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Imposter, The (1975)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 15.07.2013, seitdem 148 Mal gelesen




Inhalt:

Die Brüder Tseng Yu (Wang Chung) und Tseng Ken (Li Hsiu Hsien) wachen beritten über einen Familien-Treck in dessen Besitz sich eine Kiste mit 30.000 HK$ befindet.
Plötzlich gerät dieser Treck in den Hinterhalt einer Diebes-Bande. Nach brutalem Kampf sind die beiden Brüder bewusstlos, als die berittene Polizei unter der Leitung von Captain Lo (Chen Kuan Tai) eintrifft.
Alle Familien-Mitglieder sind tot, und Tseng Ken wird für einen der Mörder gehalten. Er wird arrestiert und nach brutalen Verhören zum Tode verurteilt!

Tseng Yu, der dem ganzen entgeht, weil er in einem abgelegenen Teil der Schlucht bewusstlos lag, versucht verzweifelt seinem Bruder zu helfen. Dieser hatte ihm in der Todeszelle gesagt, dass ein gewisser Ge Liang (David Chiang) ihm helfen könnte. Dieser Ge Liang ist aber unauffindbar. In seiner Verzweiflung will Tseng Yu Selbstmord begehen, doch rettet ihn eben jener Ge Liang!

Dieser Ge ist der "Imposter", ein Hochstapler und Blender wie er im Buche steht. Er versteht es geradezu virtuos, seine Umwelt zu narren, indem er in immer neue Verkleidungen und Rollen schlüpft.
Er will den Brüdern helfen. Erster Ansatzpunkt ist die Verletzung am Bein des Anführers der Bande, die Tseng Ken diesem beifügen konnte.

Verkleidet als der bekannte Verbrecher "One-eyed dragon" sucht Ge Liang diverse Verbrecherbanden auf, stellt sie zum Kampf und sieht sich die Beine der Anführer an. Die Suche endet zunächst ergebnislos....

Da gibt ihm die Edelprostituierte Su Su (Chan Ping) entscheidende Tips.
Die Spur führt zu den Banden-Oberhäuptern Ko (Shut Chung-Tin) und Huang (Tung Lam), die sich spinnefeind sind. Es gelingt Ge Liang in diversen Maskeraden Unruhe zu stiften und Misstrauen zu säen.
Als der Zeitpunkt der Hinrichtung Tseng Ken´s da ist, narrt Ge sogar Polizei-Chef Lo, indem er als Polizei-Inspekteur Chen auftritt und durch ein fingiertes Schreiben einen Aufschub der Hinrichtung erwirken kann.

Letztendlich wird immer offensichtlicher, dass Lo mit Ko und seiner Bande kollaboriert.
Die Ereignisse überschlagen sich nunmehr..., Lo will nunmehr mit niemandem mehr teilen und reißt sich nach blutigem Kampf die 30.000 HK$ an sich.
Derweil gelingt es Ge mit Hilfe der reizenden Su Su die Gefängnis-Wachen zu überrumpeln und die Tseng-Brüder (Tseng Yu wurde mittlerweile ebenfalls inhaftiert) zu befreien.

Ein Show-Down mit Lo steht Ge aber noch bevor........


Fazit:

Der Streifen "The imposter" ist ein Film der mir nur bedingt gefiel. Der Film Pao Hsue-Li´s, 1975 für die Studios der Shaw Brothers entstanden hat etliche starke Momente, doch ist die Story um den Hochstapler "Ge Liang" ziemlich umständlich arrangiert. Dem ganzen fehlt es vor allem im Mittelteil eindeutig an Drive..., etwas zäh plätschert die Story, die sich fast zu verheddern droht, vor sich hin..., es ist auch kein richtiger Eastern..., mehr eine Verwechselungskommödie mit einigen KungFu-Fights, die Pao hier auf die Leinwand zimmerte.

