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Full Eclipse (1993)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 27.04.2002, seitdem 1606 Mal gelesen



„Full Eclipse“ gehört zu einfallsreichsten und besten Filmen, die jemals für das US-Fernsehen gedreht wurden; dies liegt zum größten Teil daran, dass auf dem Regiestuhl der bekannte Anthony Hickox Platz nahm.
Die beiden L.A. Cops Max Dire (Mario Van Peebles) und Jim Sheldon (Anthony John Denison) erleben, wie das Verbrechen in der Metropole überhand nimmt. Als sie versuchen eine blutige Geiselnahme in einer Disco zu beenden, wird Jim von zwei Kugeln erwischt und lebensgefährlich verletzt. Ein Anfang, bei dem man sich die Augen reibt: Durch die extrem gelungene Regie Anthony Hickox’ sieht der Film nicht nur toll aus, sondern packt den Zuschauer auch. Außerdem ist der Film ziemlich hart (was im zensurfreudigen US-TV selten vorkommt): Bereits die Anfangsszene bietet einige extrem blutige Einschüsse, was durch Hickox brillante Regie noch besser rüberkommt (der Angriff von Max ist wirklich sehr atmosphärisch gemacht).
Max leidet unter den Geschehnissen, während Jim im Krankenhaus dahinsiecht. Doch in dieser Phase tritt Captain Adam Garou (Bruce Payne) an ihn heran und bittet ihn, seiner Therapiegruppe von Polizisten beizutreten. Ein Bulle in der Krise? Nicht neu, aber aus dieser Idee lässt sich einiges machen – was „Full Eclipse“ auch tut.

Denn der ohnehin schon geschockte Max fällt fast um, als Jim bald wieder vor ihm steht: Vollkommen genesen. Doch bei ihrem nächsten Einsatz, bei dem Jim im Alleingang eine wildgewordene Straßengang stoppt, zweifelt Max an seinem Verstand: Jim verfügt über übermenschliche Kräfte. Auch bei dieser Szene überzeugt die Inszenierung durch Hickox: Richtig eingesetzte Zeitlupen und unrealistische, aber glaubwürdig rübergebrachte Stunts.
Was Max dann den Rest gibt, ist das Erlebnis mitansehen zu müssen, wie Jim vor seinen Augen Selbstmord begeht. Max besucht Garou und seine Truppe. Deren Mitglieder haben ähnliche Dinge erlebt wie er und haben einen Hass auf alle Verbrecher entwickelt. Sie bilden einen besondere Art von Spezialeinheit, die ähnlich übermenschlich agiert wie Jim kurz vor seinem Tod. Max kommen starke Zweifel, doch Garou fordert ihn für die Einheit an – und aufgrund der verführerischen Casey Spencer (Patsy Kensit), ebenfalls Mitglied von Garous Einheit, lässt Max seine Zweifel außer acht...
„Full Eclipse“ ragt aus dem drögen TV-Müll heraus, was mehrere Gründe hat. Zum einen ist das Drehbuch intelligent und fantasievoll, wenn auch stellenweise etwas krude. Denn bald mischen sich viele übernatürliche Elemente ein, die ein wenig überhand nehmen. Trotz allem lässt der Spannungsaufbau den Zuschauer über dieses Manko hinwegsehen.

Hinzu kommen einige spektakuläre Szenen, wie die gewal(tä)tige Erstürmung eines Drogenlabors durch Max und Casey. Hier kommt ein wenig Action rein, die ultrablutige Einschüsse bietet und sehr ansprechend inszeniert wurde. Leider fällt diese etwas knapp aus: Gerade zum Ende, wo eine Aktion der Truppe ausgelassen wird, hätte man besagte Auslassung nicht vornehmen und eine ordentliche Actionsequenz einbauen sollen.
Die Effekte sind gelungen: Einige herrliche Make-up Effects machen „Full Eclipse“ zu einer Freude für den Fan des fantastischen Films. Hinzu kommt die durchweg gelungene optische Präsentation, für die sich Anthony Hickox ein Riesenlob verdient hat. Denn seine Ästhetik ist fesselnd und nach „Full Eclipse“, welches das erste Werk von ihm, dass ich kenne ist, werde ich seiner Arbeit wohl noch einige Aufmerksamkeit zubilligen.
Mario Van Peebles agiert recht gut, obwohl der kaputte Cop schon oft besser dargestellt wurde (dann meistens von namhaften Schauspielern). Patsy Kensit („Lethal Weapon 2“) ist zwar auch nicht die beste Schauspielerin, aber man kauft ihr ihre Rolle ab. Mal wieder klasse ist Bösewicht vom Dienst Bruce Payne („Passagier 57“), der herrlich fies agiert.

„Full Eclipse“ ist für Freunde des phantastischen Films ein gefundenes Fressen, das Copfilm und Mystery-Streifen gut vereint und lediglich spektakulärer sein könnte.


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