Ansicht eines Reviews

Dear Wendy (2005)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 10.06.2006, seitdem 1149 Mal gelesen



Dear Wendy (3/10)

Dear Wendy schildert die Geschichte einer Gruppe von jungen Menschen, die sich allesamt "Die Dandys" nennen, und eine besondere Liebe zu ihren Waffen haben. Der Titel des Films r├╝hrt daher vom Namen einer Waffe her.

Dieser Club junger Leute hat ein besonderes Faible f├╝r Waffen, nur das die Argumentation f├╝r das Tragen von Waffen zwar die Erh├Âhung des Selbszbewustseins und Auftretens ist, die Waffe aber selber nicht zum Einsatz kommen soll.

So ist die Aussage des Protagonisten "Er sollte auch eine Waffe haben, damit er in der Schule nicht so oft verpr├╝gelt w├╝rde" ein Indiz f├╝r die Doppeldeutigkeit des Tragens einer Waffem und vom Regisseur auch so beabsichtigt. Denn aus dieser Aussage kann nur eines geschlossene werden: irgendwann n├╝tzt eine Waffe in der Hosentasche nichts mehr, um seine Rechte oder Schutz durchzusetzen. Dann ist jedes so hehre Versprechen, sie nicht zu benutzen, umsonst gewesen.

Das scheint die zentrale Aussage in diesem Film zu sein: eine Waffe wird unwiderruflich irgendwann benutzt, wenn sie vorhanden ist. Und das ist die Essenz des Films.

Orte und Schauspiel sind zweitrangig, sie dienen in den Filmen von Lars von Trier (der das Drehbuch schrieb) nur einem Platz, an dem die Handlung in den Vordergrund r├╝ckt. Und so ist es auch hier: alles dreht sich um die Clubr├Ąume in einer alten Fabrik, und einen kleinen Platz vor der Wohnung des jungen Hauptdarstellers.

Es ist wahrlich eine Farce, soweit man Waffen ablehnt, zu zeigen, mit welcher Freude und Genauigkeit geschossen wird, so wie hier, und dann dauerhaft zu behaupten, die Waffe w├╝rde nie in der Realit├Ąt zum Einsatz kommen. Das ist eine der wirklich gelungenen Szenen im Film: Sebastian, der Neue, ist wegen einer Straftat mit einer Waffe auf Bew├Ąhrung, und wird ausgerechnet zum Chef der Dandys beordert (vom ├Ârtlichen Sheriff) um beim seinem Umgang mit Waffen vom illegalen Gebrauch dieser abzuschw├Âren. Ein herrliches Paradoxon sondergleichen.

Vinterberg verpackt seine Message leider in zu leichten und kindischen Szenerien, und manchmal scheint ihm die Quintessenz seines Films zu entgleiten.

Dennoch bleibt man bei dem Film, weil man das Ende dieses belandenen St├╝ckes sehen m├Âchte. Und das ist das Problem des Films: seine Vorhersehbarkeit wird dem Zuschauer schon in der Mitte klar: es kann nur in die Hosen gehen, bei so viel Liebe und Verehrung zu den Waffen.

Bleibt nicht Fisch noch Fleisch, sondern eine kindische und zum Schluss zu deterministische Abrechnung zum Thema Waffen. Linkes Kino par exelence.

Ich rate ab.


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Ebert" lesen? Oder ein anderes Review zu "Dear Wendy (2005)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von Ebert

Zurück


Copyright © 1999-2017 OFDb.de - Die Online-Filmdatenbank
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

758 Besucher online


SSL  SSL-gesicherte
Verbindung aktiv


Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Escalation (1968)
Star Wars: Die letzten Jedi (2017)
Get Out (2017)
Escape Room (2017)
Star Wars: Die letzten Jedi (2017)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich