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Shakma (1990)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 07.08.2013, seitdem 222 Mal gelesen



Die Erinnerung an meine Erstsichtung liegt schon richtig lange zurück, es war eines meiner ersten DVD's und ich hab sie danach nie wieder eingelegt. Dann kamen erste Erinnerungen hoch, dieses Spiel in einem nachts verlassenem mehrstöckigem Bürokomplexes kam mir doch sehr bekannt vor.

Das Spiel nennt sich wohl Nemesis, spielt über mehrere Etagen und man muss Schlüssel für Räume finden, in denen weiterführende Anordnungen weiter gegeben werden, sofern man den richtigen Raum mit der passenden Botschaft erwischte. Ein Spielleiter führt das Ganze per Walkie Talkie mit den Mitspielern. Was man genau damit bezwecken und erreichen will, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ist hier auch eher nebenrangig. Denn erstrangig ging es in diesem Komplex nicht um dieses Rollenspiel, sondern um Tierversuche, in dessen auch ein Pavian namens Shakma (ihr erinnert euch an den filmgebenden Titel?) drin verwickelt war. Dieser sollte allerdings eingeschläfert werden, was wiederrum verschoben wurde, da einer seiner Pfleger emotional an dem Tier hing und diese unliebsame Aufgabe auf den nächsten Tag verschoben wurde und der sich erstmal an diesem Spiel der Teilnahme verpflichtete. Im Verlaufe des Films merkte man jedoch, das Shakma nicht eingeschläfert wurde, aber als Ersatz das Publikum für herhalten sollte/musste.

Die Handlung plätschert so vor sich hin, man sieht dem Spielteam zu, ohne genau zu wissen, was das Ziel des Spiels ist und langweilt sich derweilen. Dann bestand die Hoffnung, mit Blick auf den Zählometers des DVD Players, das nach der bekannten Formel - zwischen 30 und 40 Minuten passiert etwas in einem Horrorfilms - der erste Versuch eines Spannungsaufbaus gestartet wird. Tatsächlich, die Formel funktionierte, jedoch nicht wirklich befriedigend. Shakma war los und man merkte dem Tier eine spürbare Agressivität an. Doch was sollte dadurch passieren?
Klar, das Tier greift die als erste erreichbaren Spieler an und verletzt diese böse. Es bahnt sich also wohl eine Art Slasher an, nur hier ist der Jäger eben ein Pavian. Also wird einer nach dem anderen dahingemetzelt, so nimmt man an und tatsächlich ja in Zeitlupenform geschieht es auch. Fahrstühle sind bekanntlich dafür da, um bequem die Stockwerke zu wechseln. Die ersten Spieler bekommen derweil Panik vor dem Tier, andere wissen noch nichts von ihrem Glück. Sie erfahren es aber alle früher oder später zum Leidwesen des Zuschauers. Denn wirklich spektakulär passiert so gut wie nichts. Dann plötzlich taucht das wild gewordene Tier auf und richtet den nächst greifbaren Menschen tödlich zunichte, was man aber nicht wirklich sieht, sondern erahnen muss. Denn die ganzen FX bestehen nur aus Maskenbildnereien, die wohl einigermassen aber doch recht harmlos umgesetzt wurden. Shakma springt das Opfer ihrer Wahl an, macht da irgendwas wie mit Krallen zupacken. Erscheint einem auch logisch, aber doch recht undramatisch dargestellt, denn in der nächsten Szene sieht man das Opfer halt blutend am Boden liegen. Dafür hat es 2 Regisseure gebraucht für die ganze Choose? Vielleicht weil es hier einen Betriebsrat gab. Der eine musste Pause machen und der andere arbeiten, aber mir erschien es so, das der derweil arbeitende Mensch ebenfalls gerne Pause machen wollte.

Spannung kommt nie auf. Ab und zu wird mal ein Mensch angesprungen und tödlich verletzt. Dann geht es ein Stockwerk tiefer und man wartet dort auf Shakma. Andere Mitspieler rennen in den anderen Stockwerken herum, ohne von den blutigen Ereignissen erfahren zu haben. Allerdings verwunderlich, auf was sie dann wirklich gewartet haben, denn der Spielleiter selbst sitzt auch nicht mehr an seinem Computer und kann Spielanweisungen geben. Doch alles eher verwirrend und einschläfernd. Ich bin der letzte, der einem Tier nicht sein Leben gönnt, aber wenn man mir als Zuschauer das Gleiche Schicksal zugedacht hat, wie dem Tier, finde ich das ärgerlich. Obwohl ich natürlich dankbar bin für einschlafende Wirkungen, aber in Form eines Films finde ich das meist ärgerlich.
Mir erscheint das alles hier sinnlos dahin geschludert ohne aufregende Momente. Wahrscheinlich hat keiner der Regisseure oder holzigen Darsteller jemals selbst einen Film gesehen zuvor. Gemacht hiermit dann schon, aber irgendwie auch wieder nicht.

Das einzig interessante fand ich hier, das der Darsteller Roddy McDowell mitwirkte. Ausgerechnet der, den man (im Kostüm) schon als Cornelius und Caesar kannte (Planet der Affen, Eroberung vom Planet der Affen, Flucht vom Planet der Affen oder Rückkehr vom Planet der Affen, aber auch aus Die Klasse von 1984 usw.) Der Mann scheint es mit Affen zu haben.

Ich hab mich bis auf wenige Momente sehr gelangweilt, tiefgängig oder wenigstens interessant war das Ganze noch weniger. Ab und zu mal einen Pavian mit rosa Arsch auftauchen zu lassen ohne wirkliche und spannungstreibende Flucht- oder Jagdszenen sind genauso interessant wie die Tatsache, das ich zu dem Film einen ganzen Liter Milch getrunken habe.

3/10
(wofür auch immer)


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