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Im Juli. (2000)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 10 / 10)
eingetragen am 01.07.2003, seitdem 1321 Mal gelesen



Wieder ein Beispiel für lockeres, schönes junges deutsches Kino. Fatih Akin inszeniert mit diesem Roadmovie ein fröhliches Multikulti-Liebesmärchen quer durch Osteuropa in einem frischen, lässigen Erzählstil, der sich in letzter Zeit im jungen deutschen Kino abzeichnet.

Es geht um Daniel, einen Physik-Referendar, der nach seinen ersten Schulerfahrungen als Lehrer seinen Sommerurlaub in Ruhe verbringen will. Eine junge Frau namens Juli hat sich auf der Straße in ihn verliebt und gibt ihm einen Ring mit einer Sonne drauf. Das nächste Mädchen, das eine Sonne trägt, soll seine wahre Liebe sein, redet sie ihm ein, wissend, dass sie es sein wird, die im richtigen Moment mit einer Sonne zu ihm kommen werde.
Doch wie das Schicksal es so will, und wie der Film mit gutem Gefühl für richtiges Timing und gute Situationskomik vermittelt, kommt alles anders und Daniel verliebt sich in die Türkin Melek (mit einem Sonnen-Shirt). Unglücklich darüber, dass sie nach Istanbul muss, fährt Daniel ihr am nächsten Tag mit dem Auto nach und trifft dabei wieder auf Juli.
Eine temporeiche, schräge Reise quer durch Osteuropa beginnt, bei der Juli versucht, den verklemmten Daniel für sich zu gewinnen...

Die Odysee lebt dabei von vielen guten Gags und komischen Wendungen, die gleichzeitig auch viel Lokalkolorit von Bayern über Ungarn bis Bulgarien versprühen. Das bunt-poppige Farbdesign, die lockere Musik und die schön warme Bildgestaltung tun auch ihren Beitrag zu einem richtig gemütlichen Sommer-Filmchen. Frohsinn steht sowieso großgeschrieben, einige unwirkliche Elemente in der Gestaltung und einige seltsame, nicht ganz ernstzunehmende Wendungen versehen "Im Juli" mit einem dicken Augenzwinkerer.

Die Schauspieler, insbesondere Moritz Bleibtreu als Daniel, sind erstklassige Wahl. Sie spielen gelassen und sympathisch, geben jedem Charakter seine eigene Note und bringen die Filmgags zündend rüber.

Was kann man noch sagen? Lehnt euch zurück und lasst euch fallen in einen wunderbaren Film über Spontanität, Freiheit und die Magie des Augenblicks, gepackt in eine witzreiche Roadmovie-Romanze mit unvergleichlichem (Ost-)europäischen Flair. 10/10.


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