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Full Eclipse (1993)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 11.06.2006, seitdem 665 Mal gelesen



Man muss sich schon etwas einfallen lassen, um mit einer TV-Produktion überzeugen zu können und Anthony Hickox hat ja bereits mit „Reise zurück in der Zeit“ bewiesen, dass man mit einer guten Idee auch einen ansprechenden Film abliefern kann.
Mit „Full Eclipse“ ist ihm das nicht so recht gelungen, was hauptsächlich auf die hanebüchen doofe Story zurückzuführen ist:

LA-Cop Max verliert beim Einsatz während einer Geiselnahme seinen Partner Jim, der ins Krankenhaus eingeliefert und für fast tot erklärt wird. Doch am nächsten Tag steht Jim wieder auf der Matte und zeigt beim darauf folgenden Einsatz übermenschliche Physis und Unverwundbarkeit. Dennoch jagt er sich bald eine Kugel durch den Kopf.
Kurz darauf wird Max zu einer Sondereinheit gerufen, die der ominöse Adam Garou leitet. Es stellt sich heraus, dass die Cops seiner Einheit mit einem Werwolf-Serum versorgt werden, um in Sachen Selbstjustiz die Straßen zu säubern…

Zunächst ist der Actionfan positiv überrascht von den zahlreichen und blutigen Shoot-Outs, die bereits während der Geiselnahme ein beachtliches Maß annehmen.
Sauber und stylisch in Bild und Ton festgehalten, gibt das erstmal Hoffnung auf weitere, fulminante Actionszenen. Und auch wenn Cop Jim über mehrere Fahrzeuge akrobatiert, ist Tempo im Spiel und gebotene Unterhaltung auf überdurchschnittlichem Niveau.
Doch es geht rapide bergab, wenn die Wer-Cops und ihr selbstgerechter Chef ins Spiel kommen. Das ist nicht nur selten dämlich, sondern auch reichlich unlogisch.

Wie auch immer dieses Serum wirkt (es besteht offenbar zu Teilen aus dem Blut des Oberwerwolfs Garou) und wie lange seine Wirkung anhält, warum ein Werwolf bei totaler Mondfinsternis durch Silberkugeln nicht zu verletzen ist und wieso niemand die zahlreichen toten Kriminellen registriert – da kommen schon einige unbeantwortete Fragen zusammen, die sich am Ende als Ärgernis herausstellen.
Zudem nervt das stelzige und selbstgerechte Gehabe des Oberwerwolfs gewaltig und die oberflächliche Darstellung seines Gefolges ebenfalls, nur Max bekommt ein wenig Charakter mit auf den Weg.

Immerhin sind die Darsteller brauchbar und agieren entsprechend: Mario Van Peebles ist als Cop Max zwar keine Leuchte, zeigt aber Körpereinsatz, ähnlich bei Patsy Kensit: Sie lässt sich von hinten poppen (bekleidet!) und verführt mit ihren schönen Augen. Die eher finsteren Augen zeigt Bruce Payne, der als Oberwerwolf trotz doofen Dialogen hier die überzeugendste Darbietung abliefert.

Die FX kann sich (bis auf den Riesenwerwolf während des Showdowns) sehen lassen: Neben vielen blutigen Einschüssen gibt es auch einige Fleischwunden durch Werwolfkrallen zu bestaunen und auch die Masken der Mutanten wissen zu gefallen. Beachtlich für eine TV-Produktion.

Dennoch überwiegen die negativen Kritikpunkte, die sich vor allem innerhalb der dämlichen Story finden. Trotz solider Cop-Action zu Beginn verliert der Film zusehends an Fahrt und mündet in einem vorhersehbaren Werwolfhorror ohne Raffinesse.
Da fällt es schwer zu glauben, dass 10 Jahre nach diesem Film mit „Cold and Dark“ das gleiche Motiv noch einmal aufgegriffen wurde und das Ergebnis noch eine Stufe dämlicher ausfiel…
4 von 10 Punkten


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