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Orakel, Das (1985)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 14.01.2013, seitdem 213 Mal gelesen



Story :

Jeniffer und ihr unsensibler Mann Ray sind grade in ihr neues,schickes Appartment gezogen.
Ihre Ehe ist nicht mehr das was man leidenschaftlich und harmonisch nennen kann und man verspricht sich vom Einzug ins neue Domizil sich auch k├Ârperlich wieder n├Ąher zu kommen.
Die Vormieterin war eine ├Ąltere Zigeunerin, welche ein Medium war.
Nachdem diese einen Mord vorausgesehen hat ist sie von einen Tag auf den anderen spurlos verschwunden.
Mit ihrem Ouija Board, welches eine steinerne Hand mit Schreibfeder ist und "Das Orakel" genannt wird, war sie imstande Kontakt zu den Geistern bereits verstorbener Menschen aufzunehmen.
Der Hausmeister des Geb├Ąudekomplex ├╝berreicht Jennifer als Einzugsgeschenk eine alte Ledertruhe, welche zuvor der Zigeunerin geh├Ârte.
Und in dieser Truhe befindet sich das erw├Ąhnte Ouija Board.
Am Weihnachtsabend will Jennifer die Hand ihrem Mann und einem befreundetem P├Ąrchen demonstrieren und erh├Ąlt auch
promt eine Nachricht aus dem Jenseits.
Die Nachricht die sie empfangen sagt einfach nur "Hilf mir" und weder Ray noch die Freunde nehmen dies ernst.
Und f├╝r Jenny geht der "Spa├č" nun erst richtig los.....
Zur gleichen Zeit am anderen Ende von New York :
Eine Prostituierte m├Âchte sich noch schnell ein paar extra Scheine verdienen und geht mit einem Freier in das Stundenhotel
vor dem sie auf potenzielle Kunden wartete.
Doch anstatt ein paar extra Dollar einzustecken, steckt nun ein K├╝chenmesser in ihrem Brustkorb.
Der Kunde hat n├Ąmlich aus unersichtlichen Gr├╝nden unz├Ąhlige Male auf sie eingestochen und verst├╝mmelt, was f├╝r die Bordsteinschwalbe
unweigerlich mit dem Tod endete.
Jenifer scheint zwischenzwitlich der Wahrsagerhand verfallen zu sein und sie nimmt erneut Kontakt mit dem Jenseit auf.
Dieses mal bekommt sie eine Telefonnummer und den Namen William Graham notiert.
Ihre Neugierde ist so gro├č das sie auch promt die Nummer anruft und sie findet von Mrs. Graham heraus das ihr Ehemann 2 Wochen zuvor den Freitod
gew├Ąhlt hat; dies ist zumindest die offizielle Story.
In Visionen die unsere medial begabte Jenny im Schlaf hat findet sie herraus das Mr. Graham sich nicht selbst get├Âtet hat; seine wahre Todesursache
war schlichtweg brutaler Totschlag.
Als Jennifer sich ihrem Mann mit der ganzen Geschichte anvertraut denkt dieser das sie nun komplett den
Verstand verliert und auch Ms. Graham scheint nicht wirklich ├╝berrascht zu sein als sie die wahre Todesursache ihres Mannes durch Jennifer erf├Ąhrt.

Bewertung :

