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I, Robot (2004)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 12.08.2004, seitdem 449 Mal gelesen



"I, Robot" erfüllt exakt die Erwartungen, die ich in ihn setzte. In Unkenntniss der Romanvorlage sah ich ein durchweg unterhaltsames Science-Fiction-Movie, welches neben dem standesgemäßes Smith-Klamauk durchaus tiefgründigere Ansätze bietet und in Kombination mit der schicken Optik, den gelungenen Effekten und einer guten Portion Action für einen rundum gelungenen Kinoabend sorgte. Mann muss den Machern freilich zugestehen, keine toternste, anspruchsvolle Utopie ala "1984" auf Leinwand bannen zu können - Ein solcher Film wäre insbesondere an amerikanischen Kinokassen traditionell zum Scheitern verdammt. So tat man das aus kommerziellen Gesichtspunkten einzig Richtige und mixte ernstes Thema und hollywoodgerechtes Effektspektakel zu einem schmackhaften Ganzen, das zudem mit Zugpferd und Bad Boys Will Smith einen Garant für hohe Zuschauerzahlen besitzt. Und der Plan ging auf: "I, Robot" hat den Spagat geschafft und sorgt mit witzigen Szenen, durchgestylter Action und einer gut verpackten Botschaft für Wohlwollen. Das oft kritisierte Product-Placement von Audi, JVC und Sportschuhen viel mir zudem wesentlich weniger störend auf als vielen Anderen; Wenn man nicht gezielt auf diese Momente wartet, fällt es in deutlich geringerem Maß auf als man zunächst denken mag!
Was mir jedoch insgesammt negativ auffiel, war die Tatsache, daß der Film trotz aller Vorzüge etwas seelenlos bleibt und die kritischen Ansätze nicht weit genug verfolgt. Irgendwie liess mich nach dem Film das ungute Gefühl nicht los, hier etwas zwar Unterhaltsames gesehen zu haben aber gleichzeitig auch Etwas, was ich in wenigen Tagen wieder vergessen hab. Natürlich liegen die Gründ hierfür im Eingangs erwähnten Kommerz aber der ist nunmal leider fast "gottgegeben" in Hollywood...
Ohne Fehl und Tadel die Darstellerriege: Will Smith muss man einfach gern haben und Bridget Moynahan sorgt für den nötigen EyeCandy-Effekt. Hier hat man eine gute Wahl getroffen, die durch die Nebencharktere vom kühlen USR-Boss bis hin zum erfahrenen Polizeicheff und nicht zuletzt den Robot sehr passend ergänzt werden.
Regisseur Alex Proyas muss sich von seiten seiner Fans sicher den Vorwurf gefallen lassen, hier keinen düsteren SF-Reißer geschaffen zu haben aber in dieser Hinsicht hatten sicherlich die Produzenten das entscheidende Wort zu sprechen. Rein technisch auch von ihm eine gewohnt sehr solide Leistung.

Insgesammt ist "I, Robot" gelungen. Selbst die humorigen Einlägen stören weniger als befürchtet und die Action stellt die in sie gesetzten Ansprüche zufrieden - wobei plakative Gewalt praktisch keine Rolle spielt. Diejenigen, die einen tiefgründigen Film erleben wollen, bekommen zumindest in Ansätzen etwas geboten womit beim Verlassen des Kinosaals sicher niemand völlig unzufrieden sein wird!


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