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Tenebrae (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 10 / 10)
eingetragen am 06.10.2002, seitdem 1374 Mal gelesen



Ich habe ja wirklich schon viele Horrorfilme gesehen, viele davon wurden auch als Meisterwerke bejubelt, doch solch einer wie „Tenebrae" von Dario Argento ist mir bisher wirklich noch nicht untergekommen. Viel Positives um den Film war mir bekannt, eigentlich waren das schon reinste Begeisterungsst√ľrme, daher war es nur eine Frage der Zeit, bis auch ich mir die √∂sterreichische DVD von „Tenebrae" zulegen werde. Das ist nun geschehen und selten war das Wort Begeisterung auf eine Situation so passend anzubringen, als auf diese, als die 101 Minuten „Tenebrae" verstrichen waren. Von der ersten Sekunde an fesselt der Film einen regelrecht, man darf und kann einfach nicht die Stop-Taste der Fernbedienung dr√ľcken, weil der Zuschauer dazu einfach nicht dazu in der Lage ist. Eben wegen der bedrohenden, angsteinfl√∂√üenden Atmosph√§re. Selten habe ich so einen genialen Score geh√∂rt wie den von „Tenebrae", den man zum ersten Mal gleich im Vorspann zu h√∂ren bekommt. Spannend, treibend und vor allem eines, ziemlich abnormal und krank. H√∂rt sich aber dennoch grandios ein und wird wom√∂glich sogar zum Ohrwurm. Teilweise wird man richtig s√ľchtig danach, so au√üergew√∂hnlich ist der Score des Films. F√ľr mich einer der Sorte, den ich sicher nie mehr vergessen werde, da es der beste seiner Art ist, be√§ngstigender und genialer als z.B. der aus „Halloween", √ľber den ja so viel geredet wird. Die Schauspieler agieren f√ľr einen beschlagnahmten Film, „Tenebrae" ist das, sehr √ľberzeugend, es wird dadurch Nichts unfreiwillig in das L√§cherliche gezogen oder f√ľr den ein oder anderen Lacher gesorgt.
Wie bei so vielen Filmen vom Regiegott Dario Argento gibt es auch in „Tenebrae" die ein oder andere unglaubliche, atemberaubende Kamerafahrt, ich denke da nur an die wohl Legend√§rste, die ich bisher gesehen habe, als die Kamera langsam aus dem Fenster im ersten Stock, danach zum zweiten Stock f√§hrt, ehe das ganze Hausdach gefilmt wird, bis zum Schluss wieder eines der beiden M√§dchen zu sehen ist, das kurz danach gleich dem M√∂rder zum Opfer f√§llt. Dazu noch der oben voller Begeisterung erw√§hnte Score und fertig ist eine der besten Szenen der Filmgeschichte. G√§nsehaut ist da garantiert, bei solch einer filmischen Genialit√§t eines Argentos. Die Story wird da fast schon zur Nebensache, wobei die Morde und allgemein die Atmosph√§re in Verbindung mit den superbem Kamerafahrten und dem Score fast schon zur Kunst werden, es macht Spa√ü, sich solche Szenen immer wieder anzusehen, nicht wegen der Gewalt, sondern aufgrund der Art, wie sie entstanden sind und der Qualit√§t, mit welcher sie entstanden sind. „Tenebrae" ist f√ľr mich kein Horrorfilm, er ist schon mehr Kunst.
Warum der Film beschlagnahmt worden ist, bleibt wie so oft ein ungeklärtes Rätsel, da so gut wie keine brutalen oder blutigen Szenen vorkommen. Gegen Schluss hin wird die Gewalt zwar etwas expliziter und härter, alles in allem hätte es eine Indizierung aber auch getan. Die Beschlagnahmung erleichtert es einem sicher auch nicht, in den Besitz dieses unerreichten Meisterwerkes zu kommen, was noch ärgerlicher ist.
Dass die Story etwas plump und abgedroschen ist, finde ich nicht, denn obwohl ich schon so viele Slasher- oder auch Splatterfilme gesehen habe, bei denen ich so gut wie immer nach kurzer Zeit den oder die M√∂rder ausgemacht hatte, wusste ich es bei „Tenebrae" nicht. Zwar war die letztendliche Aufl√∂sung nicht unbedingt gro√üartig √ľberraschend oder vom Hocker rei√üend, aber dennoch √ľberraschend genug, um sich von den anderen seiner Art abzuheben. Die Schockeffekte, die nat√ľrlich mit der Handlung verbunden werden, verfehlen allesamt sicher nicht ihre Wirkung, vor allem am Ende bekommt der Zuschauer einen geboten, der wohl zu den schockierendsten und besten seiner Sorte geh√∂rt, auch wenn er eigentlich recht simpel ist.
Ich k√∂nnte noch stundenlang weiterschreiben und meine Begeisterung √ľber „Tenebrae" ins Unendliche ausweiten, aber das ist nicht n√∂tig. Jeder, der nur ann√§hernd die M√∂glichkeit bekommt, sich dieses Meisterwerk anzusehen, soll dies tun, Unterlassen w√§re wohl einer der gr√∂√üten Fehler, die man begehen kann. Es f√ľhrt Nichts, aber auch gar Nichts an diesem Horrormeilenstein vorbei, bei dem einfach alles stimmt, was stimmen sollte. Und sogar das wird noch √ľbertroffen. Am Liebsten w√ľrde ich wahrscheinlich 100 Punkte f√ľr dieses St√ľck Genialit√§t geben, doch das ist mir bekanntlich wie jedem von euch nicht m√∂glich. Und in ein paar Tagen komme ich dann in den Genuss, „Phenomena" ungeschnitten zu besitzen und zu sehen. Und der soll ja noch besser sein..."Tenebrae" ist auf jeden Fall einer der besten, wenn nicht der beste Horrorfilm, der mir bekannt ist. Un√ľbertroffen, spannend, beklemmend und dann noch dieser atemberaubende Score...Mir fehlen die Worte!


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