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Gesetz der Straße, Das [TV-Serie] (1991)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 20.03.2017, seitdem 91 Mal gelesen



„Das Gesetz der Straße" (im Original „Street Justice") habe ich etwa Mitte bis Ende der 90er auf Sat.1 und Kabel Eins mir immer mal gerne angeguckt. Da die Serie  schon Anfang der 2000er weder im Free- noch im Pay-TV in Deutschland zu sehen war hatte ich mir vor etwa ein bis drei Jahren die kanadischen DVDs zugelegt (die von der Bildquali her auch nicht das gelbe vom Ei sind) um sie wenigstens im Original dann mal zu sehen.Hier also mein Review zu dieser nicht ganz populären Serie:

In der Serie geht es um Adam Beaudreaux (Carl Weathers, Rocky 1-4, Action Jackson, Predator), der im Vietnamkrieg diente und damals den Waisenjungen Grady Jameson kennenlernt und unter seine Fittiche nimmt. Als der Krieg beendet ist muss Beaudraux wieder in die Staaten zurück und Grady da lassen, der
fortan in einem Waisenhaus aufwächst. Etwa zwanzig Jahre später ist Beaudreaux inzwischen Polizist in Metropolitan (fiktive Stadt) und seine Wege kreuzen sich wieder mit Grady (Bryan Genesse, Shadowchaser2, Human Timebomb). Der ist seitdem immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten und versucht sich zu bessern. Beaudreaux ist auch mit der Tochter seines verstorbenen Partners Malloy (CharleneFernetz) befreundet, die ihre eigene Bar das „Malloy's" betreibt wo Grady dann über der Bar (oder war es daneben?) in einem Zimmer wohnen kann und seitdem auch in der Bar immer mal mitarbeitet und aushilft und Adam bei einigen Fällen unter die Arme greift. Aufgrund von Grady's Martial Arts Fähigkeiten kann er mithilfe von Beaudreaux
auch ein kleines Kampfsportstudio aufmachen. Etwas später kommt auch das ehemalige Gang-Mitglied Miguel Mendez (Marcus Chong) dazu, der erst von Beaudreaux aufgegriffen wird und der ihm dann hilft aus der Szene rauszukommen. Wiederkehrende Nebencharaktere ist Beaudreaux' Vorgesetzter sowie Kollegen von ihm. Ab der zweiten Staffel kommt auch ein neuer Detective in Beaudreaux' Abteilung, Detective Eric Rothmann (Eric McCormack, Will & Grace) der aber ähnlich wie seine Kollegen zwar in aller Regelmäßigkeit vorkommt aber man nicht zum Hauptcast zählen kann.

Gedreht wurde in Kanada und zählt auch zu den „Syndication"Serien, also die zuerst ohne einen TV-Sender
produziert werden und erst später an ein Network verkauft werden. So sind dann leider auch nur zwei Staffeln zwischen 1991 und 1993 zustande gekommen. Von dem großen Name Stephen J. Cannell sollte man sich aber nicht allzusehr blenden lassen, denn „Street Justice"wurde wirklich nur von Cannells Produktionsfirma produziert ohne das Cannell in irgendeiner Funktion selbst bei der Serie beteiligt war. Erfunden wurde die Serie von Mark Lisson, David H. Balkan und David
Levinson, die schon an Serien wie Hunter, Pensacola, Viper, der Sentinel und der Polizeichef als Produzenten und Drehbuchautoren beteiligt waren.

Street Justice lässt sich eher als Mischung aus Krimi und Dramaserie mit etwas Actionanteilen beschreiben. Auch wenn gerade in der ersten Staffel immer mal Action eingestreut wird die meist aus Gradys Martial-Arts Fähigkeiten heraus geschieht, wird es nie allzu actionlastig. Auch wenn unter den
Bedauern von Actionfreunden dieser Teil dann ab der zweiten Staffel immer mehr runtergedrosselt wird. Im Vergleich zu ähnlichen Serien sind aber immer noch genug Häppchen für den Actionfan verteilt. Neben den üblichen Cop-Fällen von Beaudreaux geht es auch immer mal zu Themen wie Drogenmissbrauch, Selbstjustiz, Gang/Jugendkriminalität
die vor allem wegen Miguels Gang-Vergangenheit aufgegriffen wird, soziale Misstände, häusliche Gewalt (eine Freundin von Malloy wird von ihrem Mann geschlagen aber hat lange nicht den Mut ihn anzuzeigen), Vietnam-Vergangenheit, Aids und sogar
Schwulenfeindlichkeit. Man ist echt überrascht das so eine kleine
Crime Serie Anfang der 90er sich schon solchen Themen angenommen hat,ich hatte das von früher gar nicht mehr so in Erinnerung. DieseThemen verleihen der Serie auch die Tiefe und den Drama-Aspekt. Die Mischung funktioniert aber sehr gut was auch an den symphatischen Charakteren liegt. Von den Schauspielern ist Carl Weathers natürlich der bekannteste. Auch wenn er gerade in der ersten Staffel ohne Schnauzbart ziemlich gewöhnungsbedürftig anzusehen ist, in der zweiten Staffel hat er ihn dann wieder sprießen lassen. Schauspielerisch kann man eigentlich sagen das er sehr positiv auffällt weil er gerade mal nicht wie bei den Rocky Filmen, Action Jackson und Predator unbedingt durch seine Physis glänzen muss. Später konnte er das auch in Serien wie„In the Heat of the Night" zeigen. Man merkt jedenfalls schon das Weathers sichtlich Spaß an
seiner Hauptrolle hatte. Für den damals jungen Mitzwanziger Bryan Genesse ist es die erste größere Rolle (naja ok, nach „Screwballs2 / Loose Crews) und er macht seine Sache sehr gut, eigentlich sogar besser als in späteren Filmen von ihm. Gerade in den Martial-Arts Szenen, für die er auch selbst als Fight-Choreographer verwantwortlich war darf er immer mal seine Fähigkeiten zeigen. Die übrigen Nebendarsteller wie Charlene Fernetz und Marcus Chong sind auch symphatisch auch wenn sie eher spärliche Filmographien vorzuweisen haben so das man schauspielerisch jetzt keine großen Vergleiche ziehen kann. Für Fans der Sitcom „Will & Grace" ist vielleicht noch interessant anzusehen wie Eric McCormack sich in einer seiner ersten Schauspielrollen gemacht hat.

Was Street Justice vielleicht etwas runter reisst ist das man schon sieht das man Budgetmäßig jetzt keine großen Sprünge machen konnte. Auch wenn sich alle Beteiligten bestimmt große Mühe gegeben haben das beste an Kulissen usw. rauszuholen wirkt eben vieles zu trist und man sieht deutlich das man sich im Low Budget Rahmen bewegt. Das man zu der Zeit wie bei
vielen anderen Serien auch direkt auf Video gedreht hat, macht den Umstand seitens der Bildqualität natürlich auch nicht besser. Was den Unterhaltungswert angeht bietet „Street Jusice" aber solide Serienkost für sowohl für Krimi als auch Actionfreunde mit
symphatischen Darstellern und liebenswerten Charakteren. Sofern man die nächsten paar Jahre die Serie im deutschen TV nicht sichten kann und auch nicht unbedingt die deutsche Synchro braucht kann man ein paar Euros in die kanadischen DVDs investieren.

7/10


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