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Alienkiller (1991)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 31.10.2007, seitdem 779 Mal gelesen



„The Hidden“ war ein unterhaltsames, geschätztes B-Movie, sodass auch hier der eine oder Nachahmer kam, wie z.B. „Alienkiller“.
Der Beginn ist allerdings schon mal reichlich seltsam, wenn ein außerirdischer Mörder mit der schlimmsten Strafe, die es für ihn gibt, bedacht wird: Auf der Erde in Menschengestalt wandeln, mit nur einem Teil seiner ursprünglichen Kräfte. So beschließt es das Richteralien, das aussieht wie das Klischeebild eines Außerirdischen, und in einer weiß erleuchteten Studiokulisse hin und her tapert.
Auf der Erde ausgesetzt, wehrt sich der Mörder gegen seine Verbannung, doch erfolglos. Als ihn ein menschliches Vater-Sohn-Duo anspricht, rastet er direkt aus und massakriert den Papi. Der Sohn läuft weg, der Killer setzt sich den Kopf des Opfers auf. Ergo gibt es anstatt von Körper- Kopftausch hier, das Prinzip des die Identität wechselnden Mörders erinnert dennoch sehr an „The Hidden“.

Von da an geht das Alien umher und mordet immer dann, wenn es emotional aus dem Gleichgewicht gerät. Die junge Polizistin Diana Pierce (Rae Dawn Chong) und ihr Partner ermitteln in der Sache...
Nach Logik fragt man in dem ganzen Treiben besser nicht, angefangen bei der Frage, warum die Außerirdischen dem Killer seine Kräfte nicht ganz nehmen und den psychisch Labilen auf die Menschheit loslassen, der sogar noch Köpfe braucht, um sich zu regenerieren. Als Rehaprogramm etwas ungeeignet. Dann ist da noch die angeblich so sensible Diana, die aber eiskalt einen Gangster umnietet, als der eine Geisel tötet, und der Toten selbst wenig nachweint.
Andrerseits ist man ja gern gewillt derartige Aussetzer zu verzeihen, wenn die Chose spannend erzählt ist, doch da versagt „Alienkiller“ direkt. Fast den kompletten Film über geht der Mörder auf Killertour, die Cops haben an sich nur die Aufgabe die Leichen aufzusammeln und wollen trotz aller Beweise nicht glauben, dass dort Nichtmenschliches am Werk ist. Ermittlungsarbeit oder Plottwists gibt es kaum und nur zum Schluss trifft man das Vieh mal rechtzeitig an, von Spannungskurve oder einem schweißtreibenden Showdown keine Spur. Fast schon belanglos wird der Alienkiller beseitigt, trotz der Horrorfilmtypischen Stehaufmännchen-Attitüde.

So retten dann nur die Schauwerte noch ein wenig bei dem Film. Große Konfrontationen mit dem Biest gibt es kaum und wenn dann sind diese nicht allzu aufregend, doch immerhin sind die Eskapaden des Aliens nett in Szene gesetzt. Stets wird ganz ordentlich gematscht, wenn Opfer dran glauben müssen oder Köpfe getauscht werden, die Effekte sind noch gute alte Handarbeit und erinnern fern an Carpenters „The Thing“ sowie „The Hidden“, sind handwerklich allerdings eine kleine Spur schwächer. Trotzdem kann man sich an handmade FX noch freuen, ein paar nette Ideen wie das Aufsetzen eines Hundekopfes sind auch dabei, wenngleich besagte Szene gerade zu den am schwächsten getricksten Momenten gehört.
Rae Dawn Chong, trotz Nebenrollen in großen Filmen auf ewig für die zweite bis dritte Reihe Hollywoods gebrandmarkt, darf hier im B-Bereich mal als Main Actress ran und schlägt sich ganz ordentlich, wenngleich ihr Schwanken zwischen tougher Polizistin und gelegentlichen Hysterieanfällen im Angesicht der Gefahr nicht immer überzeugend wirkt. Der Rest vom Fest ist nicht der Rede wert, spielt zwar halbwegs routiniert, aber ist direkt wieder vergessen.

„Alienkiller“ ist leider nicht das flotte B-Vergnügen, dass er hätte sein können, dafür ist die krude Chose einfach zu schlapp erzählt. Die Effekte und John McNaughtons ordentliche Regie wissen zu gefallen, doch sonst ein recht mäßiger Film.


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