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Frosch mit der Maske, Der (1959)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 02.04.2005, seitdem 1077 Mal gelesen



Handlung:
In London treibt eine Gangsterbande ihr Unwesen, die von einer merkwürdigen Figur mit Tauchermaske, dem Frosch, angeführt wird. Der Frosch geht erbarmungslos gegen seine Opfer wie auch gegen Verräter aus den eigenen Reihen vor. Inspector Elk von Scotland Yard ist am Ende seiner Logik. Als ein naiver junger Mann und seine Schwester mit der Froschbande in Kontakt kommen, schaltet sich ein mit diesen bekannter junger Millionär mit seinem Hausdiener in das Geschehen ein.

Wir stehen am Anfang einer Filmreihe, die in Deutschland Filmgeschichte gemacht hat und auf reizvolle Weise von den naiven anglophilen Vorstellungen geprägt ist, die damals in Mode waren.
Joachim Fuchsberger und Eddi Arent waren von Anfang an das wohl populärste Ermittlerpaar der Reihe, wenn Fuchsberger seine Kommissarrolle auch etwas oberflächlicher ausführt als z. B. später Heinz Drache. Während Fuchsberger den jovialen amerikanischen Lebemann mit Grips im Schädel darstellt, erfüllt Arent das Klischee des stets korrekten britischen Butlers. Andere Schauspieler, sogar der brillante Siegfried Lowitz, konnten oder wollten sich nicht dauerhaft in der Filmreihe etablieren. Für E. F. Fürbringer, der als Polizeichef zu sehen ist, kam wenig später der unnachahmliche Siegfried Schürenberg, der seinerzeit auch ein vielbeschäftigter Synchronsprecher war.
Die weiblichen Darsteller, Eva Anthes und Eva Pflug, verkörpern entgegengesetzte weibliche Rollen; erstere den mädchenhaft-unschuldigen Typ, letztere den lasziv-erotischen. Obwohl beide ihrer Rolle mehr als gerecht werden, sind auch sie nicht in die Stammriege der Wallace-Filme eingestiegen.
Als überaus brillante Nebendarsteller sind die Charakterköpfe Fritz Rasp und Carl Lange zu nennen, die man auch in späteren Filmen der Reihe als zwielichtige Gestalten erleben konnte. Jochen Brockmann weiß mit seinem etwas schleimigen Spiel ebenfalls durchaus zu überzeugen. Der später obligatorische Klaus Kinski fehlt hier noch.
Die Atmosphäre ist im Gegensatz zu späteren, teilweise etwas albernen Wallace-Streifen recht düster, was unter anderem dadurch bewirkt wird, daß neben der reißerischen Krimihandlung auch ein glaubwürdig dargestellter Familienkonflikt untergebracht ist. Walter Wilz liefert hier die sehr überzeugende Darstellung eines naiven, leicht verführbaren jungen Mannes ab.
Ansonsten fällt auf, daß der Film für die Entstehungszeit (1959) die eine oder andere recht heftige Gewaltszene enthält (Kehlenschnitt, blutige Erschießung per Maschinenpistole).
Alles in allem ein Klassiker des deutsch(-dänisch)en Kriminalfilms. "Verräter werden getötet!"


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