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Jason Goes to Hell - Die Endabrechnung (1993)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 27.01.2009, seitdem 578 Mal gelesen



Mit dem sehr schwachen achten Ableger der Endlosreihe hatte Paramount endgültig die Nase voll von Jason und trat die Rechte an New Line Cinema ab, welche auch die Rechte an den „A Nightmare On Elm Street“ Filmen hatten. Trotzdem dauerte es einige Zeit bis ein weiterer Teil folgen sollte. Letztendlich lief der „Final Friday“ 1993 unter der Regie von Adam Marcus an. Sogar Urgestein Sean Cunningham war wieder als Produzent mit dabei.

Jason gerät am Crystal Lake in einen Hinterhalt und wird vom FBI in tausend Stücke zerschossen. Doch auch das kann den Massenvernichter nicht aufhalten, denn Jason trägt die Essenz des Bösen in sich, welche es ihm möglich macht jeden Körper zu übernehmen. Sein neues Ziel ist es durch eine der letzten noch lebenden Voorhees wiedergeboren werden. Geilo!

Nun ja. Mit den Fans der „Freitag der 13.“ Filme ist es so ähnlich wie mit AC/DC Fans. Zu viele Änderungen sind nicht gern gesehen. Und genau dort liegt hier das Problem. „Jason Goes To Hell“ lehnt sich sehr weit aus dem Fenster und hat mit einem Slasher eigentlich gar nix mehr zu tun. Stattdessen gibt es soliden Horror, der allerdings auf der ebenfalls schon zig Mal durchgekauten Körperklaunummer („The Hidden“, „Shocker“, „Alienkiller“) aufbaut. Jason in seiner Urform, erneut gespielt von Kane Hodder (inklusive lustigem Cameo in der Leichenhalle), kommt da nur am Rande vor. Testvorführungen hatten damals sogar ergeben, dass den Leuten die Camper/Slasher Szenen fehlten, weshalb die Szene mit den drei Campern im Wald noch nachgedreht wurde.

Von daher gefällt mir der Film als regulärer Freitag Film nicht besonders. Vor allem da auch hier wieder auf die Kontinuität geschissen wird. Dadurch kann man aber auch unbeliebten Gegebenheiten wie dem Ende aus Teil VIII entkommen, da es einfach ignoriert wird. Ansonsten wird dem Fan nun eine Voorhees Familie serviert, Jason stolziert nicht mehr am Camp sondern im alten Voorhees Haus rum und dann ist auch noch die Essenz des Bösen (Nightmare Teil 6 lässt grüßen) in ihm.

Betrachtet man den Film als eigenständigen Streifen wird man als Horrorfan allerdings solide unterhalten. Der Effekte sind wirklich gut von der KNB FX umgesetzt worden, vor allem die Zerteilung der Frau beim Knattern hat es in sich. Die Schauspieler sind OK und nicht komplett unbekannt. So dürfte man Creighton Duke Darsteller Steven Williams aus „21 Jump Street“ kennen und John D. Lemay hat schon Erfahrungen in der Freitag der 13. TV Serie "Erben des Fluchs" gesammelt. Zu guter Letzt stimmt dank Harry Manfredini auch wieder die musikalische Untermalung.

Horrorfans sollten bei diesem Film übrigens etwas genauer hinschauen, denn es gibt einige kleine Details zu entdecken. So fliegt im Voorhees Haus doch glatt das Necronomicon rum und die Kiste aus „Creepshow“ ist im Keller gelandet. Peinlicher wird es da schon für die Filmemacher, die doch glatt Vorhees anstatt Voorhees auf das Hausschild geschrieben haben. Und ganz nebenbei ist dieser Teil der einzige der regulären Reihe, in dem man nicht Jasons Gesicht zu Gesicht bekommt.

Fazit: Inhaltlich tanzt der neunte Teil vollkommen aus der Reihe und bietet Freitag Hardcore Fans nicht wirklich das was sie sehen wollen. Als normaler Horrorfilm betrachtet wird aber gute Unterhaltung geboten, wobei das Ende mit der Freddy Kralle schon den Kampf der Horrorikonen einleiten sollte.


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