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Letzte Haus links, Das (1972)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 26.05.2002, seitdem 2206 Mal gelesen



Wes Cravens Regiedebüt „Last House on the Left“ zu beurteilen ist keine einfache Sache. Denn das Werk ist sehr schockierend, gleichzeitig aber auch als Klassiker des Horrorgenres anzusehen.
Die Story ist denkbar simpel: Zwei junge Mädchen, Mari Collingwood (Sandra Cassel) und Phyllis Stone (Lucy Grantham), wollen ein Rockkonzert besuchen, fallen aber dem entflohenen Schwerverbrechen Krug Stillo (David Hess) und seiner Bande in die Hände. Diese vergreifen sich an ihren Opfern und töten sie schließlich. Doch nach einer Autopanne müssen sie sich bei der Familie von Mari einquartieren; allerdings erkennen die Eltern Collingswood sie durch einen Zufall als die Mörder ihrer Tochter und machen u.a. mit der Kettensäge klar Schiff.
Diese Story ist nicht nur simpel, sondern auch sehr gewalttätig. Allerdings muss man auch die Umstände betrachten unter denen „Last House on the Left“ entstand: Craven sollte einen typischer 70er Jahre Film der New Yorker Szenen machen – möglichst viel Gewalt um zu schocken und Zuschauer zu locken. Doch was Craven aus diesem Szenario gemacht hat, ist interessant.

Denn Cravens Film will schockieren und will nicht unterhalten, was „Last House on the Left“ von vergleichbaren Primitivfilmen wie „Mit der Nacht kommt der Tod“ abhebt. So lässt der Film einen nicht los und er funktioniert sogar eher auf psychologischer Ebene. Denn natürlich gibt es für die damalige sehr harte Effekte, aber es geschieht auch einiges Off-Screen, was den Horror noch verstärkt, da die eigene Phantasie schrecklicher ist, als alles was man damals zeigen konnte. Die gezeigten Effekte sind bis auf ein, zwei Ausnahmen sowieso dermaßen simpel, dass sie heutzutage fast jedermann zu Hause erstellen könnte. Interessanterweise gab der erzkonservative Kritikerpapst Roger Ebert diesem von allen anderen Kritikern zerrissenen Streifen die Höchstnote aufgrund der Atmosphäre, die Craven aus gut erstellt hat.
Durch die Simpelhandlung fehlt natürlich die Spannung, doch es ist zugegebenermaßen schwer in einen derartigen Film Spannung, Suspense etc. hineinzubringen. Zumal das Zielpublikum wie gesagt nicht auf Spannung aus war.
Die Schauspieler sind unterschiedlich gut. David Hess ist ein wirklich eingängiger Fiesling mit beindruckend böser Attitüde. Auch die Darsteller der zwischen Verzweiflung und Hass gefangenen Eltern, Gaylord St. James und Cynthia Carr, sind recht überzeugend. Die übrigen Darsteller durchlaufen eher eine Routine, wobei sie aber nicht wirklich schlecht sind.

Im Endeffekt fällt es wirklich schwer „Last House on the Left“ zu beurteilen, da die doch etwas abstoßende Geschichte und die tolle Atmosphäre aufeinanderprallen und das Beurteilen nicht leicht machen.


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