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Armee der Finsternis, Die (1992)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 28.02.2004, seitdem 1591 Mal gelesen



Mit „Armee der Finsternis“ schließt die „Tanz der Teufel“-Trilogie auf nette, wenn auch sehr abgedrehte Weise ab.
Supermarktverkäufer Ashley J. 'Ash' Williams (Bruce Campbell) ist nach den Geschehnissen des zweiten Teils via Zeitstrudel im Mittelalter gelandet, wo er auch auf einige zornige Ritter mitsamt Gefangenen trifft. Diese fackeln auch nicht lange und legen den verdutzen Ash kurzerhand ebenfalls in Ketten. Mit einer kleinen Einführung wird noch mal die Geschichte des Vorgängers wiedergegeben, um auch die unkundigen Zuschauer einzuweisen und nicht im Regen stehen zu lassen.
Lediglich der weise Mann unter den Rittern sieht in Ash denjenigen, der gekommen ist, um sie von der Dämonenplage zu befreien. So darf Ash nach Ankunft in der heimischen Festung direkt in einer Grube gegen Dämonen antreten, was der erfahrene Dämonenbezwinger dann mit Kettensäge und Schrotflinte erledigt und sich zusätzlich mit ein paar coolen Sprüchen Respekt unter den verdutzten Rittern verschafft. Dieser Part ist fast schon ein Sinnbild für den Film: Ein paar Splattereffekte, kruder Humor und coole Sprüche am laufenden Band, wenn auch ohne große Handlung im Hintergrund.

Ash kann sich jedoch nicht lange über die neue Ehre freuen, denn an sich will er wieder in seine Zeit und sein altes Leben zurück. Doch der weise Mann weiß Rat: Ash muss das Necronomicon besorgen, was eine Formel enthält, die ihn zurück durch die Zeit schickt, und auf der anderen Hand die Leute im Mittelalter von den Dämonen befreit. Ash zieht auf eine haarsträubende Odyssee aus...
„Armee der Finsternis“ ist ein recht unterhaltsamer Mix aus Fantasy, Horror und Komödie, wobei der Film sehr viel weniger ernst zu nehmen ist als seine beiden Vorgänger. Eine echte Handlung hat der Film eigentlich nicht: Der Spuk ist schon nach ca. 80 Minuten vorbei und es reihen sich in erster Linie nur aberwitzige Gags und ein Splattersituationen aneinander. Dies ist auch das größte Problem des Films, denn er ist so zwar recht witzig, aber es fehlt dennoch an Konsistenz und Spannung, die man bei den Vorgängern noch finden kann.
Doch von dieser inhaltlichen Flachheit mal abgesehen kann man sich über die Gags des Films dennoch recht gut amüsieren, vor allem im englischen O-Ton. In erster Linie sind es die dummen oder coolen Sprüche Ashs, der mal wieder auf ganz eigene Weise Kommentare zu seiner absurden Situation abgibt (genial: Der „Boomstick“ und natürlich „Hail to the King, Baby!“). Ansonsten gibt es noch einiges an Slapstick, wobei hier nicht alles so witzig ist. Mich z.B. haben die Szenen mit den Mini-Ashs oder dem beißenden Necronomicon nicht wirklich zum Lachen gereizt.

Die Effekte sind zwar teilweise sehr gut als Tricks zu erkennen (z.B. die Realisierung der Skelettarmee), aber dafür haben sie dennoch einiges an Charme; vielleicht gerade weil man hier noch die gute Handarbeit der Macher erkennt, die einiges an Seele beweist. Der Härtegrad ist im Vergleich zu den Nachfolgern doch relativ weit runtergefahren worden und in erster Linie werden auch hier nur Dämonen und derartiges Kroppzeug verstümmelt, doch auch die kleinen Splatterszenen sind nett anzusehen.
Bruce Campbell liefert in der Hauptrolle eine wirklich tolle One-Man-Show ab und bringt den Film so erst richtig zum Leben. Urkomisch sprücheklopfend und grimassierend kann er punkten. Die Nebendarsteller sind allesamt ganz OK, aber ihre Leistungen nichts wirklich besonderes.

Alles in allem ein unterhaltsamer, aber sehr konfuser und in der Handlung arg dünner Abschluss der Trilogie. Doch dank des äußerst witzigen Bruce Campbell dennoch ganz nettes Entertainment


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