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Tenebrae (1982)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 31.03.2016, seitdem 207 Mal gelesen



Der reinste Giallo

"Tenebrae" ist immer der Startpunkt für mich, wenn mich jemand fragt, wo er bei Dario Argento anfangen soll. Fast alles Überflüssige, Hässliche, Wirre ist hier abstinent, es ist sein zugänglichstes & reinstes Werk. Mein Liebling nach "Suspiria" wahrscheinlich. Die Geschichte dreht sich um einen amerikanischen Autor, der nach Rom kommt & dort plötzlich grausame Morde geschehen, die anscheinend mit seinem neuen Buch "Tenebrae" in Zusammenhang stehen. Wer ist der Mörder? Ein Fan? Ein alter Bekannter? Wer das nächste Opfer? Die Story wird ungewohnt straight erzählt & obwohl den Film eine traumgleiche, steril-gefährliche Atmosphäre umgibt, ist er leicht zu verstehen & zu genießen. Zu verdauen ist eine andere Sache, denn vor allem im genialen Finale, packt Argento das Kunstblut aus, wie selten in seiner Karriere. Auch die Verfolgungen, Beobachtungen & Morde aus der Egoperspektive, waren ihrer Zeit voraus & sind bemerkenswert.

Die Darsteller (zum Teil diesmal sogar aus Hollywood) machen ihre Sache gut, die deutsche Synchro ist aber mal wieder für die Tonne. Daher zum OT greifen. An kunstvoll arrangierten Kills fehlt es diesem fiesen, fesselnden Katz&Maus-Spiel nicht - von der Rasierklinge über die Axt bis zu einem hartnäckigen Dobermann wird hier genug Abwechslung & grausame Schönheit geboten. Apropo Schönheit: auch in Sachen nackter (Frauen)Haut wird nicht gegeizt, was nur einen weiteren Signaturpunkt des harten, italienischen Horrorkrimis (Giallo) hinzufügt. Ein absolutes Paradebeispiel für den Giallo in seiner Blütezeit.

Ein greller Albtraum, von dem man seinen Blick kaum lösen kann & ehrlich gesagt auch nicht will. Film Blanche mit einigen roten Tupfern. Man sieht die italienische Hitze & Sonne, gleichzeitig ist der Film kalt wie ein Eisfach. Das es aber auch hier, wie meist bei Argento, eher um den Weg & das Wie geht, als um das Ergebnis & das Wer, zeigt schon allein, dass ich mir selten behalte, wer denn nun am Ende der Mörder war. Umso besser für erneute Sichtungen. Szenen oder Gegenstände wie die mörderische Statue mit den Spitzen sind dafür fast in mein Hirn eingebrannt. Und vom genialen Synthie-Soundtrack ganz zu schweigen, der dem Gesamtbild von wunderbaren Scheußlichkeiten als Kunst getarnt, die Krone aufsetzt.

Fazit: in meiner Argento Top 3 & absolut sehenswert. Für Krimi-Fans, für Horror-Fans, für B-Movie-Fans, für Italia-Fans - un bellissimo Giallo!!!


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