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Running Scared (2006)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 8 / 10)
eingetragen am 12.06.2006, seitdem 633 Mal gelesen



Der Kleinkriminelle Joey soll nach einem geplatzten Drogendeal die Waffe mit der mehrere Polizisten erschossen wurden, verschwinden lassen. Sein Sohn und dessen Freund Oleg beobachten allerdings wie Joey die Waffe versteckt. Von Neugier getrieben klaut sich letzterer den Revolver und löst damit eine Kette von Verwicklungen aus. Als er nach einem missglückten Mordversuch vor seinem gewalttätigen Stiefvater flüchten muss, nimmt er die Waffe mit. Joey muss nun alles daransetzen diese zurückzuholen, sonst droht ihm lebenslange Haft. Doch das ist schwieriger als man annehmen könnte….

Das reicht wohl als Inhaltsangabe, da ja schon mehrere Rezensenten die Handlung hier ausreichend zusammengefasst haben.

Die Kritik hierzu ist eigentlich relativ leicht. Sieht man RUNNING SCARED als das was er ist, nämlich einen gradlinigen Actionthriller, dann kann man einfach keine schlechte Bewertung geben. Sucht man krampfhaft nach Logik, sollte man sich diesen Film erst gar nicht anschauen, da hier mehr Löcher vorhanden sind als im Haushalt des deutschen Bundestages oder in einer LKW- Ladung Schweizer Käse. Außerdem ist der Film von Anfang bis Ende etwa so klischeebeladen wie eine Travestiepartie im Haus von David Bowie mit Elton John und Mary und Gordy als Stargästen. Von korrupten Bullen über coole Cops bis hin zu den bösen Russen und italienischen Mafiosi wird hier nichts ausgelassen. Den Handlungsstrang mit dem pädophilen Ehepaar hätte man sich aber sparen können, das geht dann echt ein bißchen zu weit, denn dieser Zufall, das sich Oleg ausgerechnet den Wagen eines solchen Duos als Versteck aussucht, ist unwahrscheinlicher als ein Brief von meiner Firma, der eine 300 %ige Gehaltserhöhung ankündigt...

Weiß man aber schon im Vorfeld auf was man sich einlässt, ist RUNNING SCARED fulminante Unterhaltung, die in 90 Minuten mehr schnelle Cuts bietet, als Paul Walker Worte zu sagen hat. Der Streifen legt von Anfang an ein immenses Tempo vor, und hält dieses dann auch die komplette Laufzeit durch. Wenn man weiß, das Regisseur Wayne Kramer mit „The Cooler“ zuvor ein stilles und schauspielerisch intensives Drama mit dem großartigen Duo Bello/ Macy geschaffen hat, beweist das doch schon eine enorme Wandlungsfähigkeit.

Paul Walker, der mich in einem meiner Lieblings-Thriller „Joyride“ vollkommen überzeugte, danach mit seiner Rollenauswahl aber konstant ins Klo griff, was in der vollkommen substanzlosen Nabelschau „Into the blue“ seinen bisher peinlichsten Höhepunkt fand, hat anscheinend wieder in die Spur zurückgefunden und erkannt das Geld nicht alles ist. Auch als (vermeintlicher) Bösewicht macht er durchaus eine gute Figur, ebenso wie Cameron Bright (wird der auch mal älter?) als hilfloser und eingeschüchterter Russenjunge.

Wer einfach mal abschalten will, um sich 90 Minuten zu unterhalten, dem sei RUNNING SCARED ohne Einschränkung empfohlen, für Freunde des Arthaus-Kinos dann doch eher ungeeignet…

8,5 von 10


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