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Silent Assassins (1988)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 06.11.2006, seitdem 882 Mal gelesen



Jun Chong und Phillip Rhee produzierten mit anderen „Silent Assassins“, spielten zwei der Hauptrollen, als werbewirksamere Namen verpflichtete man aber vor allem Sam Jones und Linda Blair.
So steht der Polizist Sam Kettle (Sam Jones) vom LAPD auch mit Mittelpunkt des Geschehens und der Plot beginnt mit einem Undercovereinsatz gegen den Gangsterboss Kendrick (Gustav Wintas). Der hat sich jedoch Verstärkung in Form professioneller Meuchelmörder besorgt, welche mehrere Cops, darunter auch Sams Partner, einfach umnieten. Was folgt, ist Klischee pur: Sam hängt mit Freundin Sara (Linda Blair) rum, trauert und will den Dienst hinschmeißen, also fehlt noch das reaktivierende Element.
Dies kommt in Form der Entführung von Dr. Terence London (Bill Erwin), einem brillanten Biochemiker, daher. Weil der gute Doc an der Entwicklung einer bahnbrechenden Formel beteiligt ist, wird er von den Killern entführt, welche seine Bodyguards sowie ein anwesendes koreanisches Paar verhackstücken und die Tochter des Paares gleich mitkidnappen. Also steht kurz darauf der Sams Chef auf der Matte, bei Erwähnung des Namens Kendrick ist der gleich Feuer und Flamme, womit schon mal Auftakttrauma und sonstige Präliminarien abgehakt wären.

Sam beginnt zu ermitteln, wobei er sich bald mit dem koreanischen Künstler Jun Kim (Jun Chong), der Onkel des entführten Mädchens, zusammentun muss. Doch Kendrick schickt die stillen Assassinen los, um sich bei der beiden zu entledigen...
Eine halbwegs professionelle B-Riege hat sich für „Silent Assassins“ ja zusammengefunden und so bekommt man hier gute Routine geboten. Sam Jones spielt seine übliche Rolle als megaharter Cop, Linda Blair hingegen ist als Heldenfreundin kaum zu sehen und wohl nur wegen ihres Namens mit an Bord. In einer Nebenrolle darf mal wieder Mako mittun, der ebenfalls eine ordentliche Performance hinlegt. Jun Chong ist OK, Phillip Rhees Bruder Simon ist in einer kleinen Rolle als einer Killer zu sehen und auch Phillip Rhee selbst spielt ganz solide, aber er ist doch noch schwächer als in seiner Rolle in den „Best of the Best“-Filmen. An diese kommt „Silent Assassins“ leider auch nicht ganz heran, was an mehreren Faktoren liegt.
Die schlappe Story kann dabei noch am ehesten verzeihen, denn die ist ja im B-Bereich minder wichtig. Die Ermittlungsarbeiten der Protagonisten halten sich in Grenzen, ganz unwichtig sind sie aber nicht, wie sich gegen Ende herausstellt. Auch nett die Andeutung gegen Ende des Films, die für die Verhältnisse des Films überraschend subtil daherkommt. Die meiste Zeit über müssen sich die Helden jedoch irgendwelcher Mordanschläge erwehren, ehe dann am Ende effektiv zurückgeschlagen wird, jedoch besitzt die Chose immerhin einigen Drive

Leider ist die Action anfangs etwas dünn gesät, gerade die ersten Attentate sind verschwindend kurz und auch nicht allzu spektakulär. Erst im letzten Drittel packt „Silent Assassins“ die Actionkeule aus und lässt es mit der blutigen Erstürmung eines Anwesens sowie dem ausufernden Showdown richtig krachen. Es wird routiniert geballert, einige Explosionen lockern das Ganze auf, vor allem aber wird im Nahkampf agiert. Die Choreographien sind keine Spitzenklasse, meist aber OK. Ein paar Ninjawaffen kommen auch zum Einsatz, was den Kämpfen einen ordentlichen Härtegrad beschert, einige Aktionen (Einhacken auf eine Leiche, Handamputation) driften sogar ins Splattrige ab.
Leider ist die Regie des Ganzen etwas dürftig, was auch die Actionszenen etwas abwertet. „Silent Assassins“ hat zu jeder Zeit einen totalen Low Budget Look, auch die Locations sehen immer sehr karg aus und sonderliche Sorgfalt bei der Regie ist auch nicht zu merken. So fallen extreme Anschlussfehler (von einer auf die andere Szene verschwindende Statisten) auf und auch Logiklücken wie ein quasi selbst nachladender Raketenwerfer machen sich bemerkbar.

Fans von Sam Jones oder Phillip Rhee können durchaus einen Blick riskieren, denn „Silent Assassins“ ist nicht unbedingt aufregende, aber auch relativ längenfreie Genrekost. Der Look ist zwar zu Low Budget und die Story gewinnt keinen Blumentopf, doch immerhin kann dieses kleine dreckige B-Picture mit netten, relativ harten Actionszenen aufwarten. 5,5 Punkte meinerseits.


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