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Vio la luna... y compró un cementerio (2003)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 4 / 10)
eingetragen am 23.09.2005, seitdem 999 Mal gelesen



VIO LA LUNA...Y COMPRÓ UN CEMENTERIO - frei übersetzt mit: „Er sah den Mond … und kaufte einen Friedhof“ ist ein weiterer Amateur-Film der Macher von „Cannabis Holocaust“ aus Argentinien. Die Story ist wieder einmal sehr abgefahren: Der sowjetische Wissenschaftler Vornoff ist Schöpfer und Herr über eine dämonische Sekte, welche den Höllenfürsten anbetet. In dieser Sekte existieren eine Gruppe bizarrer „Widerlinge„, grausame Wesen - allesamt im Keller einer Horror-Videothek lebend: Zombie, Wolfsmann, aggressiver Punk, ein Androide und andere schrille Figuren - allesamt Anfang einer Armee die die Welt unterjochen soll. Irgendwann wird es einer Gruppe von Helden zu viel und sie stellen sich der Sekte gegenüber…

Als der Film 2003 auf Festivals vorgestellt wurde erntete er viel positive Kritik; an der Gore-Parodie, welche sich als schrille Hommage an das „Blut und Terror“ Kino versteht, werden sich die Geister scheiden. Ich bin ja offen für vieles, doch nach „Cannabis Holocaust“ waren die Erwartungen an die Macher zu hoch, diese kann der Film dann auch nicht erfüllen: zu wenig wird einem geboten. Zwar verspricht die Geschichte wilde Überdrehtheit und viele Effekte, doch nach der Stunde fragt man sich was man eigentlich gesehen hat. Denn wirklich viel ist nicht passiert, sicherlich knapp die Hälfte des Films besteht aus Dialogen die man ob der Sprache eh nicht versteht, aufgrund der vielen nationalsozialistischen Einschübe sicherlich so was wie „Weltunterjochungspläne“ der Sekte oder sowas.

Diese besteht aus besagten Figuren die aber ziemlich einfach gemacht sind: der Werwolf hat eine Maske aus dem Kostümverleih, das Alien besteht aus einer Skifahrermütze samt Sonnenbrille und der Leader hat eine Vermummung die den Bettlakenoutfits des KKK gerecht werden würde – nachdem nach und nach tumbe Videothekenbesucher in den Keller kommen und abgemetzelt werden und sich danach in ein solches Wesen verwandelt haben, tauchen die Helden auf die „aufräumen“. Unterlegt durch musikalischen Mischmasch aus Metal, Folklore und Spaßgeräuschen sind diese Szenen sicherlich am stimmigsten, entschädigen ein wenig für manchen Leerlauf. Die technische Seite stimmt in den Punkten halbwegs - sieht man einmal von den nervigen S/W Blenden ab, die sicherlich keine Absicht waren?! Um zu den F/X zu kommen: mau. Gedärme auf den Bauch gelegt, wenn ein Pullermann abgeschnitten wird dann sieht man klar das was rosafarbenes vor den Hosenstall gehalten wurde und lieblos rumgesäbelt wird. Also in dieser Hinsicht schon bescheiden. Härte kommt so keine auf, eher zum lächeln regt diese Unbedarftheit an. Viel Gore gibt es ohnehin nicht, wenn dann sind die Effekte aber schon ausgewalzt.

Da können auch die wenigen Lacher (abgehackter Kopf – Kapuzenpulli oben rum zu und fertig ist der Rumpf(!) oder aber die Elektroschockfolter welche durch brennende Wunderkerzen an einem Bettgestell dargestellt wird) nicht über die langweilige und langatmige Geschichte hinwegtäuschen. Auch die wenigen Schauplätze die zudem noch spartanisch ausgestattet sind missfallen etwas. Abwechselung wird hier kaum geboten. Vielleicht ist alles etwas selbstironischer wenn man den Film versteht, als parodistisches Element tauchen die üblichen Hinweise auf "bekannte" Film-Titel wie „Torrente“ auf, Tracy Lords wird auch Beachtung gezollt aber sonst?! Gibt es eine längere Szene aus einem Eastern in dem Schwertkämpfe mit Chanson-Musik unterlegt sind, diese hat aber überhaupt nichts mit dem Film zu tun hat – ah ja...

3,5


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