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Shakma (1990)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 28.01.2011, seitdem 566 Mal gelesen



In "Primal Force" wurde eine ganze Horde wildgewordener Paviane auf eine Gruppe von Menschen losgelassen, hier darf lediglich ein ganz besonders aggressives Exemplar eine UniversitĂ€tsklinik unsicher machen. Leider haben die beiden Regisseure Tom Logan und Hugh Parks (Dream Trap, KingÂŽs Ransom) das Gelingen nicht unbedingt in ihren eigenen HĂ€nden, denn Eintagsfliege Roger Engle setzt ihnen ein dermaßen verkorkstes Drehbuch vor. Eigentlich hĂ€tte jeglicher gesunder Menschenverstand zu drastischen Änderungen aufgerufen, denn die Basis fĂŒr spannenden Tierhorror ist gegeben, wird aber in keinster Weise ausgeschöpft.

Bei einer Operation bekommt der Pavian Shakma eine aggressionsfördernde Substanz von Dr. Sorenson (Roddy McDowell) gespritzt. Doch gleich nach dem Erwachen attackiert Shakma einen Studenten, schließlich soll Sam (Christopher Atkins) sie einschlĂ€fern. Doch er gibt ihr nur ein Beruhigungsmittel. Gerade heute wollen die Studenten um Sam eine Art Schnitzeljagd in dem großen GebĂ€udekomplex spielen. DafĂŒr wird das GebĂ€ude komplett abgeriegelt, nur gewisse Stockwerke bleiben fĂŒr das Spiel geöffnet. Leider hat niemand damit gerechnet, dass Shakma ausgerechnet jetzt auf Rache sinnt. Jeder der ihr in die Quere kommt wird bestialisch ermordet, Sam und die restlichen Überlebenden versuchen einen Weg aus dem GebĂ€ude zu finden.

Etwas Schlechteres als drumherum hĂ€tte man sich kaum ausdenken können. Das ganze Geschehen spielt sich in einem riesigen GebĂ€udekomplex ab, der eine UniversitĂ€tsklinik darstellen soll. Schon hier stellt man sich die Frage wie Dr. Sorenson mit seinen wenigen Studenten ein solch riesiges GebĂ€ude zur VerfĂŒgung gestellt bekommt. Auch wird in keinster Weise erklĂ€rt, was fĂŒr Tierveruche hier durchgefĂŒhrt werden und was man damit bezwecken will. Warum spritzt man einem Pavian ein solches Mittel, wenn man doch weiss, dass er dadurch aggressiv wird? Noch wĂ€hrend Titelmelodie ist der Eingriff an Shakmas SchĂ€del in Nahaufnahme zu bestaunen. Leider merkt man als Zuschauer auch schnell, was fĂŒr stĂŒmperhafte Charaktere wir hier vorgesetzt bekommen. Zwar bleiben wir verschont vom ĂŒblichen pubertĂ€ren Gefasel, grĂ¶ĂŸtenteils auch vor sinnlosen Streitereien und irgendwelchen Sexorgien, jedoch nicht vor einfĂ€ltigen Dialogen. Logan und Hugh servieren uns hier pures Kanonenfutter, die Figuren sind dem Zuschauer sowas von egal. Dann dieses kindische Spiel welches man am Abend veranstaltet, eine Art Schnitzeljagd um die Sinne zu schĂ€rfen. Den wahren Sinn dieses Spiels wird man wohl nie erfahren, sowie die seltsamen Spielregeln. Jedenfalls stehen nur gewisse Stockwerke zur VerfĂŒgung, die restlichen TĂŒren wurden verschlossen.

Um zu erahnen was nun folgt, braucht man kein großer Filmkenner sein. Shakma erwacht aus ihrem Schlaf und beginnt die kleine Gruppe zu dezimieren. Normalerweise lassen sich solche Filme immer ewig Zeit, um richtig loszulegen, doch hier nimmt das Grauen recht schnell seinen Lauf. Jedoch sollte man keinen hohen Bodycount und keine Goreeffekte erwarten. Eigentlich geschieht jeglicher Mord im Off. Shakma darf das Opfer anspringen und schon wird weggeblendet, nur beim Mord an Richard (Greg Flowers) ist ein bisschen mehr zu sehen. Die blutigen Resultate von Shakmas Attacken werden uns dann nicht vorenthalten und zweitweise schaffen es Logan und Hugh tatsĂ€chlich Spannung zu erzeugen. Dies liegt nicht nur am ruppigen Score, sondern auch am eigentlichen Star des Films, dem Pavian. Der wirkt tatsĂ€chlich bedrohlich, auch wenn seine KrĂ€chzlaute und sein stĂ€ndiges Schmeißen gegen verschlossene TĂŒren irgendwann nervt. So bleibt das Treiben einigermaßen unterhaltsam, wenn sich doch bloß die Figuren nicht so dĂ€mlich anstellen wĂŒrden. Die rennen Shakma immer in die Arme und anstatt einfach ĂŒber Telefon Hilfe zu holen, eine Scheibe einzuschlagen, oder die FordertĂŒre aufzubrechen, rennt man dauernd in den oberen Stockwerken herum und sucht die anderen. Mit der Zeit wirkt das nicht nur lĂ€cherlich, sondern auch ermĂŒdend, immerhin ist der Ausgang der Geschichte recht untypisch fĂŒrs Genre. Auch die Schauspieler um Christopher Atkins (Tödlicher Charme, Shadowchaser III) reichen nicht mal an den Durchschnittsbereich heran, ganz besonders traurig die Leistung von Roddy McDowell (Fright Night, Das Alien in dir) als Dr. Sorenson.

Dem dressierten Pavian darf man ein Lob aussprechen, denn seiner PrĂ€senz ist es zu verdanken, dass "Shakma" kein Totalausfall ist. Ein paar spannende Szenen hat dieser Film durchaus zu bieten, doch der Plot außen herum ist totaler Murks. Auch die Darsteller dĂŒrften sich mehr MĂŒhe geben. Es sind aber auch doofe Figuren, die es hier zu verkörpern gilt. So bleibt unterdurchschnittlicher Tierhorror mit ein paar starken Szenen, einigermaßen unterhaltsam, aber recht zurĂŒckhaltend was BrutalitĂ€ten angeht.


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