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Kampfansage 3 - Der letzte Schüler (2005)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 1 / 10)
eingetragen am 13.05.2007, seitdem 766 Mal gelesen



Wir schreiben das Jahr 2045. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Die Wirtschaft ist zusammengebrochen, jahrelange Bürgerkriege haben das Land ausgeblutet. Die wenigen Überlebenden leiden unter der Herrschaft von Bosco, einem faschistoiden Soldatenkönig. Um die Lehren der Jahrhundertealten asiatischen Kampfkunst zu nutzen, überfällt und tötet er den letzten übriggebliebenen Meister und stiehlt das Buch, das die Beschreibung der Kampfkunst enthält. Doch der alte Großmeister hatte einen Schüler: Jonas. Dieser überlebt das Attentat und schließt sich mit den örtlichen Rebellen Vinzent, Malte und Maria zusammen um Rache für seinen Meister zu üben.

Puh, das klingt jetzt alles vielleicht sehr interessant und vielversprechend, aber auch nur, weil ich es nicht geschafft habe, die Story noch langweiliger darzustellen. Während des Films bekommt man das Gefühl, man habe das alles schon einmal gesehen und irgendwie weiß man auch schon, was als nächstes passiert. Spätestens als der Hauptcharakter (mit dem durch und durch heldenhaften Namen Jonas) von Vinzent und seinen Rebellen überrascht wird und ein Stabkampf um den Wegzoll ausgefochten wird, fällt es einem wie Schuppen von den Augen: “ROBIN HOOD“! Der komplette Film ist so wie die alte Robin Hood Sage, nur schlecht in die Zukunft versetzt. Man hat sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, die Story aufzupeppen oder die Robin Hood - Parallelen etwas unterschwelliger zu vermitteln.

Der ganze Plot wird durch vorhergende Storylines (die beiden Kurzfilme Kampfansage 1 und 2) eingeleitet und ist demnach das schlecht zugespitzte Finale einer “Trilogie“ (obwohl schon mehr Teile in Arbeit sind). Da aber in diesem Film die Vorgeschichte durch mehrere Rückblenden erklärt wird, kann man sich glücklicherweise die ersten beiden Teile sparen.

Auch wenn die Story schon bekannt und dreisterweise nicht innovativ umgesetzt wurde, ist dies immerhin noch das kleinere Übel. Was den Film wirklich unerträglich macht, ist die billige Telenovela-Optik, die schon den ein oder anderen, auch von der Story besseren, Film ruiniert hat, wie zum Beispiel das Yakuzafilmchen “THE LAST DROP OF BLOOD“. Durch die billigen Hintergründe und Szenenbilder in Verbindung mit dieser Porno-Optik kann gar keine futuristisch post-apokalyptische Stimmung aufkommen. Die Optik ist aber auch der Todesstoß für die Kampfszenen des Films, die normalerweise recht gut gelungen wären, hier aber einfach nur zu schlecht und zu übertrieben rüberkommen. Dies ist aber bei einem Film wie Kampfansage der absolute Genickbruch. Übertriebene Kampfszenen in Telenovela-Optik kennt man unter anderem auch aus der kaum erwähnenswerten TV-Serie “MUTANT X“.

Um dem ganzen noch mehr Lächerlichkeit zu geben, sind die beiden rivalisierenden Hauptakteure zwei Hemden mit einer erstaunlichen Ähnlichkeit zu den “DAWSONS’ CREEK“ Charakteren Dawson und Pacey. Tja, und wenn man dann denkt, dass schon Jonas, gespielt von Mathis Landwehr, kein Schwarzenegger sei, dann wird man von Christian Monz, übernimmt den Part von Jonas’ Gegenspieler Bosco, auch nicht vom Hocker gerissen. Man merkt zwar, dass die beiden technisch hochwertig arbeiten, aber man kauft es ihnen einfach nicht ab. Der einzige, der Phasenweise überzeugen kann ist Volkram Zschiesche, der den Draufgänger und Rebellenanführer Vinzent Lahotta verkörpert.

Getoppt wird das ganze noch durch unfreiwillig komische Dialoge und die plattesten Sprüche, die sich Siebtklässler auf dem Schulhof ausdenken können, wie beispielsweise: „Nun ist endlich Schluss mit dem Zwergenaufstand!“ (Und das in einer Szene, die keinen weiteren Kommentar mehr nötig hatte)

Fazit: Manchmal bringen einem einfache Ideen ohne technische Mittel und ohne Schauspieler eben nichts. Was für ein Schrott...Eine totale Verschwendung kostbarer Lebenszeit. Da hilft sogar der Kurzauftritt von Bela B. Felsenheimer als Folterknecht nichts mehr.

Das Punkteminimum


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