Ansicht eines Reviews

Armee der Finsternis, Die (1992)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 29.04.2007, seitdem 715 Mal gelesen



Um Ash nicht bereits am Ende des zweiten Teiles in den Ruhestand schicken zu müssen, machte sich Sam Raimi als Regisseur erneut daran im Jahre 1993 die Trilogie der "Evil Dead" - Reihe mit "Armee der Finsternis" zu komplettieren. In gewisser Weise ist es ein vollkommen eigenständiger Film geworden, der so gut wie gar nichts mehr mit seinen Vorgängern zu tun hat. Soll aber wiederum nicht heißen das der Streifen auf seine Art und Weise nicht der Brüller wäre.

Die einzige Verbindung ist wohl die Erzählung in Form einer jugendfreien Rückblende über die letzten Geschehnisse und warum es ihn (Ash) ins Mittelalterliche England verschlagen hat. Von nun an geht der Film seinen eigenen Weg. Die Story an sich ist nicht wirklich berauschend, braucht es aber auch gar nicht. Die Aneinanderreihung der Geschehnisse oder sollte man sagen der Mischgeschicke Ash´s sind allemal ausreichend um einen doch recht amüsanten Filmeabend erleben zu dürfen. Blut, Gewalt und Ekel such man hier vergebens. Zum Schreien sind hingegen wohl eher die Sprüche und Gesten, welche Andeutungsweise im zweiten Teil ja auch bereits vorhanden waren.

Weitaus ansehnlicher sind inzwischen aus die Spezialeffekte geworden. Mit Ausnahme der doch sehr stählern wirkenden Skelette bei schnellen Bildern machen sämtliche Dämonen und trotz allem auch die Untoten einen ganz netten und Glaubhaften Eindruck. Und irgendwie liegt über dem ganzen Film doch ein gewisses „Tanz der Teufel“ – Flair. Teils etwas düster und einfach, andererseits durchaus gekonnt in Szene gesetzt. Manche Szenen mögen einem dabei durchaus vertraut vorkommen. Sei es z.B. die Auseinandersetzung mit sich selbst in bzw. nach der Windmühle und natürlich nicht zu vergessen eine mehr als gelungene und verdammt Enge Verfolgungsjagd durch den Wald. Hieran hat der Film auf keinen Fall an Qualität verloren, im Gegenteil: Er hat sogar noch um ein Gutes zugelegt.

Wie bereits erwähnt, ist Ash der absolut Hauptdarsteller in jeglicher Hinsicht. Ein große Klappe mit einem zum Teil etwas verschobenen Gesicht lassen ihn durch seinen Hochmut den Film doch seine ca. 80 Minuten andauern. Hätte er die drei Worte nicht nur „in so ähnlicher Form“ ausgesprochen (aus Nakto wird Nudels usw.)...wer weiß wie es wohl gekommen wäre. So muss er sich gegen lustige Skelette auf dem Friedhof, beißende und fliegende Necronomicons sowie einer ganzen Armee Untoten stellen. Aber trotz seiner dämlichen Art vermag er natürlich auch dieses Abenteuer heil zu überstehen.

Im Endeffekt ergibt sich dabei mit „Armee der Finsternis“ ein mehr lustiger und zum schreien komischer, als gruseliger oder gar Gore-trächtiger Streifen. Sozusagen einen nette Fantasy-Horrorkomödie, dies allerdings auch sehr hohem Niveau mit Seltenheitswert.


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Schilli" lesen? Oder ein anderes Review zu "Armee der Finsternis, Die (1992)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von Schilli

Zurück


Copyright © 1999-2017 OFDb.de - Die Online-Filmdatenbank
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

784 Besucher online


SSL  SSL-gesicherte
Verbindung aktiv


Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Whole Truth - Lügenspiel, The (2016)
Väter und Töchter - Ein ganzes Leben (2015)
Herr der Ringe, Der (1978)
Veronica - Spiel mit dem Teufel (2017)
Schatten, Der (1934)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich