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Shakma (1990)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 28.01.2011, seitdem 552 Mal gelesen



In "Primal Force" wurde eine ganze Horde wildgewordener Paviane auf eine Gruppe von Menschen losgelassen, hier darf lediglich ein ganz besonders aggressives Exemplar eine Universit├Ątsklinik unsicher machen. Leider haben die beiden Regisseure Tom Logan und Hugh Parks (Dream Trap, King┬┤s Ransom) das Gelingen nicht unbedingt in ihren eigenen H├Ąnden, denn Eintagsfliege Roger Engle setzt ihnen ein derma├čen verkorkstes Drehbuch vor. Eigentlich h├Ątte jeglicher gesunder Menschenverstand zu drastischen ├änderungen aufgerufen, denn die Basis f├╝r spannenden Tierhorror ist gegeben, wird aber in keinster Weise ausgesch├Âpft.

Bei einer Operation bekommt der Pavian Shakma eine aggressionsf├Ârdernde Substanz von Dr. Sorenson (Roddy McDowell) gespritzt. Doch gleich nach dem Erwachen attackiert Shakma einen Studenten, schlie├člich soll Sam (Christopher Atkins) sie einschl├Ąfern. Doch er gibt ihr nur ein Beruhigungsmittel. Gerade heute wollen die Studenten um Sam eine Art Schnitzeljagd in dem gro├čen Geb├Ąudekomplex spielen. Daf├╝r wird das Geb├Ąude komplett abgeriegelt, nur gewisse Stockwerke bleiben f├╝r das Spiel ge├Âffnet. Leider hat niemand damit gerechnet, dass Shakma ausgerechnet jetzt auf Rache sinnt. Jeder der ihr in die Quere kommt wird bestialisch ermordet, Sam und die restlichen ├ťberlebenden versuchen einen Weg aus dem Geb├Ąude zu finden.

Etwas Schlechteres als drumherum h├Ątte man sich kaum ausdenken k├Ânnen. Das ganze Geschehen spielt sich in einem riesigen Geb├Ąudekomplex ab, der eine Universit├Ątsklinik darstellen soll. Schon hier stellt man sich die Frage wie Dr. Sorenson mit seinen wenigen Studenten ein solch riesiges Geb├Ąude zur Verf├╝gung gestellt bekommt. Auch wird in keinster Weise erkl├Ąrt, was f├╝r Tierveruche hier durchgef├╝hrt werden und was man damit bezwecken will. Warum spritzt man einem Pavian ein solches Mittel, wenn man doch weiss, dass er dadurch aggressiv wird? Noch w├Ąhrend Titelmelodie ist der Eingriff an Shakmas Sch├Ądel in Nahaufnahme zu bestaunen. Leider merkt man als Zuschauer auch schnell, was f├╝r st├╝mperhafte Charaktere wir hier vorgesetzt bekommen. Zwar bleiben wir verschont vom ├╝blichen pubert├Ąren Gefasel, gr├Â├čtenteils auch vor sinnlosen Streitereien und irgendwelchen Sexorgien, jedoch nicht vor einf├Ąltigen Dialogen. Logan und Hugh servieren uns hier pures Kanonenfutter, die Figuren sind dem Zuschauer sowas von egal. Dann dieses kindische Spiel welches man am Abend veranstaltet, eine Art Schnitzeljagd um die Sinne zu sch├Ąrfen. Den wahren Sinn dieses Spiels wird man wohl nie erfahren, sowie die seltsamen Spielregeln. Jedenfalls stehen nur gewisse Stockwerke zur Verf├╝gung, die restlichen T├╝ren wurden verschlossen.

Um zu erahnen was nun folgt, braucht man kein gro├čer Filmkenner sein. Shakma erwacht aus ihrem Schlaf und beginnt die kleine Gruppe zu dezimieren. Normalerweise lassen sich solche Filme immer ewig Zeit, um richtig loszulegen, doch hier nimmt das Grauen recht schnell seinen Lauf. Jedoch sollte man keinen hohen Bodycount und keine Goreeffekte erwarten. Eigentlich geschieht jeglicher Mord im Off. Shakma darf das Opfer anspringen und schon wird weggeblendet, nur beim Mord an Richard (Greg Flowers) ist ein bisschen mehr zu sehen. Die blutigen Resultate von Shakmas Attacken werden uns dann nicht vorenthalten und zweitweise schaffen es Logan und Hugh tats├Ąchlich Spannung zu erzeugen. Dies liegt nicht nur am ruppigen Score, sondern auch am eigentlichen Star des Films, dem Pavian. Der wirkt tats├Ąchlich bedrohlich, auch wenn seine Kr├Ąchzlaute und sein st├Ąndiges Schmei├čen gegen verschlossene T├╝ren irgendwann nervt. So bleibt das Treiben einigerma├čen unterhaltsam, wenn sich doch blo├č die Figuren nicht so d├Ąmlich anstellen w├╝rden. Die rennen Shakma immer in die Arme und anstatt einfach ├╝ber Telefon Hilfe zu holen, eine Scheibe einzuschlagen, oder die Fordert├╝re aufzubrechen, rennt man dauernd in den oberen Stockwerken herum und sucht die anderen. Mit der Zeit wirkt das nicht nur l├Ącherlich, sondern auch erm├╝dend, immerhin ist der Ausgang der Geschichte recht untypisch f├╝rs Genre. Auch die Schauspieler um Christopher Atkins (T├Âdlicher Charme, Shadowchaser III) reichen nicht mal an den Durchschnittsbereich heran, ganz besonders traurig die Leistung von Roddy McDowell (Fright Night, Das Alien in dir) als Dr. Sorenson.

Dem dressierten Pavian darf man ein Lob aussprechen, denn seiner Pr├Ąsenz ist es zu verdanken, dass "Shakma" kein Totalausfall ist. Ein paar spannende Szenen hat dieser Film durchaus zu bieten, doch der Plot au├čen herum ist totaler Murks. Auch die Darsteller d├╝rften sich mehr M├╝he geben. Es sind aber auch doofe Figuren, die es hier zu verk├Ârpern gilt. So bleibt unterdurchschnittlicher Tierhorror mit ein paar starken Szenen, einigerma├čen unterhaltsam, aber recht zur├╝ckhaltend was Brutalit├Ąten angeht.


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