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Church, The (1989)

Eine Kritik von
eingetragen am 19.03.2012, seitdem 265 Mal gelesen



"Der neueste Grusel-Schocker von Dario Argento"

Dies prangte in großen Lettern auf dem Cover der Videokassette und führte dazu, das ich in jungen Jahren mal wieder Überstunden in der Videothek leistete. Nicht das ich dort gearbeitet hätte, aber da der Film nur einmal vorhanden war, spekulierte ich darauf anwesend zu sein, wenn das Kärtchen wieder zurück war.

Als das Unterfangen endlich klappte, war ich unheimlich gespannt auf den Film und freute mich wie wahnsinnig als der Film begann und ich den Namen Dario Argento las. Allerdings nur unter präsentiert, denn als Director wurde Michele Soavi aufgeführt. Bevor ich allerdings meine Gedanken dazu vervollständigt hatte, war ich schon mitten im Film und schob das erstmal zur Seite.

Evald hat einen neuen Job in einer Kirche und soll dort die Büchereri katalogisieren. Schon sehr bald findet er in dem alten Gemäuer ein uraltes Pergament, dessen Rätsel er lösen möchte. Damit entfesselt er allerdings Mächte, die besser verborgen geblieben wären.

Der Ziehsohn von Dario Argento, arbeitete schon früher als "Assistant Director" mit ihm zusammen, drehte das Musikvideo "The Valley" zu Phenomena und übernahm auch sonst allerhand Arbeiten in den Filmen des Meisters. Dies merkt man "The Church" auch absolut an. Michele Soavi gelingt nämlich eine fantastische Atmosphäre. Dies liegt einmal an seinen Kamerafahrten, die er sich beim Mentor abgeschaut hat und an der phänomenalen Musik von Goblin im Verbund mit Keith Emerson. Zudem schafft die alte Kirche in der gedreht wurde, schon von sich aus ein unheimliches Ambiente, welches durch den anwesenden Pastor noch bestärkt wird. Dazu eine gelungene Ausleuchtung und schon haben wir eine surreale Horrorkost vom Feinsten. Bei allem Überschwang muss man allerdings auch attestieren, das die geschaffene Atmosphäre die Hauptrolle spielt. Einen wirklich symphatischen Hauptcharakter den man begleiten könnte, gibt es nämlich nicht. Auch wenn der zu Beginn erwähnte Evald, anfänglich diese Rolle einnimmt, ist das schon relativ bald Geschichte. Der einzige Fixpunkt ist in der kleinen Lotte zu finden, die von der damals 14 Jahre alten Asia Argento verkörpert wird.
Aber auch sie hat jetzt nicht die ganz große Screentime, weshalb man eben ohne die obligatorische Hauptfigur auskommen muss. Die meisten Darsteller sind nämlich nur vorhanden, um deftige Bluteinlagen abzuliefern, die aber trotzdem von der Anzahl her überschaubar bleiben. Es ist kein Splatterfilm, denn er lebt wirklich zu 100% von seiner Atmosphäre. Wenn einem die nicht gefällt, wird man kaum Freude an "The Church" haben.
Ich hatte jede Menge davon, da man Argento an allen Ecken und Enden spürt. Da Sergio Stivalleti zudem noch die Special Effects liefert, kann man sogar schon von einem Familienfilm sprechen.

Somit ist auch die Klientel für den Film, eher in dieser Richtung zu suchen. Man sollte entweder für Argento was übrig haben, oder für surreale Bilder und Einfälle, denen wirklich wundervolle Ideen zu Grunde liegen. Horrorfans die eher geradlinige Filme bevorzugen, sollten ihn eher meiden. Ich persönlich bin immer wieder davon begeistert und werde wahrscheinlich tagelang diese wahnsinnige Musik nicht mehr aus den Ohren bekommen.




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