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Ilsa - Die Tigerin (1977)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 15.02.2005, seitdem 1103 Mal gelesen



Sibirien 1953: Das Land wird von Stalin regiert, politische Gegner in Gulags gehalten. In einem dieser Arbeitslager, Gulag 14, müssen die Inhaftierten die sadistischen Phantasien von Ilsa (Dyanne Thorne) erdulden. Auch den furchtlosen, idealistischen Generalssohn und den politisch verfolgten Intellektuellen trifft die menschenverachtende Behandlung, denn tagsüber geht man den üblichen Folterbetätigungen nach, nach Nazideutschland im ersten und orientalischem Harem im zweiten Teil nun in eisiger Umgebung. Mit einer kurzen, aber heftigen Splatterattacke am Beginn verspricht dieses Sequel mehr, als es hält. Äußerst gelungen wirkt trotzdem, wie der Kopf eines Querulanten zerschmettert wird, damit der Haustiger über eine Blutablaufrinne den roten Saft lecken kann. Auch das Armdrücken mit Kettensäge kann sich sehen lassen, die SFX sind qualitativ deutlich besser geworden. Ilsa dagegen macht mal wieder am liebsten mit ausgewählten Beteiligten rum, dieses mal als Dreier. Die Rahmenhandlung ist im Vergleich zu den Vorgängern wie gehabt, nämlich banal, wenngleich das Drehbuch versucht, durch einen Zeit- und Ortssprung etwas Neues zu schaffen. Tatsächlich zerfällt der ganze Film bloß in zwei Teile, die nicht recht zusammenpassen wollen, wenn über 20 Jahre später Ilsa mit ihrer Crew in einem Bordell arbeitet und ausgerechnet die unliebsamen Gegner von damals hereinschneien. Zumindest konnte man damit offiziell in den Kulissen von Montreal weiterdrehen, außer der entsprechenden Atmosphäre für Sleazefreunde macht das allerdings kaum etwas her. Etwas "James Bond"-Ripp-Off und etwas psychedelische Gehirnwäsche, der kalte Krieg zwischen Kanadiern und Russen wird geführt, als wolle Regisseur Jean LaFleur zu guter Letzt doch noch einen ernsthaften Film drehen. Insgesamt nicht ganz so brutal wie der Vorgänger und vor allem nicht so durchgehalten, was die Intention angeht, etwas Exploitation, etwas Action und dann doch wieder ein bisschen Drama, so wirkt es in der Gesamtheit wie ein unentschlossenes Sequel. Genau wie bei diversen Nazi-Exploitern ist natürlich auch die Thematik des Stalinismus zumindest fragwürdig, um sie für solchen Billigschund auszubeuten, fernab jeder halbwegs politisch korrekten Betrachtungsweise. Fans von Dyanne Thorne wird das sicher nicht abschrecken.

Fazit: Abgesehen von Francos Nachzügler der schwächste Teil um die Exploitation-Ikone Ilsa. 5/10 Punkten


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