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Jason Goes to Hell - Die Endabrechnung (1993)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 25.02.2009, seitdem 463 Mal gelesen



Der von New Line, mit dem Körpertausch-Jason, dem Duke und Freddys Hand.
19 Personen gehen straight to hell.
 

Nachdem man bei Paramount nach dem achten Teil endgültig genug davon hatte, mit der hauseigenen Horrorserie Nachmittagstalkshows und reißerischen Zeitungsartikeln den Grund für menschliche Dramen zu liefern, und, auch nicht ganz unwichtig, die Einspielergebnisse der Filme stark rückläufig waren, wurde Jason zu Beginn der Neunziger für ein Butterbrot an New Line Cinema verkauft.
Eine gute Wahl, denn diese standen für junges Kino mit Hang zum Genrefilm und hatten obendrein auch schon die erfolgreiche „Nightmare-on-Elm-Street“-Serie herausgebracht. 

So machte man sich dort anno 1993 (vier Jahre Pause, so lange hatte Jason noch nie auf sich warten lassen) unter der Ägide von Erfinder Sean Cunningham persönlich an das, so dachte man zumindest, letzte Kapitel der Voorhees-Saga.
Und beließ es diesmal nicht dabei, Jason in eine neue Umgebung zu verpflanzen, sondern änderte gleich einmal die Person an sich. Die wird hier nämlich gleich schon in der Eröffnungssequenz abgefertigt, um nach der Zersiebung durch eine FBI-Truppe fortan als böse, Körpertausch betreibende Essenz durch die Handlung zu wüten. Und alles, was ihn jetzt noch stoppen kann, ist das, was er selbst dringend sucht: Eine weibliche Angehörige der Familie Voorhees, die ihn wieder auf diese Welt bringen kann.
 

Es ist ein großer Eintopf aus Fantasy und Splatter, der hier vor sich hinbrodelt, und er dürfte dem einen oder anderen treuen Fan schwer im Magen gelegen haben, denn Jason ist über weite Strecken des Films sowohl in den Körpern seiner Mitmenschen als auch als komisches Dämonenkrabbelviech nun einmal nicht der sympathische Torwart, als den man ihn schätzen gelernt hat. Für Regisseur Marcus aber eine bewusst einkalkulierte Ernüchterung, die die Rückkehr des Maskenmannes im Showdown umso befriedigender gestaltet.
 

Und es ist fraglos eine frische Brise, die bis dahin weht, denn auch im Ton grenzt sich der Film deutlich von seinen Vorläufern ab, bietet rasanten Horror mit wenig bis keinen Berührungspunkten zum Teenieslasher (es gibt nicht einmal mehr die obligatorisch zu dezimierende Gruppe) und findet trotzdem immer wieder die Zeit für Anspielungen auf andere Genrewerke. Dazwischen wird deftig, aber comicartig überzogen gemordet, und allen Darstellern ist der Spaß an der Sache anzumerken, allen voran Steven „Mr.X“ Williams, der den in seiner Freizeit gerne Finger brechenden Kopfgeldjäger Duke gibt. Alles an diesem Film drückt aus, wie sehr hier mit einem Knalleffekt abgetreten werden sollte. Das macht ihn zu keinem Meisterwerk, verhilft ihm innerhalb der Serie aber zumindest zu einer Sonderstellung, und Cunningham darf sich rühmen, seinem „Helden“ mit der Konstruktion der bösen Essenz (die sogar die Geschehnisse des ersten Teils erklärt, ob einem das wiederum gefällt, muss man mit sich selbst abmachen) zumindest ein wenig Originalität zurückgebracht zu haben.
 

Und wer in der Hölle war, der verträgt auch den Weltraum, soviel ist mal klar.


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