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Letzte Haus links, Das (1972)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 5 / 10)
eingetragen am 13.04.2007, seitdem 643 Mal gelesen



Vor allem durch das Lesen der vielen Rezensionen hier, welche Wes Cravens "Last House on the Left" als einen blutrünstigen, schockierenden, vor Grausamkeiten nur zu strotzenden Horror/Psycho-Thriller schildern, konnte ich mich lange Zeit lang nicht mit Gedanken anfreunden, mir den Film allein zu später Stunde anzusehen. Also musste der nächste DVD-Abend mit Freunden herhalten.

Zunächst zur Handlung: Die gerade ihr 18. Lebensjahr beginnende Mari möchte mit ihrer Freundin ein Konzert der Band "Bloodlust" in New York City besuchen. Ihre zwar konservativen, dennoch aufgeschlossenen Eltern hegen zwar Bedenken, lassen sie letztendlich jedoch ziehen. Eine Nachricht im Radio über zwei aus dem Gefängnis geflohene Psychopathen wird natürlich ignoriert, man beschränkt sich lieber auf die Suche nach harten Drogen. Der heroinsüchtige Junior führt sie in die Unterkunft besagter Psychopathen nebst Mutter Juniors. Die Bande beschließt nach einer netten Begrüßung, in den Wald zu fahren, um dort mal ordentlich die Sau rauszulassen...

Mehr möchte ich eigentlich nicht verraten, stattdessen versuche ich einmal, einen Bruchteil der unzähligen Schwächen und Fehler des Films aufzuzählen:
Die beiden Mädchen verhalten sich absolut zu naiv, die Polizisten sind dümmer als ihr Arbeitgeber es eigentlich erlaubt und auch die Verbrecher agieren ausgesprochen dümmlich. Dies resultiert in eine Unglaubwürdigkeit, die durch die in meinen Augen schlechten schauspielerischen Leistungen noch gesteigert wird. Dass die Kette Maris, die sie zu Beginn ihres glorreichen Ausfluges von ihren Eltern geschenkt bekam, dann schließlich der Indikator für den Mord an die Mädchen ist, lässt die Handlung dann vollkommen lächerlich erscheinen, dasselbe gilt für die "Dialoge". Besonders nervig ist auch das ständige Wechseln zwischen den Lokalitäten in der Erzählung, nämlich Gauner-Herberge/Wald und Polizeistation/Haus der Familie lässt absolut keine Spannung oder Angstgefühle aufkommen. Die angeblich so brutalen Vergewaltigungszenen, in denen man sowieso beinahe nichts sieht, können da auch keine Abhilfe schaffen.

Zugute halten kann man dem Film das Alter. Zu dieser Zeit muss ein solches Werk sicher schockierend gewirkt haben, vielleicht lassen sich so auch die unglaubwürdige Darstellung durch die Schauspieler erklären, man hatte vermutlich kaum Vorbilder bzw. Beispiele, nach denen man sich richten konnte, auch wenn "Last House on the Left" als Adaption von Ingrid Bergmanns "Die Jungfrauenquelle" gilt. Trotzdem lasse ich dies nicht als Entschuldigung dafür gelten, dass meine Freunde und ich obgleich der eher traurigen Thematik teilweise Schwierigkeiten hatten, die aufkommenden Lachkrämpfe zu beenden.

5/10 Punkte.


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