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Orakel, Das (1985)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 2 / 10)
eingetragen am 19.11.2007, seitdem 373 Mal gelesen



Roberta Findlay´s "Game of Survival" mag ja ganz okay gewesen sein, aber für diesen Streifen gehört sie vom Orakel selbst in die Hölle geschickt. Warum sie auf der DVD Hülle von Lee-Leeroc als "Kultregisseurin" bezeichnet wird, ist eine Frage, die mir wohl Niemand hier beantworten kann. Ihre Filmographie wartet eigentlich nur mit schlechten Filmen auf. "The Oracle" ist das beste Beispiel, da nimmt man als unbescholtener Zuschauer an, man bekommt einen typischen 80er Jahre Horrorfilm zu sehen, stattdessen erlebt man sein blaues Wunder, denn so einen langweiligen und miesen Horrrofilm hab ich schon lange nicht mehr gesehen.

Jennifer (Caroline Capers Powers) zieht mit ihrem Mann in eine neue Wohnung. Dort entdeckt sie ein altes Relikt, in Form einer steinernen Hand, welches der anscheinend verstorbenen Vormierterin gehörte. Diese Orakelhand soll übersinnliche Kräfte besitzen, dies probiert Jennifer auch gleich einmal aus. Kurze Zeit später bekommt sie schreckliche Alpträume und Visionen, die Hand schreibt eigenständig Botschaften. Die Geisterwelt hat mit Jennifer Kontakt aufgenommen und will sie nicht mehr loslassen. Dadurch kommt sie den Morden des perversen Killers Farkas (Pam La Testa) auf die Spur und gerät in Lebensgefahr.

"Oh mein Gott Ray, die Hand schreibt wieder". Ja, die böse Hand, deren Schreibbewegungen wirklich mies getrickst sind. Überhaupt ist dieser Film die Bezeichnung Horror nicht wert. Es gibt nicht mal einen Moment, wo nur ein Hauch von Grusel oder Spannung bemerkbar ist. Die 90 Minuten werden für den Zuschauer zu einer absoluten Geduldsprobe. Endlose Dialoge, eine billige Mordstory sorgen für stinklangweilige Unterhaltung. Die Darsteller sind unterirdisch und Caroline Capers Powers raubt einem mit ihrem Geschrei, Gewimmer und Gestöhne den letzten Nerv. Kein Wunder, dass ihr Eheman Ray, verkörpert von Roger Neil, ihr nicht glaubt. Wirklich an der Schmerzgrenze diese Frau über den ganzen Film zu ertragen. Pam La Testa nimmt man den brutalen Killer ja noch einigermaßen ab, aber die deutsche Synchro ist der Abschuss jenseits von Gut und Böse. Allgemein hat man hier stümperhafte Arbeit geleistet, was die schlechten Darstellerleistungen nochmal in die Tiefe zieht.

Wer auf Gore hofft, wird immerhin teilweise bedient, ein paar happige Szenen sind schon drin, aber nicht immer von guter Qualität. Da wird eine Prostituierte von oben bis unten wirklich blutig aufgeschlitzt, ein Kopf wird abgerissen, ein Weiterer mit Säure veräzt und recht deftig ist auch die Selbstverstümmelung des Hausverwalters, wobei die kleinen Monster eine Lachplatte sind. In der deutschen FSK 18 Fassung wurden alle genannten Goreeffekte gekürzt, ansonsten gibt es außer ein paar kleinen Rangeleien und Hetzjagden gar nichts mehr, was bedeutet, dieser Rumpf wäre für eine FSK 16 sogar noch zu schwach gewesen. Um die Kulisse hat sich Findlay überhaupt nicht gekümmert, von ihr geht keinerlei Bedrohung aus, der Score ist austauschbar. Auch fragt man sich warum der dumme Griffel überhaupt magische Kräfte hat ? Was geschieht mit der Ärztin die so verängstigt in den Fahrstuhl rennt ? Warum wird Jennifer überhaupt auf diesen Mord aufmerksam gemacht ? Fragen über Fragen die uns das schlechte Drehbuch nicht beantworten kann.

Einfach unspannend, langweilig, mit schlechten Darstellern versehen. Die wenigen Bluteinlagen werten den Film auch nicht mehr auf. Hier lässt nichts auf die 80er Jahre schließen, es fehlt Flair und ein guter Score. Würde ich Niemandem empfehlen.


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