Regisseurin Roberta Findlay hat in ihrer "Karriere" insgesamt 36 Filme gedreht, wovon einige eine Zusammenarbeit mit ihrem damaligem Ehemann Michael
Findlay waren.
Drive-In und Grindhouse Kenner d├╝rften mit den Filmen der Findlays sehr vertraut sein da sie schon mit ihrer Flesh Trilogie (THE TOUCH OF HER FLESH, THE CURSE OF HER FLESH und THE KISS
OF HER FLESH) (S)Exploitation Filmgeschichte schrieben und das Subgenre der "Cutie Nudies" und "Roughies" mit definierten.
Aber auch mit Titel wie PRIVATE SCHOOLGIRLS, SNUFF (aka AMERICAN CANNIBALE) oder TENEMENT (GAME OF SURVIVAL) erweckten sie aufsehen und hielten
in die Annalen des Grindhouse Kinos einzug.
Auch wenn DAS ORAKEL billig,trashig und affektiert ist und nicht die Intensit├Ąt von GAME OF SURVIVAL nicht toppen kann, hat man es hier trotzdem mit einem recht unterhaltsamen Film
zu tun.
DAS ORAKEL ist im Fahrwasser der in den 70ger und 80ger sehr ber├╝hmten und beliebten Geisterhausfilme anzusiedeln, auch wenn man ihn nicht mit z. B. AMITYVILLE HORROR oder POLTERGEIST vergleichen
kann und diesen Filmen auch nur im geringsten den Rang ablaufen kann; daf├╝r ist DAS ORAKEL dann doch zu kosteng├╝nstig und dilletantisch inszeniert.
DAS ORAKEL kann den ganzen Film ├╝ber eigentlich recht gut den Spannungsbogen aufrecht erhalten so das nicht wirklich gro├če Langeweile aufkommt.
Zuerst macht die ganzen Nebenhandlungen denn Anschein sinnlose F├╝llszenen zu sein die sich im Laufe des Films im Sande verlaufen.
Dem ist aber nicht so; nach und nach laufen diese Nebenhandlungsstr├Ąnge alle wieder zusammen um ein doch recht stimmiges Gesamtprodukt zu liefern.
Die Special FX im Film sind auch recht ansehnlich, auch wenn sie im Jahr 2012 eventuell etwas altmodisch aussehen(besonders f├╝r die j├╝ngere Generation von Horrorfans).
Aber hier mu├č man ja auch wieder bedenken das der Film 27 Jahre alt ist und das Budget nicht wirklich hoch gewesen sein d├╝rfte.
Fans von 80ger Horrorfilmen mit mystischem Touch und einigen Gore FX sollten hier mal einen Blick riskieren da DAS ORAKEL ihnen, wie mir auch, einen unterhaltsamen Filmabend
bescherren k├Ânnte.
Sicherlich hat man hier kein Meisterwerk geschaffen welches den Leuten nach 30 Jahren noch als einzigartig und seiner Zeit voraus anpreisen werden aber es gibt viele wesentlich schlechtere Filme
als diesen hier.
Der Soundtrack des Films f├╝gt sich gut in das Gesamtprodukt ein und auch die Kameraarbeit ist nicht zu beanstanden.
Die Darsteller gehen definitiv okay und positiv hervorzuheben ist hier die Hauptdarstellerin Caroline Capers Powers, die als Jennifer ihren Job wirklich gut macht
und auch ganz ansehnlich ist.
Der Rest der Darstellerriege ist auch akzeptabel wenn man keine Method Actors von der Lee Strasberg Schule erwartet.
├ťbrigens sollte im Film zuerst das original "Ouija Board" verwendet werden.Da aber die Firma Parker Brothers, die das Board herstellt und verkauft, dies nicht gestattet haben musste Regisseurin Findlay sich etwas
anderes ├╝berlengen und ihr kam dann die Idee mit der Steinhand.
Zum Schlu├č mu├č ich aber noch eine Warnung aussprechen was die deutschen V├ľs betrifft!
Man sollte definitiv zu der DVD aus der CMV Trash Collection greifen, das bei der Ver├Âffentlichung von Lee/Leroc ├╝ber fast den GANZEN Film ├╝ber der Ton asynchron ist und man mit dieser DVD nicht wirklich
Freude haben wird.
Die DVD von Savoy Film ist ├╝brigens identisch mit der V├ľ von Lee/Leroc und deshalb ist auch hier abzuraten.
Auch von der DVD von Carol Media/Best Entertainment sollte man die Finger lassen, da diese trotz FSK 18 geschnitten ist.

6 von 10 Nachrichten aus demm Jenseits


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