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Shallow Ground (2004)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 16.11.2005, seitdem 765 Mal gelesen



Ein Sheriff packt mit seinen Leuten gerade die Sachen, um den Posten im Wald dicht zu machen, als ein nackter, von oben bis unten mit Blut überströmter Junge herein platzt. Der sagt kein Wort und doch macht sich Unbehagen breit, nicht nur darüber, von wie vielen Menschen das Blut stammt. Mit dieser ungewöhnlichen Ausgangssituation schafft dieser bemerkenswerte Streifen von Anfang an eines, nämlich eine ihm eigene Atmosphäre, die den Zuschauer selten in Sicherheit wiegt und ihn lieber zwischen Mysteryphänomen und Backwoodterror hin und her schaukelt. Wie passt es nun am Ende zusammen ist die große Überschrift angesichts der Überproduktion an fremdem Blut, welches der Junge in der Welt der Horrorwälder verteilt, seinen Kollegen andernortens oder den Vermissten wie der jungen Frau, die dort vor einem Jahr dem Sheriff abhanden kam. Die halluzinatorischen Rückblenden geben etwas Aufschluß darüber, dass es sich eigentlich nur um einen Psychopathen handeln kann, der Frauen und Kinder im Wald jagt, aufhängt usw. Und sind wir mal ehrlich: Wir sind uns doch von Anfang an darüber im Klaren, dass Ordnungshüter Jack, auf dem sie alle herumtrampeln, endlich seinen Mann stehen und die Sache ins Reine bringen wird. Doch dazu gehört erstmal Licht in die Sache gebracht, rein formal gibt es davon estaunlich viel, denn Regisseur Sheldon Wilson verzichtet auf Nachtszenen, die so manchem Szenario mit seinen exzellenten Spezialeffekten vielleicht noch mehr unheimliche Stimmung verpasst hätten. Bei blutverschmierten Zeitungsausschnitten an der Wand, Angelhaken im Fleisch und bereits im Vorspann einem ganzen Batzen zusammengeflickter, hämatomunterlaufener Leichen kommt einem zwangsläufig Marcus Nispels "Texas Chainsaw Massacre" in den Kopf, doch das Drehbuch will mehr als Eindimensionalität und erreicht dabei die große Verwirrung. Denn wer den großen Aha-Effekt erwartet, wird mit einer halbgaren, schicksalhaften Auflösung abgespeist, was den guten Ansatz mehr als überschattet. Großes Lob verdienen die Spezialeffekte, die dreckig, blutig und morbide wirken, da gibt es schon in den ersten Sekunden manch nettes Standbild, während man nicht auf viele Splatterffekte zu warten braucht. Es hätte ein wirklich guter Film werden können, dem man so zumindest attestieren kann, aus einem relativ geringen Budget einen optisch ansehnlichen Streifen kreiert zu haben. Bleibt die Spannung, was Sheldon Wilson in Zukunft mit vielleicht sorgfältigeren Drehbüchern und etwas größerem Budget hervorbringt.

Fazit: Was auch immer der Film sein will, er ist in aller Unschlüssigkeit eine willkommene Abwechslung im Einheitsbrei von Serienslashern, die den Wald durchkämmen. 5/10 Punkten


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