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Night of the Living Dead - Die Rückkehr der Untoten (1990)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 02.02.2012, seitdem 614 Mal gelesen



Die Kritik beruht auf der ungeschnittenen DVD-Fassung eines namentlich nicht näher bekannten Bootlegs!

Es gibt Filme, die revolutionierten das Horrorgenre:

 Sir Alfred Hitchcock festigte 1960 mit Norman Bates in "Psycho" den Inbegriff des pathologischen Serienkillers. 18 Jahre später schickte John Carpenter mit seinem Maskenmörder Michael Myers einen weiteren Killer ins Feld und die offizielle Geburtsstunde des Slashers wurde eingeläutet. "SAW" von James Wan löste eine Welle von sogenannten Torture Porn-Movies aus und 1968 war es George A. Romero, der den Horrorfilm mit einem weiteren Subgenre bereicherte: 

Obwohl nach frühen Klassikern wie "Ich folgte einem Zombie" oder Hammers gothischem Grusler "Nächte des Grauens" keine Unbekannten mehr im Bereich des phantastischen Films, eroberten Ende der 60er Jahre die lebenden Toten die Leinwand und avancierten zu den beliebtesten, von Zensoren meist gehassten und den Italienern schonungslos plagiierten Gestalten des Horrorfilms.

George A. Romero setzte mit dem düsteren, in schwarz-weiß gedrehten "Die Nacht der lebenden Toten" Maßstäbe für das Genre und führte die Saga im Laufe der weiteren Jahre - aber mit gewissen Abständen - zu einem der erfolgreichsten Franchises fort, was mit "Survival Of The Dead" 2010 seinen letzten Höhepunkt erreicht hatte.

Relativ "früh" besann sich der geschäftstüchtige Produzent Menahem Golan mit seiner 21st Century-Schmiede, der Nachfolgerin der berühmt-berüchtigten Cannon-Produktionsgesellschaft, ein farbiges Remake zu produzieren und holte sich für das Projekt den besten Untoten-Experten an Bord, den man für Geld bekommen konnte: Romero himself.

Als Executive Producer und Drehbuchautor hatte er genug Einfluß an der Produktion um die Neuverfilmung seines eigenen Kultfilms so zu gestalten, wie es sich für einen Klassiker der Filmgeschichte verhält.
Die Regie überließ man dem FX-Künstler Tom Savini, der bereits in Romeros Fortsetzung des Originals - "Dawn Of The Dead" - einen Motorradrocker spielte und der sich als versiertes Talent hinter der Kamera erwies.

Romero hielt sich mit seinem Skript eng an die Original-Vorlage und übernahm weitestgehend das 68er-Handlungsgerüst. Leichte Abänderungen und Innovationen sorgen für einige überraschende Wendungen, während Savinis Regie im ersten Drittel die Handlung rasant voran treibt und einen Schock auf den nächsten folgen lässt.

Trotz eines begnadeten Effekte-Spezialisten wie Tom Savini als Regisseur und in Hinblick auf die blutrünstige Schlachtplatte, die Romero 12 Jahre zuvor mit "Dawn Of The Dead" inszeniert hatte, darf der Zuschauer hier keine Splatterorgie erwarten.
In punkto Gore hält sich das Remake angenehm zurück und bleibt dem subtilen Spannungsaufbau und der ungeheuren Schockwirkung des Originals treu. 
Trotzdem kommen die wohl dosierten Bluteffekte und die erschreckenden Zombie-Masken in Farbe viel Furcht einflößender zur Geltung als noch in der schwarz-weißen Variante. 
Ausweidungen werden lediglich ansatzweise angedeutet und auch die zahlreichen Kopfschüsse sind weitaus harmloser in Szene gesetzt als in anderen Produktionen.
Wieso dann diese Fassung hiesige Moralapostel wieder Sturm laufen und das Werk sogar beschlagnahmen ließ bleibt genauso ein Mysterium wie der Ursprung der Zombie-Epidemie im Film.

Das soll eingefleischten Fans aber nicht den Spaß an diesem Untoten-Spektakel nehmen, denn "Night Of The Living" ist ein sehr gelungenes Remake, das im Mittelteil zwar einige Längen hat, dafür aber mit dem großartigen Tony Todd - dem späteren "Candyman" - einen Darsteller vorweisen kann, der mit einer beachtlichen schauspielerischen Leistung zu überzeugen weiß.

Spannungsaufbau, Dramaturgie, leichte Ansätze von schwarzen Humor sowie gemäßigte Action sorgen für ein kurzweiliges Vergnügen mit einem abgewandelten Finale, dass einerseits genauso pessimistisch wirkt wie das des Originals, aber ein weiteres Mal mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielt und das Final Girl Barbara als unbarmherzigen Racheengel darstellt. Tolle Schlußpointe in einem handwerklich grundsoliden Film!

7,5/10


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