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Letzte Haus links, Das (1972)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 30.12.2013, seitdem 407 Mal gelesen



Zwei junge Mädels gehen auf ein Konzert in die große Stadt. Sie wollen Gras kaufen und quatschen einen Fremden an. Dieser lockt die beiden Grazien in ein schäbiges Apartment, in dem eine Bande Kleinkrimineller - drei Männer, eine Frau - auf Frischfleisch wartet. Die Ganoven halten die Mädels gefangen, demütigen sie und verschleppen sie in einen Wald. Dort wird eines der Mädchen vergewaltigt und beim Versuch zu fliehen umgebracht. Das andere Gör wird im See versenkt. Weil es langsam dämmert und das Auto Schrott ist, bittet die Gang bei einem Ehepaar, das abgelegen am Waldrand wohnt, um ein Nachtquartier. Doof nur, dass die Gang bei den Eltern eines der Mädchen gelandet ist. Als diese spitz kriegen, dass die Gauner ihren Nachwuchs auf den Gewissen haben, packt Papa die Kettensäge aus...

Und die Moral von der Geschicht': Gras von Fremden kauft man nicht!

LAST HOUSE ON THE LEFT erzählt eine klassische Rape&Revenge-Story und gilt zusammen mit ICH SPUCK AUF DEIN GRAB als einer d e r Klassiker des Subgenres. Zurecht, auch wenn man dem Streifen anmerkt, dass Kult-Regisseur Wes Craven (NIGHTMARE ON ELM STREET, SCREAM) noch übt. Über die meisten Mängel kann man hinwegsehen. Zur damaligen Zeit wurden einfach noch keine Millionenbeträge für Horrorfilme verbraten. Warum die im Film aufgeführte Polizei aber so obertrottelig und super dilettantisch ausfallen muss, dass sie sogar den Bullen in den Hongkong-Sickos alle Ehre machen, bleibt fraglich. Diese komödiantischen Anwandlungen wirken jedenfalls überaus deplatziert. Wenn dann am Ende der Herr Papa mit der Kettensäge Raubein David Hess (DER SCHLITZER, WENN DU KREPIERST - LEBE ICH) tranchiert, fühlt man sich als gewaltgeiler Horrorfan wieder versöhnt. Trotzdem nicht zu viel erwarten: es wird nämlich nicht wirklich gesplattert.

Der Film schneidet das Thema Selbstjustiz und die Scheinheiligkeit des braven Mittelstandes an, hinterfragt beides aber nicht oder setzt sich intelligent damit auseinander. Das Trara um die Uncut-Version wirkt aus heutiger Sicht etwas übertrieben. Vergleichen mit SAW, HOSTEL oder SOUTH PARK ist der Streifen nämlich beinahe lasch, zumindest was die grafische Darstellung der Gewalt angeht. Wirklich hart fällt dagegen selbst heute noch, klar, die Vergewaltigung aus. Nur so zum Vergleich: I SPIT ON YOUR GRAVE ist da noch ein ganzes Eck krasser.
An der Produktion war eine damalige Clique beteiligt, deren Mitglieder heute alle Rang und Namen haben. Siehe z.B. in den Produzentenrollen Sean S. Cunningham (FREITAG DER 13.) und Steve Miner (FREITAG DER 13. II + III, HOUSE, LAKE PLACID).

Fazit:
Dreckig, primitiv, brutal. Ein Klassiker, auch wenn's zu dem Thema Besseres gibt.

Tipp:
NIGHT TRAIN MURDERS a.k.a. MÄDCHEN IN DEN KRALLEN TEUFLISCHER BESTIEN - sehr gelungenes Quasi-Remake bzw. Trittbrettfahrer aus Bella Italia. Neben DER SCHLITZER das Beste an Italo-Rape&Revenge.


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