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Wits of the Brats (1984)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 17.06.2015, seitdem 86 Mal gelesen



Inhalt:

In der Stadt Guangzhou, während der manchurischen Qing-Dynastie.
Dou Kuan (Chang Chan-Peng) entstammt einem vornehmen Haus, und quält seine Hauslehrer, von denen er mittlerweile an die 40 Stück verschlissen hat, durch zum Teil etwas sadistische Streiche.
Sein Leibdiener Mai Song (Lam Fei-Wong) macht dabei kräftig mit..., unterstützt dieses Verhalten, spornt Dou geradezu an!

Dou´s Mutter (Tsui Oi-Sam) hat alsbald die Faxen dicke, und will ihren Sohn nach Beijing schicken, damit er dort Prinzessin Xiang ehelicht. Die ist zwar unansehnlich, hat aber Geld.
Dou geht mit Mai Song tatsächlich nach Beijing..., denn das bietet ihm die Möglichkeit, die 3 "Masters of Beijing", Che Zai (Alexander Fu Sheng) den Meister-Spieler, Ren Zhen-Hao (Natalis "Nat" Chan) den Meister-Womanizer, sowie "3 Hands" (Wong Yue) den Meister-Dieb, herauszufordern!

Dou´s Onkel, Shih Chun (Chan Shen), hat es auf das Erbe von Dou abgesehen..., und will den nichtsnutzigen Neffen durch den Auftragskiller "3 Eyes" (Johnny Wang Lung Wei) umbringen lassen. 
"3 Eyes" wird von "4 Eyes" (Lee Hoi San) und Rendao Ta Jirou (To Siu Ming) unterstützt.
Vor der Einschiffung nach Beijing im Hafen von Guangzhou misslingt ein erstes Attentat durch Rendao Ta Jirou..., so will "3 Eyes" die Sache selbst in die Hand nehmen!

Dou und Mai Song begegnen alsbald Meisterspieler Che Zai, der sich im Poker-Spiel als cleverer erweist. Die erste Runde geht also an die "3 Masters".
Gegen Ren Zhen-Hao geht es um die Gunst der Tochter des russischen Botschafters. Dieses Duell endet remis, keiner der beiden kann die Botschafter-Tochter für sich gewinnen.

So geht es denn für Dou und Mai Song gegen Meister-Dieb "3 Hands".
Derweil will "3 Eyes" Dou endlich töten..., es kommt zum turbulenten Show-Down........


Fazit:

Im Jahre 1983 -und im Jahre 1984 veröffentlicht- entstand diese teils etwas hanebüchen-alberne aber auch rasant-amüsante KungFu-Komödie unter der Regie von Wong Jing, Lau Kar Wing und Alexander Fu Sheng für die Studios der Shaw Brothers in Hongkong.

Eine eigentlich relativ einfache Geschichte um einen gewitzt-eitlen Filou der andere gerne täuscht und veräppelt, wurde hier mit allerlei Nebenhandlung, Gags und Mätzchen noch relativ gedehnt-komplex in den opulent-surrealen Hochglanz-Sets der Shaw-Studios in Szene gesetzt.
Wong Jing und seine beiden Co-Regisseure wollten einen lustigen Film drehen..., manches ist da natürlich platt-albern, aber auch manches gelungen lustig..., lockere Unterhaltung mit schönen Schau-Effekten ala Shaw Brothers.

Diese Sets in den Studios der Shaw Brothers suchten in der Film-Welt wohl ihresgleichen.
Sie geben all den Filmen dieses Studios diese besondere, einmalige Atmosphäre. Davon lebt auch "Wits of the brats"..., und ein Fan des Studios fühlt sich da einfach wohl und genießt dieses Ambiente.
Auch der Cast bietet bekannte Gesichter..., die KungFu-Action ist rasant-schmissig, das Finale ist ala Jackie Chan inklusive einer hier gelungenen Symbiose aus KungFu und Slapstick, und für die Anhänger der Shaw Brothers ist denn dieser Streifen schon deshalb interessant, weil er die einzige (wohl eher Co-)Regie-Arbeit des Shaw-MegaStars Alexander Fu Sheng ist.

Dies ist nicht Alexander Fu Sheng´s letzter Streifen. Dies war "Der Todesspeer des Shaolin" ("Eight diagram pole fighter", siehe mein Revie auf dieser website), während der Dreharbeiten zu diesem KungFu-Actioner von Lau Kar Leung verstarb Fu Sheng bei einem Auto-Unfall.
Jedoch wurde dieser Film, "Wits of the brats", erst nach seinem Tod 1983, im Folgejahr 1984 veröffentlicht. Und es war wohl der Wunsch Fu Sheng´s, eine Regie-Arbeit für die Shaw Brothers zu machen..., dem wurde entsprochen, und er agiert hier selbst für so ca. 20 Minuten mit.

Wie so oft in einer Hongkong-Komödie ist denn nicht alles so wahnsinnig lustig, gibt es platten Nonsens zu überstehen, das ist hier nicht anders.
Doch hat "Wits of the brats" noch seine Stärken..., und Wong Jing bringt durch ein witziges Action-Finale seinen Film noch ins Ziel, man schmunzelt und kann als eingefleischter Shaw-Anhänger mit all dem insgesamt gut leben.

Chang Chan-Peng, ein Bruder von Alexander Fu Sheng, agiert hier in der Hauptrolle. Er ist der Filou, der durch den Film führt, arrogant-verzogen, aber auch gewitzt..., doch muss er denn in Beijing auch manch Niederlage hinnehmen. Chang spielt das überzeugend und routiniert.
Den wichtigen Gegenpol bildet Johnny Wang Lung Wei, der einmal mehr keinen Spaß versteht, dafür aber zum Glück viel von KungFu. Er ist ein technisch hochkarätiger Fighter..., das hebt die Action-Sequenzen!
Lam Fei-Wong mimt den Sidekick Chang Chan-Pengs..., als naiv-zappeliger Leibdiener, der jeden Mist mitmacht, soll er für komödiale Effekte sorgen. Das gelingt nicht immer, aber wenn, dann kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Der Rest ist eine Ensemble-Leistung..., Wong Jing und Alexander Fu Sheng treten selbst auf, Nat Chan und Wong Yue sind alsbald auf Seiten des Helden.
Gast-Stars sind Lee Hoi San als kurzsichtiger Killer und die immer elastisch fightende Yang Ching Ching (aka Yeung Jing Jing) in einer Fight-Sequenz in der sie ihre exzellente Tritt-Technik, ihre agil-gelenkige Körperbeherrschung zeigt!

KungFu ist nicht unbedingt das allerwichtigste in dieser komödialen Produktion. Aber sie reißt hier noch einiges raus..., viel Tempo, viel Technik..., agile KungFu-Action.
Vor allem das Finale ala Jackie Chan, mit dem Einsatz ungewöhnlicher Waffen und einer gelungenen Symbiose aus KungFu und Slapstick konnte hier gefallen.

"Wits of the brats" ist ein reiner Unterhaltungsfilm, eine KungFu-Komödie aus der Endphase der Studios der Shaw Brothers..., der vorletzte Streifen des unvergessenen, legendären Alexander Fu Sheng.
Einige lustige Momente, Johnny Wang Lung Wei und Yang Ching Ching, die typische Shaw-Atmosphäre und die agilen Fights, vor allem im witzig-turbulenten Finale..., reichen für 6/10 Punkte.


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