den Wahlkampf beleuchtet wird, sondern auch das Privatleben der Akteure, vor allem das von Matthew Broderick, der als Sympathiefigur agiert und alles genauso macht, wie der Zuschauer es wahrscheinlich auch machen würde, aber am Ende doch mit leeren Händen dasteht.

Reese Witherspoon war für ihre Rolle für den Golden Globe nominiert, und das zurecht. Toll, wie sie die überehrgeizige Streberin Tracy Flick darstellt. Die übrige Besetzung kann sich auch sehen lassen: Matthew Broderick wie schon erwähnt als liebenswerter, aber im Grunde doch hilfloser Vertrauenslehrer oder Jessica Campbell als fiese Lesbin. Ein bisschen enttäuschend agiert Chris Klein, der zwar bemüht ist, aber ziemlich hölzern wirkt. Dafür hat er trotzdem zwei der besten Szenen des Film inne (Ansprache in der Turnhalle, Gebet).

Somit bleibt ein sympathischer und unterhaltsamer Film, der für 90 Minuten seine eigenen Sorgen vergessen lässt. Eine intelligente Satire, die sich angenehm vom Teeniefilm-Einheitsbrei abhebt und dem Zuschauer interessante Charaktere vorstellt. Am besten nicht zuviel erwarten und sich überraschen lassen, dann ist ein kurzweiliger Filmabend sicher.


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