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Armee der Finsternis, Die (1992)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 08.10.2006, seitdem 871 Mal gelesen



Mit " Army of Darkness " vollendet Kultregisseur Sam Raimi seine Trilogie. Alle drei Filme haben heute schon Kultstatus erreicht, nur Sam Raimi enttäuscht in letzter Zeit ein bisschen. Denn dieser kümmert sich nur noch um die Realisierung von " Spiderman " und da ich den Spinnenkopf nicht leiden kann, wäre es mir lieber, wenn er sich anderen Projekten widmen würde. Sam Raimi hat in den 80er und Anfang der 90er Jahre wirklich einen Knaller nach dem Anderen herausgebracht. Und jetzt ? Er produziert als Teilhaber der Firma Dark Castle Schrottfilme wie "Boogey Man ".
Auch der dritte Teil der Teufeltrilogie ist wieder ein toller Spass, sogar noch etwas abgedrehter als die Vorgänger. Sam Raimi schrieb auch hier das Drehbuch wieder selbst mit seinem Bruder Ivan. Auch Robert Tapert bleibt der Serie als Produzent treu.

Inhalt:
Ash ( Bruce Campbell ) wurde durch einen Zeitstrudel ins Mittelalter geschleudert. Dort wird er erstmal von Rittern gefangengenommen. Um wieder in seine Zeit zu kommen, muss Ash das Necronomicon finden. Doch durch ein Versehen erweckt er eine Armee von Untoten, welche nun auf die Burg zustürmen. Doch auch diesmal legt sich Ash wieder mit den Toten an und hilft den Leuten dort sich auf die Schlacht vorzubereiten. Mit moderner Technik treten sie der übergroßen Armee von Untoten gegenüber. Diese wollen nur das Necronomicon und wenn sie es in die Hände bekommen, dann würden sie die Erde beherrschen. Doch dies muss Ash unbedingt verhindern.

Der dritte Teil hebt sich eindeutig von den beiden Vorgängern ab, er ist einfach anders und noch witziger und abgedrehter. Sogar auf Slapstick wird nicht verzichtet. Man sitzt die ganze Zeit mit einem Grinsen im Gesicht vor der Glotze und manchmal zwischendurch kann man richtig herzhaft lachen, aber ein paar Gags sind auch zu blöd geraten, aber immerhin nur Wenige. Das der Film so witzig ist, das hat er auch seiner Hauptfigur zu verdanken. Denn allein Bruce Campbell trägt diesen Film. Er verkörpert Ashley Williams mit einer derartigen Coolness und klopft Sprüche am laufenden Band. Genau diesen Charakter nimmt man ihm ab und als er sich zwischenzeitlich mal wie ein Arschloch benimmt, ist wirklich zum totlachen.

Vor allem rasant geht es hier zu. Ash kommt vom Regen in die Traufe. Erst wird er gefangen genommen und muss dort in der Burg gegen zwei Dämonen antreten. Dann macht er sich auf die Suche nach dem Necronomicon und erweckt die Armee der Finsternis und schließlich kommt es zur finalen Schlacht. Actionmäßig ist hier ne Menge geboten, obwohl es Raimi manchmal ein bisschen mit den phantastischen Einlagen übertreibt, zum Beispiel langezogener Kopf, nur mal als Stichwort. Aber ansonsten gibt es nichts zu meckern. Die finale Schlacht geht fast eine halbe Stunde und auch wieder zurück in seiner Zeit muss sich Ash noch eines Dämons entledigen. Spannend ist das Ganze leider nur mäßig und kann lang nicht mit den Vorgängern mithalten, aber manche Szene kann doch angenehm gruseln.

Auch der Gore wurde zurückgeschraubt. so hat es im ersten und zweiten Teil noch richtig gesplattert, so gibt es hier nur noch ein paar dieser Szenen zu bewundern. Diese sind nicht sonderlich blutig aber amüsant, vor allem die riesengroße, hellrote Blutfontäne aus dem Brunnen. Auch die Kettensägenattacken gegen Dämonen sind wieder vorhanden, oder gar das Hinrichten mit einer Waffe, welches aber meistens recht unblutig von Statten geht. Armee der Finsternis musste halt einer FSK 16 Freigabe angepasst werden.
Die Tricktechnik mit den Skeletten wirkt teils etwas abgehackt und man merkt, dass hier die Effekte noch von Hand gemacht wurden. Aber die Tricks besitzen Charme und sind schon beinahe nostalgisch.

Das Mittelalter gibt eine gute Kulisse für " Army of Darkness " ab. Es ist alles recht nett in Szene gesetzt, fraglich ist nur wie die Bewohner der Burg aus dem 13ten Jahrhundert so einen Stahlbrunnen bauen konnten und wie man es mit dieser Technik schafft diese Eisenhand für Ash zu konstruieren. Aber diese kleinen Fehler trüben den Spass nicht. Der Friedhof ist richtig unheimlich und natürlich wabert hier der Nebel. Eine richtig altmodische Gruselatmosphäre.
Der Score von Joseph Lo Duca ist richtig stark gworden, vor allem wenn es zur Sache geht.

Fazit:
Abgedrehter, rasanter und witziger Abschluss von Raimis Trilogie. Mächtig rasant, viel Action und humor, gemixt mit etwas Slapstick. Richtig spannend ist das Ganze natürlich nicht, aber wirklich amüsant. Die 80 Minuten vergehen wie im Fluge. Ash klopft Sprüche ohne Ende und ist cooler denn je. Dies ist einfach Bruce Campbells Paraderolle. Die Tricks sind schon etwas älter und nostalgisch leicht angehaucht, aber toll anzusehen. Die Goreszenen sind sparsam gesetzt, aber auch hier wieder effektiv, leider nicht mehr so blutig wie in den Vorgängern. Trotzdem ist " Army of Darkness " ein würdiger Abschluss der Trilogie.


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