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Lebendig gefressen (1980)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 18.09.2002, seitdem 755 Mal gelesen



Ähnlich wie „Cannibal Holocaust" zeigt „Eaten Alive" einige der grausamsten und brutalsten Szenen der Filmgeschichte. Das ist schon mal der erste Grund, wieso der Film nur ganz wenigen zu empfehlen ist. Auch in Sachen Story unterscheiden sich die beiden Kannibalenfilme kaum. In „Eaten Alive" geht es zuerst um eine Mordserie in und um New York. Nach einem weiteren Mord wird der Täter, von der Polizei verfolgt, von einem LKW überfahren. In seinen Taschen findet man eine Kamera, auf der die Adresse einer gewissen Diana steht, die seit knapp einem halben Jahr vermisst und gesucht wird. Sheila, Dianas Schwester, wird verständigt und ihr wird der Film, der sich in der Kamera befand, gezeigt. Er enthält grausame Stammesriten. Sheila will unbedingt ihre Schwester wiederfinden, sei es tot oder lebendig. Darum heuert sie Mark, der in Neuguinea lebt, an, weil dieser sich mit den Stämmen dort auskennt. Doch bald machen sie grausame und schockierende Entdeckungen.
Genau diese beiden Worte treffen für „Eaten Alive" zu: grausam und schockierend. Es werden weder so viele Perversitäten und Grausamkeiten gezeigt, wie in „Cannibal Holocaust" noch sind diese so gut und realistisch wie die in „Cannibal Holocaust", dennoch reicht es, um den Zuschauer dermaßend zu schockieren, dass einem teilweise der Atem wegbleibt und man fest schlucken muss, um die gezeigten Grausamkeiten zu verdauen. Da werden Menschen entweidet, ein Mann wird entmannt, einer Frau wird eine Brust weggeschnitten, Gedärme und Fleisch der Menschen werden in Großaufnahme gefressen usw....Wie gesagt, teilweise sehen die Goreeffekte recht anfängerhaft aus, aber das ist eher Nebensache. Sie schauen genügend realistisch und gut aus, um den Zuschauer in einen wahren Schockzustand zu versetzen. Was den allseits gehassten Tier-Snuff angeht, ich verabscheue ihn auch, aber ich muss leider gestehen, dass ich schon denke, dass das alles echte Tiere waren. Was soll es sonst gewesen sein? Ich glaube nämlich kaum, dass damals die technischen Mittel schon so hoch waren, um solch realistische Nachbauten und Atrappen von Tieren zu schaffen. Egal, ob Krokodil oder ein Lurch, beide sehen sehr authentisch aus, als sie von den Einheimischen entweidet und gehäutet werden. Natürlich ist dieser Aspekt ein großer Minuspunkt, obwohl auch dieser enorm schockiert. Viele werden den Film aufgrund dieser und auch der Goreszenen wegen „Eaten Alive" abgrundtief hassen, das ist teilweise auch nachzuvollziehen. Dennoch gibt es einige, wie mich, die den Film als ganz gelungen bezeichnen. Natürlich nicht deswegen, weil er so brutal und abstoßend ist, sondern eher, weil „Eaten Alive" erstens für seine Verhältnisse recht kurzweilig ist und weil der Punkt mit den Stammesriten doch ganz interessant ist. Dass diese ultrabrutal sind, bezweifelt sicher keiner. Ich finde aber nicht, dass die Grausamkeiten und Perversitäten selbstzweckhaft und aus Gründen des Kommerzes in den Film reingebracht worden sind, sondern eher, weil er realistisch und authentisch sein wollte. Das Ganze ist insgesamt sicher nicht so gut wie das, was einem in „Cannibal Holocaust" geboten wird, zeugt von mehr Realität und die Story ist da noch überzeugender und besser, weil während des Hauptfilms ja eigentlich keine brutalen Szenen vorkommen, nur in dem aufgezeichneten und gefundenen Material. Bei „Eaten Alive" sind diese Szenen in die richtige Rahmenhandlung eingebaut, was dem Film zwar nicht schadet, ihm aber ein wenig die Glaubwürdigkeit nimmt, obwohl er dennoch realistisch bleibt. Außerdem gibt es dort einen Bösewicht, was auch nicht unbedingt Sinn des Ganzen ist. Alles in allem aber ein Werk, das zu den schockierendsten gehört, Pornos und Snuffs jeglicher Art natürlich ausgenommen, die je geschaffen wurden. Zwar brutaler als „Braindead", „Muttertag" und die ganzen bekannteren Sachen dieser Art, aber dafür weitaus realistischer und unzugänglicher. Dass das ganze Gewalt ist, steht natürlich nicht zur Debatte. Sie wird aber insofern nicht unbedingt verherrlicht, weil es teilweise Fakt und Realität ist. Teilweise!! 6/10 Punkte


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