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Full Eclipse (1993)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 22.08.2006, seitdem 597 Mal gelesen



Eigentlich wurde Full Eclipse direkt fürs US Fernsehen gedreht. Eine Kinoauswertung war hier niemals vorgesehen und trat auch nie ein. Deshalb musste man auch mit einem sehr knappen Budget auskommen. Da der Regiesseur aber Anthony Hickox heißt, sieht der Film sehr professionel aus. Hickox ist eh ein Meister in seinem Fach, er drehte schon viel wirklich gute Filme und hatte fast jedesmal nur ein geringes Budget zur Verfügung. Daher ist er auch hier ein Routinier. Natürlich ist dieser phantastische Mix bei uns indiziert und läuft auch nur in stark geschnittener Form im Free TV. Daher hab ich mir die Atlantis DVD besorgt.

Inhalt:
Max Dire ist ein knallharter Cop und muss eines Nachts mit ansehen wie sein Partner blutig erschossen wird. Doch dieser ist den nächsten Tag schon wieder fit, scheint sich aber körperlich verändert zu haben. Schließlich jagt er sich eine Kugel in den Kopf. Max ermittelt und stößt auf den seltsamen Adam Garou, welcher eine Spezialeinheit führt. Diese sorgen nachts auf ihre Weise für Recht und Ordnung. Max wird in die Gruppe aufgenommen und bekommt ein Serum eingeflößt, welches ihn in eine grausame Bestie verwandelt.

Ein sehr phantastischer Mix aus Horrorelementen und knallharter Action. Ich finde es ist eine sehr gelungene Mischung und sie funktioniert auch gut, hätte aber einen Tick mehr Action vertragen können. Trotzdem ist der Film auf jeden Fall sehenswert, weil Regiesseur Anthony Hickox hier mal wieder seine Regiequalitäten unter Beweis stellt.
Der Film beginnt wie ein knallharter Actioner mit einem überaus blutigem Shootout in einer Bar. Hier bekommt man blutigste Einschüsse zu sehen, während Max aus beiden Rohren feuert. Das bringt einem gleich mal in Stimmung. Danach wird eine schießwütige Gang in die Grenzen gewiesen und auch dies geschieht sehr blutig.

Hickox war schon immer ein Fan von blutigen Goreszenen, abstrusen Einfällen, oder allgemein Brutalitäten. Er mag es einfach wenn seine Filme sehr hart sind und das merkt man hier. Wenn etwas passiert, dann richtig und richtig hart. Die Action hat er hier etwas sparsamer gesetzt, vor allem in der zweiten Hälfte. Dafür kann er hier etwas anderes bieten, was den meisten Actionfilmen fehlt. Und das ist Spannung. Es ist wirklich gruselig anzusehen, wenn sich die Einheit verwandelt und Max einem schlimmen Massaker durch ein Nachtsichtgerät zuschauen muss. Daneben versetzt Hickox dem Film noch eine sehr erotische Prise mit teils viel nackter Haut.

Im letzten Drittel bekommt man dann auch die Erklärung serviert, die wenigstens halbwegs plausibel ist. Woher das Serum kommt, wer Garou eigentlich ist und natürlich darf sich Max noch ein ordentliches Duell mit Garou liefern, welches aber ruhig hätte etwas länger sein dürfen.
Trotzdem wird er Film nicht langweilig, denn allein die Atmosphäre ist wirklich stark. Der Film spielt größtenteils Nachts und Hickox präsentiert hier wirklich tolle Bilder. Die Nachtatmosphäre ist unheimlich düster und atmosphärisch, da könnte sich andere Horrorfilme mal eine Scheibe von abschneiden. Natürlich ist auch hier die Stadt wieder sehr kriminell und es gibt eine große Bande welcher man den Gar ausmacht.
Untermalt wird das ganze von einem wirklich perfekten Sound, welcher sogar leicht an die 80er Jahre erinnert. Viel verschiedene Klänge hat man zwar nicht zu bieten, doch die ruhige bis rockige Musik ist einfach klasse.

Mario Van Peebles überzeugt hier als Cop Max Dire. Sein Charakter macht eine sichtbare Veränderung durch und diese Hürde nimmt er sehr gut. Außerdem kann er als Held gut überzeugen und auch das mehr oder weniger offene Ende passt gut zu seinem Charakter. Für ihn eine Paraderolle.
Patsy Kensit ist keine große Schauspielerin, geizt aber hier nicht mit ihren Reizen und präsentiert sehr ihren Körper. Sie ist einfach schick anzusehen.
Dafür ist Bruce Payne ein herrlich fieser Gegner. Die Rolle des mysteriösen Adam Garou steht ihm wirklich gut. Er ist hier ein eiskalter Mörder, aber sehr charismatisch. Bruce Payne ist ein Darsteller, welcher für fiese Rollen geboren ist, denn ich weiss nicht ob man ihm eine Heldenrolle abnehmen würde.
Auch die Besetzung ist insgesamt sehr gut gewählt und kann locker überzeugen.

Fazit:
Wirklich toller und atmosphärisch sehr dichter Genremix. Etwas zu wenig, aber dafür knallharte und blutige Action. Die Nachtatmosphäre ist sehr gruselig und gibt dem Film viel Spannung, untermalt von einem tollen Sound, welcher sogar an die 80er erinnert. Auch die Darsteller können gut überzeugen. insgesamt sehr gut gelungen. Anthony Hickox stellt erneut seine Regiequalität unter Beweis. Dieser Film ist sowohl für Action, als auch für Horrorfans geeignet.


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