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Running Scared (2006)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 9 / 10)
eingetragen am 19.04.2006, seitdem 1317 Mal gelesen



"Running Scared" - eine der positivsten Kinoüberraschungen des noch jungen Jahrgangs 2006! Werbung gab es so gut wie keine und nichtmal in jedem halbwegs großen Kino kam Wayne Kramers dreckig-brutaler Großstadt-Thriller überhaupt auf die Leinwand. Zu Unrecht wie sich zeigen sollte - auch wenn Effektenthusiasten ebenso außen vor bleiben wie Anhänger großer Hollywoodnamen.

Unter der Regie von Wayne Kramer darf sich Paul Walker ("2 Fast 2 Furios") mit der Russenmafia anlegen und eine wahre Lawine unvohersehbarer Ereignisse lostreten. Alles beginnt mit einer "schmutzigen" Handfeuerwaffe, es endet mit einem guten Dutzend Leichen, grausigen Entdeckungen und zerstörten Existenzen. "Running Scared" verzichtet auf ausgeklügelte Charaktere und einen überdurchschnittlich raffinierten Plot, was jedoch kaum negativ ins Gewicht fällt. Vielmehr gelingt es, den Zuschauer durchgehend an den Kinosessel zu fesseln und ihn der packenden Jagd nach dem heissen Schiesseisen folgen zu lassen. Wenn auch nur stereotyp, symapthisch sind die schlichten Charaktere trotzdem allemal. Aus Paul Walker könnte nocheinmal ein Großer werden!

"Running Scared" punktet jedoch auch durch seine düster-dreckige Inszenierung, die (glücklicherweise) jeden Hollywood-Hochglanz konsequent vermissen lässt. Es regiert das Gesetz der Gosse und mit ihm die nackte Gewalt in all ihren, mitunter zutiefst pessimistischen Facetten. Zimperlich geht es hier wahrlich nicht zu! Blutigste Einschüsse (leidergottes manchmal etwas schlechte CGI-Effekte) und brutale Misshandlungen gehören ebenso zum Repertoire wie atmosphärisch extrem dichte, unter die Haut gehende Szenen wie beispielsweise im Falle der nach außen hin völlig unscheinbaren Kinderschänder. Da läuft einem schonmal ein kalter Schauer den Rücken herunter und es verwundert doch sehr, wie dieser aufs heftigste Selbstjustiz propagierende Tobak ungeschnitten mit einer FSK16 davonkam.

Man mag fast bedauerend einwerfen: Schade, dass es dann hinterher doch zu einem Happyend kommen muss. Liefert "Running Scared" zum Schlusss noch selbst die Steilvorlage zu einem bitterbösen und zutiefst pessimistischen Ende, wirft er (leider) doch noch einmal das Ruder rum. Naja, vielleicht wäre es ansonsten auch zu viel des Guten für das durchschnittliche Publikum gewesen. Ob uns womöglich auf DVD ein alternatives Ende erwartet? Ich würde es mir sehr wünschen...

Fazit: Ein tolles Filmerlebnis, nur minimal geschmählert durch das nicht ganz zufriedenstellende Ende und einige unrealistische Szenen. Wer z.B. 3 Eishockeypuks in die Fresse bekommt, steht sicher nicht nochmal auf...
Faszinierende Atmosphäre, brachiale Action und eine stilsichere Inszenierung, die punktuell mit minimal surrealistischen Einlagen zusätzlich glänzt, machen "Running Scared" zum Must-See eines jeden Thriller-Enthusiasten!

Und er lächelt doch, der kleine Oleg...


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