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Armee der Finsternis, Die (1992)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 31.10.2003, seitdem 1149 Mal gelesen



"Armee der Finsternis" ist der bislang letzte Teil der "Tanz der Teufel" - Saga von Sam Raimi. Raimi schafft es hier perfekt die Grantwanderung zwischen Horror und Komödie zu machen.

Nachdem Ash am Ende von Teil 2 in einen Zeittunnel gesogen wurde, landet er samt Auto im tiefstem Mittelalter. Von den Ritterleuten wird er f√ľr einen Feind gehalten und reiht sich in die Kette der gefangenen Mannen um Sir Henry ein...getreten, bespuckt von der √∂rtlichen Burgbev√∂lkerung soll auch ihm ein grausames Schicksal widerfahren: die Grube. In dieser hausen D√§monen; doch wer ist Ash samt Kettens√§ge? Richtig - einer der diesen einheizt und sich tapfer schl√§gt. So scheint er "der Auserw√§hlte" zu sein. Der Mann der das "Necronomicon" besorgt und so dem B√∂sen Einhalt gebieten kann. Doch Ash ist nicht Ash, w√§re er nicht ein wenig schusselig...und so erweckt er die "Army of Darkness", die von seinem "b√∂sen Ich" angef√ľhrt wird - um das "Necronomicon" zur√ľckzuerobern...

"Army of Darkness" ist wie gesagt der dritte Film der "Tanz der Teufel" - Saga und mit der beste nach Teil 1. War Teil 1 noch handfester Splatter, Teil 2 eine Mischung aus harten Effekten und leichten ironischen Einlagen, so ist "Army of Darkness" eher seichterer Gangart mit viel Humor. Ich w√ľrde sogar fast sagen, das hier weniger Horror, sondern vielmehr Dark Fantasy ist.

Der Film lebt - darstellertechnisch - von Bruce Campbell, der Ash spielt. Und das so herrlich √ľberzogen arrogant, das es eine wahre Freude ist. Der sympathische Supermarktverk√§ufer dr√ľckt dem verdutzten Mittelaltermannen einen Spruch nach dem anderen und allein die "Windm√ľhlenszene": g√∂ttlich! Klar, dass √∂fters auch Klamauk angesagt ist; dieser passt aber meist und es wirkt nie albern. Trashig eher - aber dieser "Trash" durchzieht sich durch den ganzen Film. Beispiel: die Skelette. In sch√∂nster Stop-Motion-Manier ersteigen sie ihren Gr√§bern. Lieber so als mit CGI-Effekten, welche eigentlich kaum im Film vorkommen. Auch Masken und (die wenigen) Bluteffekte sind handgemacht. Blut...sieht man in diesem Teil auch gar nicht. Das mag zwar den einen entt√§uschen, der den ersten Teil damit vergleicht, doch es tut dem Sehvergn√ľgen keinen Abbruch.
Auch restliche Bauten wie z.B. der Friedhof haben einen "alten Charme", die Burg oder Kost√ľme sehen jedoch passabel aus. Nat√ľrlich gibt es auch in "Army of Darkness" wieder die halsbrecherische Kamerafahrt aus der Sicht des B√∂sen als Ash verfolgt wird. Solche Szenen sind stimmig und haben so etwas wie Spannung - leider durchzieht sich diese nicht durch den Film; man bangt kaum um Ash -denn der hat eh die Tr√ľmpfe AN der Hand!

Fazit: Gelungene Horrorkom√∂die; f√ľr Fans der Serie unentbehrlich!


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