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Armee der Finsternis, Die (1992)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 02.02.2005, seitdem 784 Mal gelesen



Ein Mann kämpft gegen die Tücken des Mittelalters – und seine eigene Dummheit.

Direkt im Anschluß an die Ereignisse aus dem zweiten Teil der „Tanz der Teufel“ – Serie findet sich der Held Ash, gewohnt solide hier Bruce Campbell, im Mittelalter wieder. Rettung gibt es nur, wenn er das Necronomicon birgt, denn der weise Mann der Burg kann daraus einen Rückkehrzauber erwirken. Leider nur macht Ash bei der Bergung des Buches einen kleinen Fehler, und schon erhebt sich die Armee der Toten aus ihren Gräbern, um Ash und seinen Verbündeten das Necronomicon zu entreißen. Aber Ash mag zwar ein wenig dumm sein, ist jedoch kein Feigling, und so gelingt es den Verbündeten, die Totenarmee wieder in die Gräber zu befördern – und Ash kann in seine Zeit heimkehren...wenn da nicht nur die kleinen Fehler wären.

In der Kurzfassung der Kritik dürfte man es etwa so ausdrücken: gewohnt gute Unterhaltung, aber angepaßt an den Mainstream. Army of Darkness ist kein Horrorfilm mehr, aber auch keine Horrorkomödie, sondern eher ein Ritterfilm mit einigen übernatürlichen Elementen. Und das ist schade, denn gerade die erste Hälfte des Films besticht durch innovative Witzeleien, ganz besonders herausragend hier die Duelle von Ash mit aus einem Spiegel gestiegenen Miniatur-Ash-Figuren, das hat etwas anarchisches wie bei Tom & Jerry. Hier passen auch die unterhaltsamen Oneliner der Hauptfigur, und die mittelalterliche Umgebung ist nur die Bühne für Witzeleien und Komik. Leider aber hat der Film zwei Hälften...

Und als sich dann in der zweiten Hälfte die Armee der Toten erhebt, wird der Film langweilig. Schuld daran sind auch die schlechten Trickeffekte, man wollte zwar Stop-Motion wie bei Harryhausen, diese hat man aber in den Fünfziger Jahren noch besser hinbekommen. Weg ist der Witz, und für ein rohes Gemetzel, von dem man ausgehen und an dem man sich erfreuen könnte, fehlt vor allem eines: Blut und Eingeweide. Dies mag wohl das Zugeständnis von Regisseur Raimi an den Mainstream gewesen sein, aber wenn Kugel in pralle Untotenleiber einschlagen, will man es spritzen sehen. Die aus den ersten beiden Teilen der Serie erwarteten Ekeleffekte bleiben völlig aus, und so kehrt Ödnis ein, als sich Ritter und Untote bekämpfen. Da aber der Film die Summe seiner beiden Hälften ist, sollte man auch getrennt bewerten. Daraus ergibt sich einmal 9/10 und für Hälfte zwei 5/10, und nun, Mathematik für Anfänger, rechnen wir den Schnittwert aus: 7/10.


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