Gemächlich gestaltet Pao Hsue-Li den Aufbau der Handlung seines Films, das hätte Pao mal zackiger gestalten sollen, ja müssen.
Auch die Fights kommen nicht ganz ohne Kritik aus. Die Kämpfe sind rau und reell inszeniert, ganz passables KungFu..., einiges macht Laune..., doch ist der Show-Down viel zu kurz geraten, ein klares Manko.
Mann..., da hat Pao Hsue-Li solche Eastern-Granaten wie David Chiang und vor allem Kampf-Sau Chen Kuan Tai vor der Linse..., das hat doch Klang..., und dann holt Pao hier so wenig heraus...

Zwar ist die Idee den Fight an den Strand zu verlegen sehr schön, ala David Chiang vs Ti Lung in "The pirate" ("Die Teufelspiraten von Kau-Lun" -siehe mein Review auf dieser website), doch das ganze hätte gedehnter sein müssen, zumal die beiden Shaw-MegaStars ihr Können mehr als andeuten, und dieser Streifen noch mehr Drama am Ende benötigt hätte.

Soweit mal die nicht zu unterschätzenden Mankos.

Der Film ist ja nicht schlecht, er macht auf der kommödialen Linie ja noch Laune. Die Story ist letztendlich, wenn auch mit inszinatorischen Schwächen, sehr originell. David Chiang liefert hier Wandelungsfähigkeit par excelence..., es macht ihm Spaß, den merkt der Zuschauer, er schlüpft in diverse Verkleidungen und spielt verschiedenste Rollen. Zwar irgendwie merkwürdig, dass keiner was merkt, aber na ja..., da sieht man irgendwann drüber hinweg.
Mal Bettler, mal Polizei-Inspekteur, mal hunnenartiger Verbrecher, mal schmieriger Puffgänger. Also das hat schon Laune gemacht. Mit verschmitzt-gewitzter Raffinesse narrt er Villains und Mitbürger allenthalben.

Darstellerisch steht ihm Chen Kuan Tai in nichts nach. Als korrumpierter Polizei-Chef buckelt er nach oben, als es galt dem -falschen- Polizei-Inspekteur zu gefallen, und tritt nach unten gegen seine Untergebenen. Außerdem ist er natürlich der Villain, skrupellos und habgierig, und das bringt Chen so überzeugend rüber wie alles andere.

Wang Chung und Li Hsiu Hsien (aka Danny Lee) spielen ihre Rollen solide. Eher haften blieben da die Gast-Auftritte illustrer Shaw-Stars:
Ku Feng..., ist hier in einer sehr kleinen Rolle zu sehen, er ist einer der Banden-Chefs, die ihr Bein David zeigen sollen. Nur ist Ku Feng gerade beschäftigt..., mit Sex.  David gesellt sich ganz ungeniert mit auf´s Bett und sagt: "Zeig mal dein Bein." Die Dame unter Ku Feng tut´s..., doch das Bein war nicht gemeint..., nach der Nummer folgt Ku Feng´s haariges Bein zum Beschau durch David...., eine irgendwie unglaubliche Szene.

Chan Ping.... sie hat einen ganz geilen Auftritt. Sie ist die Edelhure "Su Su", und zeigt dem Betrachter ihre sagenhafte Figur..., auch oben ohne. Also wer Chan Ping abblitzen lässt, muss schon mit Dayan Kodua liiert sein... ;-)

So hieven einige starke Momente diese Verwechselungs-Kommödie noch auf eine etwas mehr als mittlere Note. Der Streifen ragt aus dem Shaw-Nachlass nicht heraus, ist kein richtiger Eastern..., und für den namhaften Cast doch etwas dünn.

Einige coole Fights, witzige Verwandelungen zum Schmunzeln, David Chiang und Chen Kuan Tai, wenn auch durch das Drehbuch unter ihren Möglichkeiten gehalten, sowie Chan Ping´s Busen sorgen denn noch für wohlwollend hochgerechnete 6/10 Punkte in meiner Bewertung. Eastern-Fans greifen zu anderen Streifen der beiden Hauptdarsteller....

 


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