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Mad Max II - Der Vollstrecker (1981)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 02.05.2002, seitdem 2231 Mal gelesen



Gut, die Filme haben Mel Gibson zum Weltstar gemacht und die Billigfilmindustrie für ein paar Jahre in die Endzeit versetzt, darum sollte man mit "Mad Max" nicht zu hart ins Gericht gehen, aber daß der Film sich deutlich überlebt hat, kann man schon konstatieren.

Nachdem der erste Teil ja noch kurz vor dem Ende unserer bekannten Zivilisation einzuordnen war, ist Nr.2 schon deutlich auf der Scorched Earth anzusiedeln, der enormen australischen Wüste, wo Gibson mit einem alten V8 durchs Ländle brettert, immer auf der Suche nach zu jungen Führerscheinbesitzern, die von der Piste abgekommen sind, um ein wenig am Tank zu zapfen.
Millers zweiter Teil hat bereits alle Elemente, die auch später ein guter schlechter Endzeitfilm enthalten mußte: den wackeren Einzelkämpfer, die Gruppe Hilfloser (hier im Besitz einer Handmade-Raffinerie), eine fiese Gruppe gewissenloser, mörderischer Durchgeknallter, exotische Fahrzeuge, jede Menge Speed und kein Hirn.

Das ist bei Mad Max 2 ebenso erlesen vorhanden, wie dämlich von Grund auf. Das Drehbuch kann man von vorne bis hinten nach 10 Minuten voraussagen, hat es doch sämtliche Söldner- und Desperadoklischees aus Kriegs- und Westernfilmen brav assimiliert.
Da weigert sich Gibson denn auch gerade lange genug bis zum Showdown aus mehr als treibstoffbedingten Gründen, den Eingekesselten zu helfen und präsentiert sein gutes Herz erst, als die Bösen seinen Hund erschießen und sein Auto verschrotten.

Dann aber geht's rund und das Beste am ganzen Film sind dann auch die gnadenlosen Materialschlachten auf dem staubigen Highway, wenn Max an Bord seines Trucks alles niederwalzt, was nicht schnell genug explodiert. Da geht es mit aller gebotsmäßigen Härte und auch reichlich Blut zur Sache, was beinahe vergessen läßt, das es vorher streckenweise recht öde (in der Exposition) bzw. recht albern war (die Episoden bei den Raffinisten).

Allerdings muß man sich durch die erst mal durchkämpfen: ein grunzendes Dschungelkind mit einem Metallbumerang; reichlich buttrige Blondies im zerrissenen Jogginganzug und eine ganze Kollektion so sorgfältig zurechtgeflickter Abrißkleidung, daß sie nur unecht wirken kann. Der böse Mann Nr.1, Humungus (man mische lateinisch Erde und Pilz...) trägt immer eine grollige Maske und dürfte die Macher von Jason Vorhees nachhaltig beeindruckt haben und sein Hilfsschorse grunzt wie wild, weil seinem blondierten Sozius der Schläfenlappen ventiliert wurde.

Am Ende sind die meisten in Sicherheit, die Bösen tot und Maxi steht in der Wüste und marschiert gen Sonnenuntergang, Diesel im Gepäck, nur das Trinkwasser hat er unterschlagen. Na, denn...

Wie gesagt, im Rückblick mag das ein Meilenstein gewesen sein, heute wirkts unfreiwillig komisch und auch Gibson tut gut daran, viele Meilen zwischen sich und Teil 4 zu bringen. (6/10)


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